Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1862
- Date
- 1862-01-01
- Page
- – (sequence 33)
- Language
- German
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31 W. jnn Quinar. Einen noch andern Ausdruck für den Quinar oder Victoriatus giebt die Tosifta187) und der Talmud188) an. Es durften nämlich abgenutzte Münzen nur bis zu einem gewissen Grade des Nichtvollgewichts als Münze bewahrt und ausgegeben werden, und zwar der Sela, bis er dem Schekel, und der Denar, bis er dem JD1"1 gleich wird, weil bis dahin der Grad der Abnutzung des Münzstückes bemerkbar ist und für den Vollwerth von Niemandem angenommen werden wird. Es kann daher in diesem Falle kein Missbrauch vorkommen. Steigt aber die Abnutzung bis unter die Hälfte des ursprünglichen Gewichtes der Münze, dann konnte diese Münze für ein Halbstück ausgegeben werden, indem nicht daran zu erkennen ist, dass sie weniger als ein Halbstück sei, weil sie doch früher ein Ganzstück war und die Abnutzung der Art sein kann, dass sie dennoch gross genug sei, um mit einem Halbstücke verwechselt werden zu können (vergl. Raschi zur Stelle). Die Tosifta und der Talmud discutiren dort über den Werth des jnn, und es ergiebt sich, dass er einem halben Denar gleich sei. Die Parallelstelle im Sifri189) hat statt jDn den Ausdruck Xp^ETin, und er stimmt daher mit dem Talmud überein, dass Inn einem halben Denar gleich sei. X. *«nn Sesterz. Im Talmud190) wird dieser Ausdruck für ein Viertel des Denars, d. h. einen Sesterz angegeben191). Y. rPDnCD Tressis. In den Quellen192) wird diese Münze ohne weitere Vergleichung erwähnt. Sie wird aber in der Mischna zwischen Denar und Dupondium genannt, und ist wohl der römische Tressis 3 As193). Die Tosifta194) führt tiberische und sepphorische Tressis an rvnaa nmsä nwö. Z. fcttWIED Tremissis. Das im Midrasch Threni195) bei Erwähnung des Verkehrs mit einem Athener genannte ^□'»Ü'HIO ist die griechische Münze TQif.irj<nov, der Tremissis, welcher drei Viertel eines As beträgt196). 18T) Maaser Scheni 3 und Baba mezia 3. 188) Baba mezia 52, a. 189) Ki Seze "294. i9°) Baba bathra 166, b. 191) Vergl. Sifra Sasria 3. 192) Mischna Schebuoth VI, 3. Tosifta Schebiith 6. Maaser Scheni 4. Baba mezia 3 und 4. Talmud Baba mezia 46, a. Sifri ki Seze 295. 193) Vergl. Mussafia s. v. rpD~lD. 194) Maaser Scheni 4. 195) pag. 61, a. 196) Yergi. Mussafia s. v. D'Ü'HD.