Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1866
- Date
- 1866-01-01
- Page
- – (sequence 31)
- Language
- German
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29 fleischten Verehrer des Menschenopfer fordernden Moloch in den, Phöniker. Dienst der pythagoreischen, sogar die Thiere schonenden Askese zu pressen. Wenigstens begnügt er sich mit einem ziemlich kurzen Excerpt (p. 17G, 16—177, 3) aus eines cAsklepiades Schrift über Kypros und Phönikien*)'. Darin wird das erste Thieropfer in die Zeit des auch cKypros beherrschenden tyrisehen Königs Pygmalion1 öy verlegt und die Einführung der animalischen Nahrung, welcher Pygmalion sich lange widersetzt habe, mit dem ersten Thieropfer durch eine Legende in Verbindung gebracht, deren dürftige Plattheit sich anderen Proben phönikischen Phantasiemangels ebenbürtig anschliesst. Ein Priester, heisst es, habe beim Aufheben eines vom Altar gefallenen Stückes Opferfleisch sich den Finger verbrannt, denselben, um den Schmerz zu lindern, zum Munde geführt und an dem zufällig mitgeschluckten Fett solchen Geschmack gefunden, dass er das übrige Fleisch in Gesellschaft seines Weibes verzehrte. Reichlichere Ausbeute als der phönikische giebt für Porphyrios' Perser. Zwecke der altpersische und neupersische Cultus, besonders der letztere, welcher in der Gestalt der Mithrasmysterien zu Porphyrios' Zeit einen so mächtigen, mit dem jungen Christenthum wetteifernden Einfluss ausübte. Die zwei benutzten Schriften behandelten beide cdie Geschichte des**) Mithras;1 von dem Verfasser der einen, Eubulos'9), hat sich bis jetzt die Lebenszeit auch nicht annähernd ermitteln lassen; Pallas, der Verfasser der anderen, muss unter oder nach Hadrian gelebt haben, da er berichtet (p. 118,8), dass unter der Regierung dieses Kaisers die Menschenopfer im ganzen Umkreis des römischen Reichs abgestellt waren. Das durch eine Lücke unserer Handschriften verstümmelte Excerpt aus Eubulos (<p. 177, 20—17S, 2) beginnt mit einem Bericht über drei Klassen der Magier, welche verschiedene Grade der Enthaltsamkeit in Bezug auf die Thiere beobachten; allen gemeinsam sei der Glaube an die Seelenwanderung-, und die Erwähnung dieses Dogma's leitet dann über zur Schilderung der wichtigen Rolle, welche in der Geheimlehre des Mithras die Thiersymbolik spielt. Was hier über *) p. 176, 15: Xiyei 8s 'Aoxtoi'maSrig iv xä tzsqI Kvtcqov y.ai $oivh/n\g xavxa. **) p. 177, 19: Evßovlog 6 xr\v tcsql (so mit Nauck p. XXXVIII statt tcsqI xrp) xov Mi&Qa ißxoQictv iv TtoHoig ßißXioig avayqa^ag; p. 178, 3: IlaXXag iv xoTg TtsQL xov Mi&Qix; p. 118, 8: TLccXkag 6 aQiGxa. xa arspi xäv xov Mi&Qtt avvccyuycov \LV6X7iqL(av.