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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1866-01-01 · 1866 · page 14

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1866
Date
1866-01-01
Page
– (sequence 14)
Language
German
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IRI
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12 griechischen Werk mythologischen Inhalts wäre min, wenn die vorgetragene Combination sich bewährt, die hier von Porphyrios ausgezogene ebenfalls griechische Schrift anzureihen, welche Clodius 1 Gegen die der Fleischspeisen sich Enthaltenden (ITgoc, Tovg'Aneyo^iEvovg Twv SaQxäiv p. 44, Bl)1 gerichtet hat, möglicherweise auf Anlass des damals in Rom durch den Einfluss des Nigidius Figulus (s, oben S. 4) um sich greifenden Pythagoreismus. Und in der That glaubt man gern, dass auf den Gebieten der Mythologie und der ritualen Alterthümer der Schriftsteller heimisch war, welcher den durch die chronologischen Merkmale dem Clodius zugewiesenen Theil des Excerpts abgefasst hat. Auf Grund des Opfercults wird dort das Tödten und Essen der Thiere mit grossem Aufwand antiquarischer Notizen und mit einer Ausführlichkeit vertheidigt, der in das Einzelne zu folgen der Zweck des hiesigen Ueberblicks nicht verstattet; Porphyrios hingegen durfte sich zu Kürzungen schon deshalb nicht befugt halten, weil er dieses von den Opfern hergenommene Argument begreiflicherweise weder bei den die Opfer höchstens duldenden Peripatetikern und Stoikern noch bei den jedweden Cultus verwerfenden Epikureern berührt gefunden hatte, während es doch für den gewöhnliehen unphilosophischen Leser gar schwer wiegen musste und daher auch von Porphyrios in dem Abschnitte seines Werkes, welcher für unsere theophrastische Aufgabe der ergiebigste ist, einer eingehenden Widerlegung gewürdigt wird. — Aus den übrigen Theilen des Excerpts verdient Hervorhebung die durch die neueren physiologischen Forschungen bewährte, in der alten Litteratur jedoch wohl sonst nirgends mit gleicher Schärfe ausgesprochene Ansicht, dass der Mensch von Natur zu animalischer Nahrung bestimmt sei*); wenn die Culturgeschichte späte Verbreitung der Fleischkost nachweise, so sei der Grund nicht in der vermeintlich grösseren Sitteneinfalt und Frömmigkeit der urzeitlichen Menschen zu suchen, sondern in der damals noch nicht erleichterten Schwierigkeit des Feuergebrauchs; denn der menschliche Organismus verlange zwar Fleisch, verschmähe aber das rohe. — Nicht so weitgreifend wie diese physiologische Bemerkung aber doch von Werth für die Specialgeschichte der griechischen Philosophie sind ferner einige Angaben (p. 58, 16) *) p. 52, 9: ewat fisv yccQ Hotta rpvoiv avxfpetaro) tö ßaqviötpayüv, itaga yvaw 8h TO coiiorpayHV.

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