Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1863
- Date
- 1863-01-01
- Page
- – (sequence 21)
- Language
- German
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xvm que dubio ad actum prophetiae nequaquam denum ab omnibus oblectationibus corporalibus et veniet sequens passiones concupiscentiarum naimmunitate affectuum ab omni superbia e. ct. turalium et timores rerum variarum e. ct. Albert schliesst, indem er die Vorahnungen des Socrätes als Beispiel der Prophetie, von der er hier habe handeln wollen, aufstellt und indem er diese noch einmal unterscheidet von der Prophetie, von der die Theologen reden und die aus physischen Gründen überhaupt gar nicht erkannt werden könne. Wir gehen zur zweiten Abhandlung über. n. Albert's Abhandlung über die Weltschöpfimg. Das Thema unserer Abhandlung ist in einem noch höheren Grade als das voraufgegangene ein solches, das den Theologen Albert gleich sehr interessirt wie den Philosophen. Der Weltanfang oder die Weltewigkeit, die biblische oder die aristotelische Weltanschauung, sie Hessen keine Ausgleichung zu. Man musste sich für die eine oder die andere Ansicht entscheiden.. Zwar konnte Albert in seiner Physik sich ganz objectiv verhalten und nur als Interpret der aristotelischen Meinungen auftreten. In seiner Summa konnte er dann das Versäumte nachholen und vom theologischen Standpunkte aus gegen das natürliche Werden die Schöpfung durch das Wort geltend machen. Aber, so sehr Albert auch gewohnt ist, die beiden Gesichtspunkte, den physischen und den theologischen, auseinander zu halten, so bedenklich musste ihm doch und wohl noch mehr den Lesern, für die seine Abhandlung bestimmt war, ein solcher unvermittelter Widerspruch zwischen dem lumen naturale und dem durch Inspiration Erkannten erscheinen, und so dankbar musste er die Arbeit eines Mannes begrüssen, den er zwar nur als Philosophen anerkannte, dem es aber auch als solchem gelungen war, die aristotelischen Beweise für die Weltschöpfung zu erschüttern, ohne darum mit den Principien des Aristotelismus überhaupt zu brechen. Daher räumt Albert in seiner Physik so ziemlich dem grössten Theile der weitläufigen maimonidischen Abhandlung über diesen Punkt einen Platz ein. Sonderbar genug aber citirt er ihn nur für einzelne Punkte, nennt ihn aber nicht da, wo er ihn ganz ausschreibt, sondern verspricht die Namen „der Autoren, die das geschrieben,"1) in der Metaphysik anzugeben, ohne dass dies dort in der erforderlichen Weise geschieht. Bei der literarischen Weitherzigkeit, die sonst in den Schriften Albert's sich documentirt und mit der er ohne Unterschied jüdische, mohammedanische und heidnische Lehrer umfasst, kann es nur Furcht vor Missdeutung sein, die ihn abhielt, die Benutzung gerade des Hauptrepräsentanten der jüdischen Philosophie jener Zeit in ihrem vollen Umfange sehen zu lassen2). Auch in seiner summa übrigens nimmt er noch einmal die Maimo- J) Phys. 334: Nos autem omnia ista cum diligenti studio in prima philosophia tractabimus et inquiremus etiam exquisite, ubi ponemus nomina Auctorum qui haec scripserunt. 2) Wenn das spectilum astronomiae (Alb. opp. tom. V) echt ist, was von Manchem bezweifelt wird so können wir daraus genügend das Misstrauen sehen, mit dem selbst religiös gleichgültige (asti-onomische) Bücher, die von Andersgläubigen abgefasst waren, angesehen wurden, so dass in der genannten Schrift die Verteidigung eines Theiles derselben übernommen werden muss, eine Verteidigung, die stellenweise ein