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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1863-01-01 · 1863 · page 12

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1863
Date
1863-01-01
Page
– (sequence 12)
Language
German
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LX fisch christliche Themata jeden fremden Einfluss ausschliessen, kein Kundiger hie und da den methodischen und sachlichen Einfluss des More Nebuehim vermissen wird1): so befindet er sich doch häufig genug in hellem Gegensätze zu einem Manne, der in philosophischer Weise zu lösen sich erkühnt, was nach Albert nur theologisch sich erkennen lässt. So macht er sich *) Ausser dem in einer früheren Note angeführten ausdrücklichen Citat aus der summa theol., das uns zu einer näheren Erörterung noch Gelegenheit bieten wird, führen wir Folgendes an: Wenn Albert an dem ontologischen Beweise des Anseimus und an den andern überkommenen Beweisen für das Dasein Gottes sich nicht genügen lässt, sondern noch zwei andere hinzufügt, einen, welcher von der Bewegung und einen anderen, der von dem eingeschränkten Sein ausgeht (I summa theol. pag. 63), so schreiben wir das dem Einflüsse des More zu. Denn diese beiden Beweise nebst einem dritten, den Albert ebenfalls kennt (de causis et processu univ. S. 534 und tom. III. metaphys. S. 73), bilden, da der vierte vom ersten sich nicht wesentlich unterscheidet, die sämmtiichen überhaupt von Maimonides (More II, 1) für das Dasein Gottes gelieferten Beweise. Das Bild von der Sonne, auf Gott angewendet, ist freilieh ein bekanntes neuplatonisches Bild. Aber, so wie Albert (I sum. theol. S. 31) dieses Bildes sich bedient, um die Unbegreiflichkeit Gottes zu veranschaulichen, gerade nämlich wie das Sonnenlieht wegen der Immensität seines Lichtes von dem Gesichte nicht wahrgenommen werden könne, gibt es sich sofort als das von Maimonides (More I, 59) gebrauchte zu erkennen. Der Satz, an dem Albert festhält, dass zwischen dem Endlichen und Unendlichen in keiner Beziehung Aehnlichkeit stattfinde (similitudo autem finiti et proprietas ad infinitum nulla est), und der denselben Sachverhalt anders ausdrückende Satz, dass dasselbe Attribut auf Endliches und das Unendliche angewendet durchaus nicht dasselbe bedeute (Deus non univocatur cum creatura in aliquo), ist Maimonidisch. Vgl. die sorgfaltige Auseinandersetzung dieses, Satzes More I, 56 u. a. a. St. Ebenso wenn Albert — es sei denn auf dem Wege der Gnade — keine andere Erkenntniss Gottes zulässt als via negationis. Das Capitel im 1. Theil der Summa; Quid sit cognoscere Deum facie ad faciem, erinnert in dem, was als charakteristisch für die Erkenntniss Gottes, die Moses hatte, gesagt wird, an More I, 37. Die scharfsinnige Ansicht, dass das Uebel, weil eine Privation, auch nicht geschaffen ist und als solches auch keinen Schöpfer braucht, sammt den Beispielen von der Blindheit (summa theol. S. 151 ff. und S. 157) ist aus More III, 10 und anderen Stellen. Selbst in den Partien über die Gottesnamen, so sehr sie sieh auch an Pseudo-Dionvsius und an Kirchenväter anschliessen, wird nicht leicht maimonidischer Einfluss sich verkennen lassen. So namentlich in dem Capitel, das übersehrieben ist: de nominibus privativis utrum praedicentur de Deo. Einzelnes ist zu unscheinbar, als das? es sich bequem zeigen Hesse. Wir führen daher nur noch eine interessante exegetische Benutzung aus der summa de creatnris an: Albert summa de creatnris Maimonides More Hebuchim (tom. XIX pars I pag. 231). (tom. II cap. 30). Deinde quaeritur de his quae facta sunt secunda Was Deine Aufmerksamkeit ferner verdient, das die.....tantum duo restant quaerenda scilicet ist der Grund, warum es beim zweiten Schöpfungs- .....quare secunda dies non habet benedictiotage nicht heisst "O (dass es gut sei). Du nem? non enim ponitur ibi verbum signifieans actum kennst die Meinungen, welche unsere Lehrer darüber benedictionis sicut in aliis.....Nec etiam pogeäussert haben nach ihrer Auslegungsmethode. Von nitur ibi verbum notans approbationem sicut „vidit diesen Meinungen die annehmbarste ist, dass „das Deus quod esset bonum." Dicendum quod opus Werk des Wassers noch nicht vollendet war." So secundae diei dependet ab opere tertiae diei e. ct. oft man nämlich von einem der Schöpfungswerke spricht, dessen Dasein sich verlängert und hinzieht, bis es zu seinem endgültigen Zustande gelangt, sagt man nicht, dass es gut sei u. s. w.

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