Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1866
- Date
- 1866-01-01
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
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6 die ihm aus Castricius' Vorträgen mitgetheilt worden-, diese erklärt er rundheraus für cfrostig und sehr abgestanden (xpv%qa xai ayav §'(ola p. 44, 16)', also einer directen Widerlegung unwerth; sondern er will den Kampf für die Enthaltsamkeit in seinem weitesten Umfange und in seiner schwierigsten Form aufnehmen; alle Gründe, welche während des jgesammten Verlaufs der griechischen Philosophie von den verschiedenen Schulen cviel zahlreicher*), gewichtiger und mit gewinnenderer Kunst* als Castricius es vermochte gegen die pythagoreische Vorschrift geltend gemacht worden, will er in einen erschöpfenden Ueberblick zusammenfassen; und indem er die vereinigte Streitmacht so viel besser gerüsteter Gegner mit den Waffen des Neuplatonismus besiegt, werden mittelbar auch Castricius und sein Anhang aus dem Felde geschlagen sein. Inhalt In diesem Plan des Werkes, welchen zugleich mit dem ihn des ersten Buchs, bedingenden äusseren Anlass die Einleitung zum ersten Bueh (p. 43 - 45, 3) entwickelt, liegt, wie man sieht, schon die Nöthigung wo nicht zu einem compilatorischen so doch zu einem referirenden Verfahren. Es müssen die Ansichten der verbreitetsten Schulen, der Peripatetiker, Stoiker und Epikureer, im Sinne und nöthigenfalls mit den Worten ihrer Vertreter vorgetragen werden, wenn der über sie und mittelbar auch über Castricius zu erfechtende Sieg für einen redlich errungenen gelten soll. Zur Darlegung der späteren peripatetischen und der stoischen Lehre hat Porphyrios nun freilich einen gar bequemen Weg eingeschlagen, der ihm wahrscheinlich deshalb passend dünkte, weil die Schriften jener Schulen zu seiner Zeit noch so allgemein verbreitet waren, dass längere Mittheilungen aus den Originalwerken hätten für unnöthig angesehen und lästig werden können; er fand daher eine kurze Angabe descWesentlichsten (xvQiißzctTct p. 46,18)' ausreichend; aber auch diese hat er sich nicht die Mühe genommen selbst zu redigiren. Denn, obwohl von einigen wenigen Sätzen zu Anfang und am Schluss de^ fraglichen Abschnittes (Ic. 4—7, p. 45, 3—46, 18) die Quelle6) noch nicht ermittelt ist, so erweist sich doch der Kern desselben (p. 45, 16—46, 7), trotz des Mangels jeder citirenden *) p, 44, 20: idoxst... zu zmv Zvavxiwv noUai ia%VQOT£qa zSv vcp' vfiäv (s. Anm. 5) Isyopsveav ovza neu rikifisi xal dvvafisi xccl raig akluiq xctTaGwuafs ßvvayaytiv t£ -aal Xvaai.