Mannheim
Compact Memory

Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1862-01-01 · 1862 · page 37

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1862
Date
1862-01-01
Page
– (sequence 37)
Language
German
Belongs to
journal volume
OCR quality
89% known words query
IRI
…/2720904-2720917-2720918--0437-2721679
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

35 2) Eine Münze von Abraham. Auf der einen Seite: rttpll )p1 (Ein alter Mann und eine alte Frau). Auf der andern Seite: rfcirQl "lirD (Ein Jüngling und eine Jungfrau). Der Midrasch Rabba216) beschreibt ausser der eben angeführten Münze Abraham's: 3) Eine Münze von Josua. Auf der einen Seite: ~W (Ein Ochs). Auf der andern Seite: D&n (Ein Reem). 4) Eine Davidsmünze. Auf der einen Seite: ^öim bpft (Ein Stab und eine Hirtentasche). Auf der andern Seite: b~0!ß (Ein Thurm). 5) Eine Münze Mardochai's. Auf der einen Seite: (Ein Trauergewand und Asche). Auf der andern Seite: 3ni mEJ? (Eine goldene Krone). Ferner führt der Mdrasch217) 6) eine gangbare Münze Mardochai's an. Auf der einen Seite: WtD (Mardochai). Auf der andern Seite: iriDN (Esther). Der palästinensische Talmud'218) lässt AbigaÜ an David die Antwort geben „pöl tfö^lö piy D^p blXM die Münze Saul's ist noch gangbar", d. h. die Herrschaft des Königs Saul besteht noch. Hierzu bemerken Raschi und Tosafoth zu Baba kama 97, b., dass die eben genannten Namen, aber nicht die Bildnisse der Personen auf den Münzen geprägt waren, da solche bei den Juden verboten sind. Ueber Münzen mit samaritanischem Schriftcharakter findet man von keinem Schriftsteller vor dem dreizehnten Jahrhunderfc irgend eine specielle Nachricht. Der erste Bericht ist von dem im dreizehnten Jahrhundert lebenden Mose ben Nachman (Ramban) am Schlüsse seines Pentateuch- Commentars. Dort beschreibt er einen von ihm in Acco gesehenen, mit samaritanischer Schrift geprägten Silberschekel und einen solchen Halbschekel: Auf der einen Seite: Ein Aronsstab mit Umschrift: D^pWi") bpW (Schekel der Schekel). Auf der andern Seite: Ein Mannakrug mit Umschrift: rwnpn C^ttMT (Das heilige Jerusalem). Gewicht P)D3 PTOtW | Unze. Die erste Abbildung eines solchen Schekels giebt Wilhelm PostelJ im Jahre 1538219). Die erste Nachricht von Münzen ausser den Schekeln mit samaritanischer Schrift findet sich bei R. Mose Alaschkar (im Anfange des XVI. Saeculi) in seinen Rechtsgutachten2-0). Dort wird als Emblem des Schekels ein Lulaw (Palmzweig) und Ethrog (Paradiesapfel) angegeben, ei6) pag. 43, b. B1T) Esther Rabba 129, d. E18) Synhedrin 20, 2. 219) Alphabetum XII linguarum. Paris 1538. 220) nftP Sabionetta 1554. Gutachten 74. 5*

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.