Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1864
- Date
- 1864-01-01
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
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xn Josephus daselbst erzählt: ^Oviac [itv, sie raiv uQyjSQtuiv, im*Qavi]Gac, sZtßaXs Tijc noXmg rsg' visg Taßia. Ol 6t Y.a.TuxpvyQVCtc ngog ^Aviioyov tv.tTSVGav •/.. %. X. Menelaos, der Hauptführer der Hellenisten, der abtrünnige Priester, welcher nicht nur selbst den Gott Israels mit dem olympischen Jupiter vertauschte, sondern auch das Volk zur Abtrünnigkeit zwingen wollte, er war zugleich Parteiführer der Tobiaden. Yergl. Josephus Antiquitäten XII. 5, 1 . . . ht 6t MsveXccs fioiQag ot Torfts rraTösf syevowo. Man geht daher nicht fehl, wenn man die Parteistellung in Judäa zur Zeit des Antiochos Epiphanes in solcher Weise gruppirt: Die Tobiaden, die Hellenisten, waren syrisch gesinnt, die Nationalen, die Frommen hielten sich zu Egypten. Daher ist es erklärlich, wie der in Folge der Tyrannei von Seiten des Antiochos aus Jerusalem entflohene Hoherpriestersohn Onias IV. vom egyptischen Hofe so überaus freundlich aufgenommen wurde und viele Begünstigungen und eine hohe Stellung erhielt. Er war eben Sohn des Hohenpriesters Onias III., welcher zugleich national und egyptisch gesinnt wTar und gegen die Tobiaden gekämpft hatte. Die Parteinahme der Römer für Ptolemäus und Antiochos' Demüthigung vor Alexandrien durch die römischen Gesandten erhöhte ohne Zweifel, so wie sie bekannt geworden waren, den Muth der egyptischen Partei in Judäa, d. h. der Nationalen. Sie haben wohl auch aus ihrer Schadenfreude und ihrer Hoffnung, wieder zu Egypten zu gehören kein Hehl gemacht. Und eben diese ihre Haltung reizte den Zorn des so tief gekränkten Syrerkönigs gegen sie. Sein verhaltener Ingrimm gegen das ihm Gesetze vorschreibende Rom und gegen den ihm entwischten Ptolemäus machte sich gegen die Juden Luft. Diesen Zusammenhang der Begebenheiten giebt die Danielische Apokalypse deutlich genug an (12, 29— 31): „Zu einer Zeit wird er (der König des Nordens, Syriens) zurückkehren (nach dem Süden, Egypten); aber es wird nicht sein wie zum ersten und zum letzten Male. Es werden gegen ihn kommen chithäische (römische) Schiffe, und er wird gedemüthigt werden (rttOJI CTO D,,2? D ttO)>; er wird umkehren und wird zürnen auf den heiligen Bund und wird es ausführen. Er wird wieder achten auf die Verächter des heiligen Bundes (unp mn OT hv p1!, d. h. die Hellenisten, die syrisch gesinnten Tobiaden). Schaaren von ihm werden aufstehen, werden entweihen das Heiligthum, die Feste, werden abschaffen das tägliche Opfer und werden den „Gräuel der Verwüstung" aufstellen." Sämmtliche feindselige Akte des Antiochos Epiphanes gegen das Judenthum und die Juden sind nichts anderes als ein Ausfluss seiner schweren Gereiztheit in Folge seiner Demüthigung durch Rom. „Verstimmt und seufzend". führte er nach der ihm gewährten Frist von einigen Tagen das Heer nach Syrien zurück, „für den Augenblick sich fügend." wie Polybius dessen Gemüthsstimmung treffend schildert (89, 10, 20—24): 616 xai 6o$€iGmv avröj ^AvTioyof) tccxtmv rjftSQwv ovrog (itv ä-rv^yero rag 6vrafjtng ug zqv 2vQiavs ßaqm>6(iavog \ilv xai gtevoov, eixuiv dt rolg xaiQoig %axa rö nagov.