Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1866
- Date
- 1866-01-01
- Page
- – (sequence 25)
- Language
- German
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23 dem jüdischen Volk die Ausübung seines auch das Essen "vieler Juden. Thiergattungen verbietenden Gesetzes erschwerten. Porphyrios nennt dann die drei Secten oder, wie er sich nach Josephus' Vorgang ausdrückt, die cdrei philosophischen*) Richtungen* der Pharisäer, Saddukäer und Essäer; er verweilt bei den letzteren als den 'ehrwürdigsten3 Casfiroracij p. 171, 12) und nimmt die Schilderung ihrer Lebensweise aus Josephus herüber. Wie die Bücher dieses jüdischen Schriftstellers von den Römern der taciteischen Zeit vernachlässigt wurden, so mögen sie auch dem Castricius und seinen neuplatonischen Freunden nicht allzu geläufig gewesen sein; wenigstens glaubte, sich Porphyrios genöthigt, durch eine ganz besonders weitläufige Citirweise dem Bedürfniss seiner Leser entgegenzukommen und sie zugleich mit dem Umfang von Josephus' litterarischen Leistungen bekannt zu machen. Seine Worte lauten**): cDie an cdritter Stelle genannten Essäer haben sich folgende Verfassung 'gegeben, wie Josephus an vielen Orten seiner Werke aufgezeichnet 'hat, nämlich in dem zweiten Buch der jüdischen Geschichte, cdie er in sieben Büchern abgeschlossen hat, in dem achtzehnten "Buch der- Alt.erthümer, welche er in zwanzig Büchern behandelt hat, und in dem. zweiten Buch der Schrift Wider die c Griechen; diese besteht aus zwei Büchern.3 Die hier an dritter Stelle genannte josephische Streitschrift, welche man gewöhnlich rWider Apion,3 Porphyrios aber viel passender und wohl der ursprünglichen Aufschrift17) gemäss cWider die Griechen3 betitelt, bietet jetzt keinerlei Erwähnung der Essäer dar; und trotz der Lückenhaftigkeit, an welcher unsere griechischen Handschrillen leiden, wird doch die Annahme, dass zu Porphyrios' Zeit dort etwas über die Essäer zu lesen war, weder von der alten lateinischen, schwerlich lange nach Porphyrios gefertigten Uebersetzung, noch von dem gesammten Gang der josephischen Darstellung begünstigt; es muss daher wohl dem Porphyrios bei diesem für die Essäer nicht zutreffenden Citat der in der Schrift Wider Apion *) p. 171, 9: <piXo6öcpi(äv XQtxxai iSsai Ioseph. Bell. 2, 8, 2: xpia yap naga 'iovScdoig stSr) cpiXoaocpslxai. **) p. 171, 12: ol ovv xqixoi zoiovxov inoiovvxo xo noXixkVfiu, tag %oX).a%ov 'Imerptog zcöv ■nqa.y^a.xBKov uviyQatysv. yial yaQ iv xä StvxiQio xrtg 'Iovdawiig 'Jero- Qiag, rjv 81' kuxa ßißXicov 6WEnXrtQcoaav} ital iv xtö onxcoxaiSsxuxcp zqg 'Aq%cllo- Xoyiag, iqv 8ia sfaoat, ßißXiav iitQtty[iaxEv6axo, xat iv rcS Ssvxsqio xcöv (so _ statt tc5) Ilgog TovgrtEXXi\vag' e£ßl ds 8vo xä ßißUct.