Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1862
- Date
- 1862-01-01
- Page
- – (sequence 39)
- Language
- German
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37 zen, den Anfang dieser Münzprägung um das Jahr 139 vor der üblichen Zeitrechnung, in welchem Jahre dem Hohenpriester Simon, Bruder des Juda Maccabäus, von Antiochus VII. die Erlaubniss, Münzen zu prägen, ertheilt wurde (1. Maccab. 15, 6). Die Zahlen 1, 2, 3, 4 auf den Münzen werden auf das erste, zweite, dritte und vierte Jahr dieses Münzrechts bezogen. Das neueste oben genannte grössere Werk von de Saulcy classificirt die jüdischen Münzen in Gruppen, von denen die älteste unter die Regierung Alexander's des Grossen nach der Besiegung der Perser, wo er den Juden durch ihren Hohenpriester Jaddua gewisse Freiheiten gewährte, gesetzt wird (330 vor der üblichen Zeitrechnung). Das Emblem dieser Silberschekel ist: Auf der einen Seite: Ein blühender Aronsstab mit der Umschrift: niznp C^PVT (Das heilige Jerusalem). Auf der andern Seite: Eine Vase ohne Henkel, darüber (erstes Jahr) und Umschrift: bwW1 bpw (Schekel Israel's). Gewicht 14,2 Gramm. Die Halbschekel haben dieselben Embleme mit der Umschrift: bpwn (Halber Schekel). Ebensolche Schekel und Halbschekel aus dem zweiten Jahre haben: nwnpn □Wn'» (Das heilige Jerusalem) und 2ttf für 2 DW (zweites Jahr) über der Vase. Gewicht 7,1 Gramm. Schekel aus dem dritten Jahre haben: W für 3 DjW (drittes Jahr). Gewicht 14,65 Gramm. Halbe und Viertelsehekel aus dem vierten Jahre sind aus Kupfer und haben als Emblem: Auf der einen Seite: Eine Palme zwischen zwei Körbchen, andere haben einen Ethrog, noch andere eine Vase, Umschrift: )T>!» rÖXX? (Zur Erlösung Zions). Auf der andern Seite: Einen Ethrog zwischen zwei Lulaw, Umschrift: "»Sil IW (Viertes Jahr halber [Schekel]), grösstes Gewicht 16,3 Gramm; oder zwei Lulaw, Umschrift: j;rw rütP (Viertes Jahr viertel [Schekel]), grösstes Gew. 9,2 Gr. Die zweite Gruppe sind Hasmonäermünzen. Die Legenden sind nicht ganz vollständig, sind aber durch mehrere Exemplare ergänzt. 1) Kupfermünzen von Judas Maccabäus (164—161 vor der üblichen Zeitrechnung). Auf der einen Seite: In einer Olivenkrone die Legende cmrpn "Dm blXl jnan iTnrP (Jehuda der Hohepriester und Freund (?) der Juden). Auf der andern Seite: Eine Granate zwischen zwei Füllhörnern. 2) Kupfermünzen von Jonathan (161—143 vor der üblichen Zeitrechnung). Mit demselben Emblem und derselben Legende, nur statt mW (Jehuda) steht pI» oder jrüirp (Jonathan). Bilingue Kupfermünzen. Auf der einen Seite: Eine Blume, Umschrift: "f^ön pjirp (Jonathan der König). Auf der andern Seite: Ein Anker in einem Kranze, Umschrift: 'AXe^ävÖQov ßacfiXäag. Die letzteren schreibt de Saulcy Alexander Jannai zu, der bei den Juden Jonathan genannt wurde (?). 3) Kupiermünzen von Johann Hyrcan (135—106 vor der üblichen Zeitrechnung). Fast dieselben Embleme wie die von Judas und Jonathan, auch dieselbe Legende, nur der Name ein anderer, hier steht pmrP, auf anderen jJDirp (?) (Jochanan).