Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1865
- Date
- 1865-01-01
- Page
- – (sequence 44)
- Language
- German
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42 Wir können uns hier nur auf einige schwache Mittheilungen beschränken. Auf die Anfrage über den Widerspruch zwischen 2. Samuel 24, wo sieben Jahre Hungersnoth, und 1. Chronik 21, wo sie durch drei Jahre angedroht wird, meint b. Aderet (Resp. 12), nachdem er die Erklärung anderer Exegeten angeführt, die angedrohte Hungersnoth solle drei Jahre coiitinuirlich, die anderen vier Jahre mit Unterbrechung sein, in der Gesammtheit also sieben, nach der Intensität aber nur drei Jahre. Ueber andere Differenzen zwischen Chronik und 4en anderen Büchern der Schrift erklärt er, dass die Verschiedenheit des Ausdruckes, wenn nur der Sinn nicht alterirt ist, nichts Auffallendes habe. Findet man doch selbst im Pentateuch derartige scheinbare Widersprüche. So wird Genes. 46, 10. Exod. 6, 15 einer der Söhne Simons „Zochar" und Num. 28, 13 „Serach'' genannt. Aber beide Namen haben die adjective Bedeutung „Glanz", darum diese und jene Benennung, (und dasselbe Verhältniss in den Differenzen der Chronik)* Auf die Anfrage: Talmud Sota 10 ist angegeben, Simson sei zwei und zwanzig Jahre Richter gewesen, Richter 16, 31 hingegen wird gesagt, „er richtete Israel zwanzig Jahre", erwidert er (Resp. 88), in unserem Talmudtext ist auch Sota die Leseart zwanzig Jahre.10) Augefragt über die Leseart Onkelos Genesis 25, 27 erklärt er: es sei zu lesen pHW PÜ 123 d. i. ein Mann, der keine eigentliche Beschäftigung hat und nur dem Vergnügen lebt. Andere lesen pTltf ru> ebenfalls in derselben Bedeutung.1) Befragt über die in einem seiner Werke aufgestellte Behauptung, die Welt werde einst aufhören, antwortet er (Resp. 9): Die philosophische Forschung mag die Uhvergängdes einen Werkes in dem anderen, sie -wiederholen sich sogar zuweilen in -demselben Werke. Wo wir nicht den Theil angegeben, ist auf den 1. Theil zu beziehen. 10) Und so haben es unsere heutigen Talmudausgaben. *) Fernere exeget. Erklärungen Resp. 11. 57. 73. 79. 114. 117. 363. 478. 491 uffd sonst, deren mehrere über Stellen talmud. und nachtalmud. Autoren Aufschluss bringen. Auch über manche Verse liturgischer Hymnen wird Aufschluss gegeben. Vgl. Resp. 538 über einen Vers eines Hymnus des Isaak Ibn Giat, und Resp. 26. 593.