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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1865-01-01 · 1865 · page 86

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1865
Date
1865-01-01
Page
– (sequence 86)
Language
German
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& zti betrachten, weil anzunehmen, dass er die Mutter vorher in Freiheit gesetzt.6) In dem vorliegenden Falle ist zwar notorisch, dass die Mutter erst später ihre'Freiheit erhalten, und kann daher dieser Sohn, da er als Sclave geboren, nicht in das Recht der Erbschaft eintreten; aber es ist aus der der Mutter geschenkten Freiheit wahrzunehmen, dass auch der Sohn frei sein sollte, die Erben haben daher kein riecht an seiner Person und können ihn nicht verkaufen.6) J emandhatte seine Sclavin wider ihrenWillen das Prosely tenbad nehmen lassen,7) und glaubte sie hierdurch zur Jüdin gemacht zu haben. R. Scherira respondirt (3. 6. 16), auch eine Sclavin kann nicht zum Eintritte in das Judenthum gezwungen werden, und ist also das Bad ohne Wirkung.8) Verlässt die Frau den Mann, so ist derselbe, respondirt R. Scherira (4, 4, 15) nach der talmud. Norm keineswegs zur Scheidung zu zwingen. Durch eingetretene Umstände sahen sich vor mehr als drei Jahrhunderten die früheren Geonim veranlasst, den Mann zur Scheidung anzuhalten.9) 5) Dieses basirt auf folgendem Hergang. Der Chalife Omar, nach Anderen „Ali", hatte dem Exilarchen Bostinai' die Tochter des letzten pers. Königs als Sclavin geschenkt. Bostinai'zeugte mit ihr einen Sohn und starb. R.Chaninai" Gaon erklärte den Sohn als Freien, da anzunehmen, dass Bostinai' nicht mit einer Sclavin verbotenen Umgang (vgl. Grundlinien des mos.-talmud. Eherechts S. 22) gepflogen, sondern ihr früher die Freiheit geschenkt habe. •) Dasselbe Responsum findet sich mit unwesentlichen Abweichungen 3. 1. 17 und hat es daselbst die Aufschrift R. Hai'. Nach Rapoport (Biographie des R. Hai' Anmerk. 1) ist es von R. Scherira und R. Hai' zugleich erlassen. ") Die Proselytin tritt durch Bad, der Proselyte durch Beschneidung und Bad in das Judenthum. 8) Das Responsum ist anonym und dasselbe "Verhältniss wie oben S. 77 Anmerk. 1. Da es aber, wie die Aufschrift sagt, aus dem Arabischen übersetzt ist und R. Scherira nicht selten arabisch respondirte, so ist Grund zur Annahme, dass es demselben angehöre. •) Diese Geonim werden in diesem Responsum genannt nm "13 ")ö "1D "O, genauer Teschubot Geonim Kadmonim Reep. 91 "iDi ratn "Q "ID KJin 2*1. Baal Hai'ttur 102 d. hat 21 "1D1 NU *1Ö1 NrTPDlDD JIM "10 «"TDD "ptü *Oin. Vergl. auch Sendschreiben Scherira's Ü8a. — Diese Einrichtung wurde getroffen nicht lange nach der Eroberung Persiens durch die Araber. Die sittlichen Bande waren, wie dieses in den Zeiten derartiger

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