Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1866
- Date
- 1866-01-01
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
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11 ihn einen Quidam (KIwUmq ng) und zählt ihn zu den ""Philologen ciodius. (p. 44, 30),J d. h., nach antiker Redeweise, zu den schönwissenschaftlichen Schriftstellern; und endlich gewährt die Einflechtung geschichtlicher Anekdoten, welche später als das vierte Jahrhundert v. Ch. fallen, also nicht von dem Pontiker Herakleides erwähnt sein konnten, indem sie einen Theil des Excerpts als Ciodius' Eigenthum sicher abgrenzt, zugleich einen Fingerzeig über die Zeit, in welcher er gelebt hat. Eine Priestererzählung von einem freiwillig zum Altar sich verfügenden Opferthier (p. 58, 1) spielt während der Belagerung von Kyzikos durch Mithradates im Jahr 73 v. Ch.; ein ähnlicher Vorfall wird aus der Belagerung von Gades berichtet, welche der mauretanische König Bogos unternommen hatte, um den dortigen reichen Herkulestempel zu plündern: und zu bestimmterer Bezeichnung dieses Bogos wird auf dessen Hinrichtung durch Marcus Vipsanius Agrippa wegen seiner Parteinahme für Marcus Antonius in so kurzen Worten8) hingedeutet, wie sie nur einem in unmittelbarer Nähe des aktischen Krieges Lebenden ausreichend erscheinen konnten; auf dieselbe Zeit leitet endlich eine Krankengeschichte, welche einem Sclaven cdes Arztes Krateros (Kquisqov tov Icitqov p. 54, 20)a begegnet sein soll; denn diesen unter den alten Aerzten nur Einmal nachweisbaren Namen führte der in Cicero's Briefen (ad Ast. 12, 13, 1; 14, 4) und auch von Horaz (Serm. 2, 3, 161) erwähnte Hausarzt des Marcus Pomponius Atticus. Alle diese persönlichen und chronologischen Anzeichen passen nun vortrefflich auf den Lehrer des Triumvir Marcus Antonius in der Beredsamkeit, auf jenen Sextus Ciodius, welchen sein mächtiger Schüler mit sicilischen Aeckern verschwenderisch bedachte und Cicero (Philipp. 2, 17, 43; 3, 9, 22) wegen der zu solchem Honorar nicht stimmenden Erfolglosigkeit seines Unterrichts verhöhnte. Suetonius (rhet. 5) nennt ihn ausdrücklich einen zugleich lateinischen und griechischen Rhetor; mit Wahrscheinlichkeit hat man in ihm den Sextus Ciodius erkannt, aus dessen griechisch geschriebenem Buch Ueber die Götter Arnobius (5, 18) und Lactantius (Inst. 1, 22) Angaben über eine römische Gottheit entlehnen; demselben Buche mag Porphyrios die Erklärung der symbolischen Wörter Bedy Zaps u. s. w. entnommen haben, welche er in dem von Bentley (opusc. p. 493) veröffentlichten Bruchstück dem Ciodius aus Neapel (KXcodiog b NsccnoXkrjg) beilegt; und diesem