Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1864
- Date
- 1864-01-01
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
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IX pYijn ♦•♦□■•mifcwnn bv löfco p iök, pv^mrimp md?o })bzpv .cdt»bjs nöa: bun ,py 'Dl c^öwrfr wfcn nw frw pD rrnnü mw ttrvD nvp pfcv. Joseph Albo, der die Nachricht von dieser Schrift erhalten hat, zeigt sich mit dieser Auslegung einverstanden (daselbst). Selbst Abrabanel, so sehr er auch Gallipapa wegen dieser conseqnenten Durchführung verketzerte, konnte nicht umhin, manche Züge im Daniel durch Begebenheiten unter Antiochos Epiphanes zu erklären (in seiner Schrift njipriTO, vergl. p?£ 8, *lftn 2 und pyö 9, nan 5). Es wird sich weiter zeigen, dass auch der Talmud die Danielischen Visionen mit denselben Thatsachen zu parallelisiren scheint. Die Digression über den Hintergrund der Danielischen Apokalyse soll dazu beitragen, das Resultat zu constatiren, dass die Entweihung des Tempels durch den Syrerkönig jedenfalls länger als drei Jahre gedauert hat, und dass also die Angabe des ersten Makkabäerbuches: dass die Entweihung, d. h. das Aufrichten des „Gräuels der Verwüstung," des olympischen Zeus, auf den Altar, das Aufhören des täglichen Opfers und der Anfang des Opferns für die Götzen im Tempel am fünfzehnten oder fünfundzwanzigsten Casleu stattgefundenhätten, nicht zuverlässig ist. Unsere Frage über die Dauer der Tempelentweihung involvirt daher die andere: Wann hat die Entweihung ihren Anfang gehabt? Darüber giebt der Talmud einen Aufschluss, der erst durch den Zusammenhang der politischen Begebenheiten rechtes Licht erhält. Die Mischnah (Traktat Ta'anit Ende) theilt nämlich eine historische Tradition mit: Am siebzehnten des Monats Tammus habe ein Apostomos eine Thora-Rolle verbrannt und ein Götzenbild im Tempel aufgestellt: rpw •♦••flfcra "wy njnaa ^DVD tiTü "Ptoyrn minn riN DlöttDDlBK. Die Geschichtsepoche, in der nämlich das letzte Factum, das Aufstellen des Götzenbildes im Tempel, stattgefunden hat, macht der jerusalemische Talmud von der Leseart abhängig, ob Töyn oder -i&jnn. Im ersten Falle sei der Sinn der Tradition: derselbe Apostomos, welcher die Gesetz-Rolle verbrannt, habe auch den Tempel durch das Aufstellen des Idols entweiht; im letztern Falle dagegen lägen die zwei Facta um mehrere Jahrhundert auseinander, indem sich die Entweihung des Tempels auf den götzendienerischen jüdischen König Manasse bezöge (JeruschalmiTa'anit p. 68 d.): -itt*n }nö ,mroö bw ,-iöjnn ~i£*n jkö n\s* •fevn d?s -pöym bw lü^s. Mit Recht bemerkt der Mischnah-Commentator Obadja da Bertinoro (um 1500), dass, im Falle beide Unthaten von demselben Apostomos ausgegangen seien, die Entweihung des Tempels durch das Götzenbild am 17ten Tammus in die griechische Zeit, d. h. unter Antiochos Epiphanes, zu versetzen sei. Der babylonische Talmud scheint dieses Factum ohne Weiteres dem Syrerkönig zur Last zu legen, und beweist es durch Heranziehung eines Verses in Daniel (Ta'anit p. 28b.): □öW pptt> nrh) Tfcnn "iDin nj?üi stoi?]^ö biTG dys Töyn, d. h. das Aufstellen des Idols im Tempel im Tammus sei eben derDanielische „Gräuel der Verwüstung." Der babylonische Tal- 2