Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1866
- Date
- 1866-01-01
- Page
- – (sequence 27)
- Language
- German
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25 rund der Ausgegossene geht oft auf die jämmerlichste Weise Essäer. fzu Grunde: Josephus Bell 2, 8, 8; p. 150, 20 Bek. TOIOV'COIC f.lhV OQXOIC TOVC TTOOGlOVlUZ Porphyr ins p. 174, 9 roiovToi [isv ot ooxoi. ot ccXovtzc xcä sxßXfjitsvTsg (so nach Eliseb. praep. evang. 9, 3 statt xai ot ixßXqif&vrsg) xaxtj) ßoQy ip'tuQovxai. ££ccG(pa?J.£ovcai. 'iovg ös src aZioyosoig ccf.iaQcr}(.i(xGi aXovictg ixßctXXovGi cov T.üyß(xcoc. 6 disxxoitttlg olxxiGcip noXXdxtg [A-ogy diayd-st'ot.cai. In den wenigen abgerissenen Worten, welche Porphyrios als Aequivalent für die ausgeführten Sätze des Josephus giebt: cdies csind die Eide, die Betroffenen aber und Ausgewiesenen gehen auf 'schlimme Weise zu Grunde," vermisst der griechische Leser zu oi uXovxsg die nähere Bestimmung ebenso ungern \vie der deutsche zu/die Betroffenen/ Von selbst zieht Jeder aus diesem Beispiel die allgemeine Nutzanwendung, dass dergleichen Anstösse in den porphyrischen Excerpten nicht immer durch Conjecturen, seien es noch so gelinde, zu beseitigen, sondern auch als Anzeichen von Kürzung der Vorlage zu verwerthen sind. — Zweitens hat Porphyrios innerhalb der Sätze und Satzglieder, die ihm einmal zur Herübernahme geeignet schienen, zwar ohne Noth sich keine Abweichungen erlaubt; wo jedoch einzelne Wörter des Josephus seiner asketischen Tendenz hinderlich oder seinem stilistischen Geschmack unangenehm wurden, scheut er sich nicht vor kleinen Streichungen, kleinen Zusätzen und kleinem Wörtertausch. Als ein Beispiel der letzteren Art kann die Stelle dienen, wo Josephus den essäischen Glauben an die Fortdauer der Seele nach dem Tode bespricht und in seiner wohlgemeinten, aber übelberathenen Manier, das Jüdische hellenisch zu färben, aus Platon's Phädon*) eine bekannte Metapher und aus dem Wörterbuch der griechischen Liebesmagie einen jedem Leser des Theokrit geläufigen Ausdruck erborgt, um zu sagen: 'Bei den Essäern ist der Glaube festgewurzelt, cdass die Körper vergänglich und ihre Stoffe von keiner Dauer csind, die Seelen aber nicht sterben und ewig dauern-, diese würcden zwar bei ihrer Herabkunft aus der feinsten Feuerluft an die 'Körper gekettet wie an Gefängnisse, da sie von einem Zauberkreisel cder Natur herniedergezogen werden: aber wenn sie der fleisch- *) P- £2e: yiyvd>67tovat,...oi cpikofictfrslg oxi nttQa/Lußovßa avxov xx\v ipv%riv rj q>doaotpia azsxväig bLuSEdaphrjv iv zip ceofiim xal iCQoa-ASHoiXrjiisvriv, avayyia^isvr[v §6 ooonsQ di elgypov Sia xovtov OH07tsi6&ctL ra ovta ncl.