Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1862
- Date
- 1862-01-01
- Page
- – (sequence 35)
- Language
- German
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33 halb den Namen Geld mit Doppelzeichen (QlUDn dusignum). Der jerusalemische Talmud-02) spricht über diese Münzen in Betreff ihrer Verwendung zum Auslösegeld für „zweites Zehnt" folgendes aus „iDimnn bSN pD"» pro "p"D fbbrte----cuaon bü myfc h VTi, die Münzen mit Doppelzeichen können als Auslösegeld für einen solchen Werth, wie sie der Badebesitzer annimmt, verwendet werden." EE.?]DD Tyrisches Silbergeld. Tyrisches Geld wird mehrere Male im Gegensatze zum Provinzialgelde, rtfHtt ^D3. angeführt und als der achtfache Werth desselben angesehen203). FF. T\uh iVuh haiux, Lamina.) i^U, *^^<>V ) U ' ^Wy^ / Der Talmud204) und die Tosifta208) haben die in der Ueberschrift erwähnten Ausdrücke, die dem Zusammenhange nach eine Münze bedeuten. Sie werden wohl von Mpcc lamina, ein dünnes Plättchen, ihren Namen erhalten und für eine kleine Münze gegolten haben206). Noch mögen einige Bemerkungen über die mitunter erwähnten abgerufenen falschen und ungeprägten Münzen hier beigebracht werden. Falsche Münzen werden in der Mischna207) angeführt und im Talmud208) in zwei Sorten gruppirt, nämlich in solche, die von der Regierung für das ganze Reich abgerufen sind (nobö m^DD), und solche, die in einer Provinz abgerufen, in der andern gangbar sind (mnK nmtÄ KSW 1] ir^DD.) In Bezug auf die letzteren ist der Fall dort besprochen. „Wenn Jemand einem Andern auf eine Münze etwas leiht und die Münze ist abgerufen worden, so kann er ihm diese Münze zurückgeben W»snn *]!? t> Usb b\y), da diese Münze in Mesene zu verwerüien ist". Mesene209), eine Landschaft am untern Zusammenflusse des Euphrat und Tigris, hatte bedeutenden Handel, und von den dorthin kommenden fremden Kaufleuten wurden alle Münzgattungen für Zahlung angenommen, da sie dieselben in ihren Landestheilen verwerten konnten. Aehnliche Geldsorten giebt derTalmud2 ,n) ferner an: jrbüüü "IHK &n:TO&tt KpttS "ü*n3 WIK ZT! Könn uJHÖ ln^DDW "TOI mabn (Aruch's Leseart ist NlMKl Kp":). R. Acha spricht von zwei Sorten abgerufener Denare, die eine ist allgemein von der Regierung, die andere nur von einer Provinz abgerufen''. Das Wort Kp2K oder Np"»^ von v/xiy, Sieg, deutet an, dass hier von erbeuteten Siegesdenaren die 202j Maaser Scheni 52, 4. sos) Vergl. Anmerkung 76, ferner Mischna Bechoroth VIH, 7. Talmud Baba kama 90, b., Aboda Sara 11, a. und Tosifta Bechoroth 6 wird vffil rUD, Talmud Baba kama 36, b. und Sifra Wajikra 20 wird "H1& y$jDj Aboth de R. Nathan cap. 17 Sifri ki Seze 238. 245. und Tosifta Ketuboth 12. "«"112 tpD erwähnt. 204) Aboda Sara 34, b. 205) Demai 3. 2061 Die in Ketuboth 67, b. augeführten ^p^D "HJ1" (nach einer Leseart des Aruch ipjiij) scheinen entweder mit dem persischen Worte i<J&j OfOT) Aethiopier (Vullers lex. pers. lat. etymol. II, 155) zusammenzuhängen und würden äthiopische Denare bedeuten, oder mit dem persischen COhOtiO, welches Vullers a. a. 0. II, 489 nach älteren persischen Lexicographen als eine in Chorasan geschlagene Goldmünze von 17 Drachmen Werth angiebt. tyA *4yQ.K$t yJ", 207) Baba kama IX, 2 $>DDJ) JDÖD. ^-^»v^V, y_j v« facfl/ fripmniL W". ttf/- 20S) Baba kama 97, a. ' 209) Ritter, Die Erdkunde von Asien, zehnter Theil, drittes Buch, Westasien pag. 55. 21») Baba mezia 46, b. 5