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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1863-01-01 · 1863 · page 23

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1863
Date
1863-01-01
Page
– (sequence 23)
Language
German
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XX monides und ist durch seinen Inhalt geeignet, unsere Vorstellung, wie eingehend Albert sich mit dem Mainionides beschäftigt habe, noch bestimmter zu gestalten. Für denjenigen nämlich, der den More Nebuchim nur an Ort und Stelle zu Rathe zieht, entsprechen sich die beiden Capitel nur ganz im allgemeinen. Wie Albert sein Capitel überschreibt als eine „digressio declarans rationes sophisticas aliquorum objicientium contra motus aeternitatem," so heisst es bei Maimonides: „Ich sage also, in Betreff alles dessen, was diejenigen unter den Motakallemin vorbringen, welche vermeinen, das Entstandensein der Welt bewiesen zu haben, dass ich diese Beweise nicht annehmen und dass ich mich nicht selbst täuschen will, indem ich die sophistischen Methoden mit dem Namen „BeweiseCi belege." Im besonderen jedoch scheint Albert sehr viele von Maimonides gar nicht berührte Punkte vorzubringen. Dieser Schein schwindet aber, wenn wir wahrnehmen, dass Albert nur einem Hinweis des Maimonides auf das von ihm im ersten Theil des More (cap. 74) gegen die Motakallemin Gesagte ') folgt und mit Recht das von Maimonides hier nicht erst Wiederholte einschiebt. So, um nicht zu ermüden, wollen wir nur einen der von Beiden als sophistisch bezeichneten Beweise für den Weltanfang aus dem ersten Theile des More und unserem Capitel parallelisiren. Albert cap. XU. Maimonides (M. N. 1, 74 via septima) Alia est quae fundatur super idem: quoniam Yia septima 2) qua itidem recentiorum quidam si mundus stetit Semper, tunc generatio omnium utitur. Vult hic stabilire novitatem mundi per specierum hujus mundi fuit Semper, sicut est id quod philosophi dicunt de animis, illas non modo: ergo infiniti homines generati et mortui interire, sed perpetuo superstites manere. Dicit sunt in mundo: sed secundum philosophos anima si mundus est antiquus, semper homines aliquos hominis manet post mortem: ergo infinitae animori infinitumque esse eorum qui moriuntur numae sunt actu manentes et exutae corporibus: merum3) et per consequens infinitas esse aniergo in numero animarum separatarum a cornias et quidem simul existentes. Atqui jam deporibus est infinitum actu: et hoc est impossimonstratum est, hoc posterius esse falsum, exbile. istere posse plura numerabilia infinita simul et eodem tempore. Zu diesem Beweise bemerkt Maimonides, es sei wunderlich, ein Unbekanntes durch ein noch Unbekannteres erhärten zu wollen, und wendet das talmudische Sprichwort auf denselben an: „Dein Bürge bedarf eines Bürgen." Und Albert schreibt ihm folgend: Quod autem inductum est de numero animarum exutarum a corpore, firmum est et forte vaide, sed tarnen indiget probatione, illa videlicet quod animae maneant post mortem. Die folgenden Capitel (13, 14, 15) sind in ihren *) Maimonides sagt nämlich in unserem Capitel: „Ich habe bereits die Methode, durch welche die Motakallemin die Schöpfung der Welt erhärten, angeführt und Deine Aufmerksamkeit auf den Angriff gelenkt, zu dem sie Gelegenheit geben." a) Die Uebersetzung ist nicht ganz genau. Via septima ist nur als Ueberschrift zu fassen. Es muss beginnen: recentiorum alius contendit stabiliri posse novitatem mundi per id e. c. t. 3) Auch hier ist die Uebersetzung nicht in Ordnung. Es muss heissen: Dicit, si mundus esset aritiquus (aetemus), hominum praeterito tempore infinito mortuorum futurum esse numerum infinitum.

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