Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1862
- Date
- 1862-01-01
- Page
- – (sequence 38)
- Language
- German
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36 ferner spricht er von darauf geprägten Jahreszahlen |P2f nörub ~p) "p DW oder "O^D *\bfcb *pi "p nw. Auch fuhrt er hilingue Münzen an, auf deren einer Seite samaritanische Schrift, auf der andern griechische Schrift sich befindet, und glaubt Alaschkar, dass die letzteren Münzen in der Zeit, wo die Juden unter griechischer Herrschaft standen, geprägt wurden'221). Eine andere Abbildung eines selbstgesehenen Silberschekels liefert Asariah dei Rossi222): Auf der einen Seite: Eine Vase mit darüberstehenden zwei Buchstaben ~W und Umschrift: bpW btnw* (Schekel Israels). Auf der andern Seite: Ein Stab mit drei blüh enden Aesten und Umschrift: rffl)lpn nty&W (Das heilige Jerusalem). Das "Rtf liest dei Rossi für in bpW (Schekel David's), von späteren Numismatiken! wurde es auf ähnlichen Münzen für 1 ruttf (viertes Jahr) angesehen, da man Münzen mit tW ,310 ,W gefunden, die man in gleicher Weise für K rültf ,2 DjW ,a rtittf (erstes, zweites, drittes Jahr) gelesen. Die erste Sammlung mit Abbildungen jüdischer Münzen lieferte Villalpandus223), und da er den Namen Samuel auf einer Münze gelesen, so giebt er den Münzen mit samaritanischer Schrift ein hohes Alter. Kircher 1653 war der erste, der den Namen Simon auf einer Münze gelesen224), und Hottinger 1659225), der auf zwei Münzen mit samaritanischer Schrift den Namen Simon gelesen, schloss, dass diese Münzen in der Maccabäerzeit geprägt wurden. Der erste numus incusus, nämlich ein samaritischer Stempel auf einem römischen Gepräge, und zwar auf einer Münze von Trojan, wird im Jahre 1713 von Heurion226) angeführt, und schreibt er alle Münzen mit dem Namen Simon nicht dem Maccabäer Simon, sondern dem Pseudoniessias Simon Bar-Cochba (Ben-Cosiba) zu. Seine dafür vorgebrachten Beweise wurden von dem gelehrten Orientalisten Pinart widerlegt. Fröhlich2'27) gab im Jahre 1774 eine vollständige Sammlung aller jüdischen Münzen. Tychsen in seinem oben angeführten Werkchen hält alle jüdischen Münzen mit samaritischer Schrift für falsch. Barthelemy2'20) hat auf Münzen den Namen Jonathan (Maccabäus, 161 —143 vor der üblichen Zeitrechnung), auf Münzen mit bilinguer Umschrift den hebräischen Namen Jonathan, den griechischen Namen Alexander gelesen. Perez Bayer in seinem obengenannten Werke widerlegt Tychsen, ordnet alle bis zu seiner Zeit bekannten jüdischen Münzen, und setzt, trotz der von Barthelemy bekannt gemachten Mün- 22') Reland, de numis veter. hebr. 1709.; führt auch zweisprachige Münzen an. 222) Meor Enajini Mantua 1574, cap. 56, pag. 171 f. a23) Apparates urbis ac templi Jerosolyniitanae. Romae. fol. 1604. Die zweite der in Palästina gesammelten, von Reichardt in der Zeitschrift der deutschen morgenländischen Ges. 11. Band, pag. 155 mitgetheilten, als inedirt angegebenen Silbernlünzen stimmt mit der von Asariah dei' Rossi hier angeführten Münze vollkommen überein. 224) Oedipus aegyptiacus. Romae 1653. fol. 225) Cippi hebraici. Dissertatio III. de numis orientalium. Editio secunda. Heidelbergae 1662. 226) Histoire de l'Academie des inscriptions. Tom. II. 22T) Annales regum et rerum syriae numis illustrati. Viennae 1774. fol. 22e) Dissertation sur deux medailles samaritaines d'Antigonus. Memoire de l'Academie Royale des inscriptions et belies lettres. Tome XXIV.