Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1866
- Date
- 1866-01-01
- Page
- – (sequence 32)
- Language
- German
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30 die verschiedenen Thiemamen der Eingeweihten gesagt und was dann aus Pallas' Buch (p. 178, 2-24) hinzugefügt wird über die Bedeutung der Thierfiguren auf dem Amtskleid des 'Löwen/ bildet, in Verein mit dem Wenigen was Origenes aus Celsus' (6, p. 290 Spenc.) gelegentlicher Beschreibung der Mithraspforten aufbewahrt, den einzigen Anhalt, der jetzt aus der Litteratur zu gewinnen ist für ein zusammenhängenderes Verständniss des einst so weit verbreiteten und auf den Inschriften so vielfach bezeugten Cultus. Inder. Nicht so sehr durch Seltenheit des Inhalts für den heutigen Forscher ausgezeichnet, aber um so ungewöhnlicheren Ursprungs ist der Bericht über das indische Volk. Unter der Regierung des syrischen Kaisers Antoninus Elagabalus, dessen Absehen, so weit ein bestimmter Plan aus seinem wüsten Treiben und aus unseren trüben Quellen zu erkennen ist, auf eine gewaltsame Orientalisirung der römischen Welt gerichtet war, ward auch von Indien aus eine Gesandtschaft an den römischen Hof geschickt. Auf deren Durchzug durch die Euphratländer kam mit ihr der als einer der letzten Gnostiker bekannte Bardesanes 19) in Berührung, welcher an König Abgarus' Hofe zu Edessa eine einflussreiche Vertrauensstellung einnahm. Sein neuerdings in syrischer Sprache aufgefundener Dialog cUeber das Schicksal/ aus welchem früher nur ein grosses griechisches Stück durch Eusebios' Vermittelung zugänglich war, giebt ein glänzendes Zeugniss von seiner Neigung für sittengeschichtliche Studien; dieser* Neigung gemäss benutzte er das Zusammentreffen mit geborenen Indern, um sie über Glauben und Sitten in dem alten Wunderlande auszuforschen; und die Ergebnisse seiner Erkundigungen legte er in einer besonderen Schrift über Indien nieder. Was dieselbe über die Lebensweise der Bramanen und der von neueren Forschern für buddhistische Fromme erklärten Samanäer darbot, theilt Porphyrios mit in einem drittehalb Seiten (p. 179, 10—181, 28) langen Excerpt, dessen urkundlicher Werth jetzt unbestritten ist und in welchem sich so über- oder unmenschliche Kraftproben von Enthaltsamkeit diätetischer und jeder anderen Art finden, dass Porphyrios, auf dem Himalaya und auf der denkbar höchsten Höhe der Askese anger langt, seine Beispielsammlung von enthaltsamen Menschen kl assen . glaubt beschliessen zu dürfen.