Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1866
- Date
- 1866-01-01
- Page
- – (sequence 19)
- Language
- German
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17 hatte, ihnen auch die vorliegende Auseinandersetzung entlehnte, welche recht wichtig ist für genauere Bestimmung der epikureischen Theorie über das Verhältniss der Gemüthsstärke faxO^uQQijaig p. 75, 8) zu den äusseren Gütern und Genüssen. Zeigt nun die Analyse der zweiten Hälfte des ersten Buches, inhait ° J 7 des drittel wie sehr Porphyrios, selbst wo ihm eigener Gedankenvorrath in Buches. Fülle zu Gebote steht, sein Werk mit fremdem Schmucke auszustatten liebt, so wird es um so weniger auffallen, dass er im dritten Buche, wo die Wesensgleichheit oder Verschiedenheit und als deren Folge das Rechtsverhältniss zwischen Mensch und Thier zu erörtern ist, die Kosten der Verhandlung fast gänzlich mit Lelmgut bestreitet, da eigenthümliche systematische Lehren über diesen dem Alterthum wie der Neuzeit gleich dunkeln Punkt die neuplatonische Schule nicht aufgestellt hatte. Wie man sich erinnert, hatten die oben (S. 6) erwähnten peripatetischen und stoischen Gegner der pythagoreischen Askese aus der vorausgesetzten Vernunftlosigkeit der Thiere deren radicale Verschiedenheit von dem Menschen und aus dieser wiederum ihre Rechtlosigkeit geschlossen; um den Folgerungen zu entgehen, muss daher Porphyrios die Voraussetzung bekämpfen und den Beweis antreten, dass die in einander laufenden Grenzen thierischer Klugheit und menschlicher Vernunft nur eine graduelle Verschiedenheit unter den lebenden Wesen anzunehmen gestatten. Wer einmal das in der Geschichte der leibnitzischen Philosophie zufallig berühmt gewordene Buch des Hieronymus Rorarius,2) durchblättert hat, weiss, dass selbst ein so schaler Kopf und kümmerlicher Gelehrter, wie es jener hohe geistliche Würdenträger war, Unterhaltendes und Bestechendes genug zu Gunsten der Thiere vorbringen kann; wie Vieles und wie viel Besseres der Art musste Porphyrios unmittelbar oder mittelbar zu seiner Verfügung finden, als er dem seit dem Abderiten'") Demokritos (p. 129, 2,5) während sieben Jahrhunderten verhandelten Probleme sich zuwandte-, ein Reichthum gedankenhafter Entwickelung in den Werken der älteren Philosophen und eine Fülle zerstreuter zoologischer und physiologischer Bemerkungen in den späteren naturgeschichtlichen Sammelschriften*) harrte nur der ordnenden Hand, um zur Verteidigung der thierfreundlichen Thesis *) p. 133, 12: « 5») f%i TtUov GvvTfxzai TOig TtukaioZg iv zoig tzsqI gwtau q)QO~ VTjGSGig.