Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1865
- Date
- 1865-01-01
- Page
- – (sequence 45)
- Language
- German
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M lichkeit (Ineorruptibilität) der Welt behaupten, es ist ihr deshalb nichts anzuhaben, sie ist frei, in ihrem Gange nicht gebunden; wir aber haben die Tradition zur Seite und finden in ihr eine berechtigte Leiterin. Uebrigens sollte auch die philosophische Forschung, soweit sie ihre Beweise aus der Natur abholt, bescheiden zu Werke gehen und sich ihrer Unzulänglichkeit bewusst sein. Vermögen wir die Ursache der Eigenschaft des Magnets zu ergründen, durch die er von fern Eisen anziehet und das von ihm angezogene Eisen nach dem Nordpol mclinirt?2) Würde man dieses Aristoteles erzählt haben, er hätte es für eine Fabel gehalten, und doch zeigt die Erfahrung dessen Wirklichkeit: sollte also «nicht die Forschung mit etwas weniger Zuversichtlichkeit auftreten? Wir wollen uns umsomehr der Leitung der Tradition anvertrauen, als die Schrift sich zuweilen bildlich erklären lässt Und manche ihr. widersprechende philosophische Meinung, in ihr durch Umdeutung gefunden werden kann,3) die Tradition aber klar und unverblümt spricht. So die Lehre von der Unsterblichkeit der Sqjpe: was aus der Vision Ezechiel's (37, lf.) für sie gefolgert wird, kann als Bild erklärt werden und ist nicht beweisend. Auch die hierfür von den Lehrern aus der Schrift gebrachten Beweise (Talmud Synhedrin 90) sind nur Anlehnungen, Anknüpfungspunkte. Die Tradition allein hat uns seit undenklicher Zeit die Unsterblichkeit gelehrt. Befragt über sympathetische Curen, gestehet er offen (Resp. 413, vgl. ferner 167. 425), er befinde sich hierüber in grosser Verlegenheit, da sie nach manchen Stellen als abergläubisches Werk verboten, nach anderen gestattet seien. Es wäre vor Allem zu untersuchen, ob sie von wirklichem Erfolge begleitet sind. Maimonides meint, Zaubereien und andere dergleichen Werke sind eitel Lug und Trug, und hat sie die Schrift deshalb verboten. Andere sind der Ansicht, sie seien von Einfluss, aber die Schrift will, dass wir uns mit unbedingtem Vertrauen Gott hingeben, und darum verbietet sie das Hinneigen zu jenen. Die Philosophen wieder bestreiten *) Vgl. auch F. Resp. 286 1W nü» xhl D^Dil v© hy BiW hram }i"Dn \3D hü T»JD, es muss sein, pDH "UD wie im obigen Resp. 3) Der kundige Leser wird leicht erkennen, dass b. Aderet hier den More Nebuchim Maimonides' im Auge h£jft