Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1866
- Date
- 1866-01-01
- Page
- – (sequence 24)
- Language
- German
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22 zuweisen, welche das Anerkenntniss enthalte, dass cdie Gottheit nicht blos den Menschen durchdringe und die Seele nicht blos in dem Menschen ihre irdische Wohnung aufgeschlagen habe, sondern fast dieselbe (<;%sdbv f} avzrj ipvyr} p. 168, 6) Seelenkraft alles Lebendige durchwalte.* Was jedoch von Einzelheiten des ägyptischen Cultus zum Beleg dieser Grundanschauung angeführt wird (p. 168, 7—170, 7), ist ohne Citat auf eigene Verantwortung hingestellt und scheint nicht aus einer bestimmten Schrift entlehnt, sondern aus Porphyrios' allgemeiner, wohl in Aegypten selbst erworbener, Kenntniss von ägyptischen Dingen geflossen zu sein. Sicherlich ist dies der Fall mit dem merkwürdigen Bericht über den Ritus beim Aufwecken des Sarapis (p. 168, 27), den Porphyrios ausdrücklich als einen noch zu seiner Zeit üblichen16) bezeichnet. — Der Besprechung des Thierdienstes folgt noch eine Beschreibung des bei vornehmen Aegyptern gebräuchlichen Begräbnissrituals, weil dieses Gelegenheit giebt, die von einem hellenisirten Aegypter Euphantos16) herrührende Uebersetzung des Gebetes mitzutheilen (p. 170, 19), welches ein Einbalsamirer im Namen des Verstorbenen sprach "und, nach Betheurung eines von schwerer Sünde freien Lebenswandels, mit folgenden Worten beschloss: cHabe ich aber während meines Lebens durch Essen und Trinken unerlaubter 'Dinge gefehlt, so trage nicht ich die Schuld, sondern dieser hier/ bei welchem Demonstrativum des Sprechenden Pinger auf den Kasten wies, welcher den nicht der Einbalsamirung gewürdigten, sondern zur Versenkung in den Nil bestimmten Bauch enthielt. Die Schlüsse, welche Porphyrios aus dieser Formel auf die Enthaltsamkeit auch der nichtpriesterlichen Aegypter in Speise und Trank zog, sind in unseren Handschriften durch eine Lücke16) gekürzt, und aus demselben zufälligen Umstände ist die schroff abbrechende Weise zu erklären, in welcher die Darstellung sich von den Aegyptern hinweg zu den Juden wendet. Der sie betreffende Abschnitt (c. 11—15, p. 171, 3—176, 6) beginnt mit einer fast wehmüthig theilnehmenden*) Erwähnung des Druckes, durch welchen zuerst Antiochos und dann die Römer *) p. 171, 3: xoäv 8s yiv(BGv.o\i£v<ßv t\\jXv (s. Anra. 16) 'Iovdaloi, tcqIv vnf 'Avzto%ov zo hqoxsqov zä ävrj7tS6za itct&stv slg zu v6[ii(icc zä kctvzav vno zs zav ^Pcopaiwv v<sz£qov, ozs xal zo hgov zo iv cIsgaGolvfioig aalta wxl näßt ßctzov yeyovsv olg ußttxov jp>, vn**] w r] Ttolig dierpO-agr}, diszelow noUeov (ihv djcsxoiisvoi fccptov *z\.