Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1866
- Date
- 1866-01-01
- Page
- – (sequence 36)
- Language
- German
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34 heiten des Opferrituals mit allen Künsten Vergeistigender Allegorie für den philosophischen Standpunkt zu rechtfertigen. Bedenkt man ferner, dass, als Porphyrios sein Werk über die Enthaltsamkeit herausgab, das Christenthum bereits seiner Oberherrschaft nahe war und von den übrigen Religionen sich am kenntlichsten sonderte durch Beseitigung der blutigen Opfer aus seinem eigenen Cult, sowie durch einen besonders heftigen Abscheu vor heidnischem Opferfleisch (sldnXö&vca), so wird es begreiflich, dass gerade ein Bekämpfer des Christenthums (s. oben S. 1) wie Porphyrios bemüht sein musste, seine Opfertheorie, die in ihrem praktischen Ergebniss mit der neuen Religion zusammentraf, vor Missverständnissen zu schützen und als eine auf althellenischem Boden erwachsene darzustellen. Es verwandelt sich ihm daher die Erörte rung über Frömmigkeit (svasßsict), welcher das zweite Buch bestimmt ist, in eine Abhandlung über die Opfer (ttsqI tmv dvamv), die er mit der Ankündigung*) einleitet, cer wolle den Gegenstand nach allen seinen Verzweigungen genau durchforschen; die ursprünglichen Anlässe des Opferns, das erste Opfermaterial, Zeit und Art des Wechsels -zwischen den verschiedenen Opfergattungen sollen geschichtlich ermittelt werden," und auf diese geschichtliche Grundlage fussend will er dann die Fragen beantworten, cob der Philosoph alle üblichen Formen der Opfer verrichten dürfe, und welchen göttlichen Wesen die Thieropfer dargebracht werden.3 Die im Obigen bereits kurz wiedergegebene Antwort auf die letztere Frage nimmt Porphyrios als sein alleiniges Eigenthum in Anspruch, indem er sagt, dass er 'Einiges von dem Darzulegenden selbst hinzugefunden habe;3 theilweise für die Beantwortung der ersten Frage und für die ganze geschichtliche Partie gilt dagegen das Bekenntniss, dass er sie cvon den Alten entnommen, bei dieser Herübernahme aber das Ebenmaass und die Eigentümlichkeit seines eigenen Werkes möglichst zu wahren gesucht habe,3 d. h. er hat, um den Anforderungen des cEbenmaasses3 zu genügen *) p. 83, 8: t6 tcbqI xoäv &v6icöv 6v.£[iiia diEVHQivrj60[i£v, rag re UQ%ug o&sv yeyovcc6lv acprjyovfisvoi, %al xLvsg xal itolai rjaav al %qäxai, nag TS [lExsßallov Kai nöxs, %a\ sl navxa &vxsov rat cpiKoGOfpaj, xlgiv xs frvßiai al diu -xcöv Qaoov yiyvovxai' -aal olcag nävxo naganeifisvor, xoc [ihr avxol icpsvQißnovxsg xä da itagu xäv nakamv "ka\xßävovx£g ttvayQaipopsv, xov cvmdxQOV nal ohaiov xij vno&i-GH GxoxdgovTsg xutu 8vva[iiv.