Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1863
- Date
- 1863-01-01
- Page
- – (sequence 28)
- Language
- German
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XXV in oppositum, dicens illum dicere falsum: eo quod videret, quod homo jam perfectus minori tempore non vivit nisi comedat, et egerat et spiret et hominem cito mori si clauditur invase ampliori quam sit venter matris: et forte diceret impossibile fuisse, quod venter suus fuisset apertus ad umbilicum et postea umbilicum suum esse colligatum et praecisum, eo quod videret hominem mori qui parvum volmis accepit in venire. Per omnem hunc modum volunt isti, quod falsum sit de mundo jam incipiente secundum sua principia, quod falsum esse videtur in propagatione mundi qui jam est completus et perfectus. mur et paullatim crescimus ac vivimns, donec ad certam quandam magnitudinem pervenimus; tum aperitur inferius in corpore porta quaedam per quam eximus, nec tarnen postea crescere desinimus usque dum ad hanc circiter (?) qua nos vides, quantitatem pertingimus. Puer ille orbus necessario statim iterum quaeret: Dum ita parvi fuimus in ventre, ibi viximus, nos movimus et crevimus, an quoque comedimus, bibimus et per os ac nares respiravimus? an excrementa ejecimus? Si respondetur ei quod non, ipse sine dubio hoc incipiet negare et demonstrationes exstruere ex impossibilibus, argumentando ab ente perfecto et dicet: Quilibet nostrum, si vel per unicam horam careat respiratione mori cogitur et omnes ejus notus cessant, quomodo ergo credi potest e. ct.l) Hoffentlich wird man nach dieser Probe nicht zweifeln, dass Albert hier nichts Anderes gegeben hat, auch nichts Anderes hat gebeu wollen, als einen gedrängten Auszug aus der Maimonidischen Abhandlung. Wir unterlassen es daher, das jetzt wohlfeile Geschäft der Parallelisirung fortzusetzen, um etwa auch noch von dem Schlusscapitel der Abhandlung, dem fünfzehnten, nachzuweisen, dass es eine blosse Reproduction des zweiundzwanzigsten Capitels der Maimonidischen Abhandlung sei. Dagegen glauben wir auf ein Ergebniss aufmerksam machen zu müssen, das aus unserer Gesammtuntersuchung folgt und nicht ohne Einfluss bleiben darf auf die Darstellung der Meinungen aller mittelalterlichen Philosophen. Die mittelalterlichen Philosophen, wie überhaupt die mittelalterlichen Gelehrten, sind, wie das auch sonst bekannt ist, nicht sorgfältig in der Angabe ihrer Quellen. Nicht um sich den Ruhm fremder Leistungen anzueignen, oder um den Ruhm Anderer zu verkleinern, sondern weil ihnen der geschichtliche Sinn abgeht, der die Meinungen durchaus in concreter Verbindung mit dem Autor, der sie ausgesprochen, mit der Zeit, die sie zur Reife brachte, mit der Umgebung, die ihr Entstehen begünstigte, fassen will. Es kann nichts Charakteristischeres geben als die Naivität, mit der Albert selbst, tjrotz seiner Manie, Namen anzuhäufen, über diesen Punkt sich äussert. Es handelt sich um die Frage, ob nsql ^/t^ve/'ac ein echtes, dem Aristoteles zuzuschreibendes Werk sei, *) Maimonides malt das Gleichniss noch weiter aus. Da man es aber wohl bereits als identisch mit dem von Albert gebrauchten erkannt hat, so wollten wir das weitere Ausschreiben als überflüssig nicht fortsetzen. Die kleinen Ungenauigkeiten in der Buxtorfschen Uebersetzung Ihun hier dem Sinn zu wenig Eintrag, als dass wir sie erst hätten anmerken sollen.