Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1862
- Date
- 1862-01-01
- Page
- – (sequence 32)
- Language
- German
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30 f Denare in Silber und nur 2 Asper 2 Maah £ Denar in Kleingeld umtauschen. Da nun Asper affugbg weiss und Xsvxbv weiss bedeutet, so ist ein Leucon 32 Peruta 1 Asper 1 Maah, und 6 Maah 192 Peruta 1 Denar. Hiernach lassen sich die aufeinanderfolgenden Meinungen der beregten Mischna der Art darstellen, dass man erhält 1 Sela, \ Sela, i Sela, i Sela, Sela, oder in Denaren ausgedrückt 4 Denare, 2 Denare, 1 Denar, £ Denar, Denar sind erlaubt in Kleingeld umzusetzen. Hieran schliesst sich noch die Meinung des Schama'i, der ein Wechseln des Sela gar nicht erlaubt, sondern die Bestimmung hinstellt: Man solle einen Sela in einen Laden hinlegen und einzeln Früchte zum Verbrauche bis zu seinem Betrage nehmen. — Vergl. Ducange Glossar, ad scriptores mediae et infimae graecitatis s. v. aanqbg. Die Mischna18-), die Tosifta183), Sifri184) und der Talmud185) führen diese Münze an, und werthet sie der Talmud dadurch aus, dass er sie dem NTnDK gleichsetzt, im Werthe einem ruHfc ybü einem halben Sus. Der Name dieser Münze, der dem Worte rqonalxa entspricht, und ihr Werth, ein halber Sus einem halben Denar, führen auf die Münze, die unter dem Namen Victoriatus bekannt ist. Ihre Prägung fällt wahrscheinlich vor 537 der Stadt Rom. Der Victoriatus zeigt den Jupiterkopf auf der Vorderseite und auf der Rückseite die das Tropäon kränzende Siegesgöttin. Hinsichtlich der Werthung desselben geht aus der Ueberlieferung hervor, dass die anfängliche von der späteren, welche den Victoriatus dem Quinar gleichstellt, verschieden war. Der Victoriatus ist keine Theilmünze des Denars, sondern gleich diesem ein Ganzstück. Ursprünglich war er 3,41 Gramm schwer, nach seiner Reduction hatte er 2,92 Gramm Gewicht. Eine merkwürdige Ueberlieferung über den Victoriatus ist vorhanden, dass diese Münze, obwohl eine römische und wie der Denar nach dem römischen Pfunde normirt, doch dem Denar gegenüber keinen gesetzlichen festen Cours gehabt, sondern Waare gewesen sei, wonach also niemand gezwungen werden konnte, für eine Schuld Victoriaten an Zahlungsstatt anzunehmen. Die authentische Bestätigung dieses Berichtes ist in den Münzen selbst gegeben, insofern das Werthzeichen in der älteren Zeit auf keiner wirklich römischen Münze mangelt, durchgängig aber auf dem Victoriatus. Elyricum wird als die Heimath des Victoriatus bezeichnet. In späterer Zeit wurde der Victoriatus sowohl mit als ohne Werthzeichen geprägt und sein Waarencharakter aufgehoben. Er wird dann dem halben Denar (Quinar) gleichwertig, und heisst dieser im gemeinen Sprachgebrauch Victoriatus186). Dieser Ausnahmezustand der eben besprochenen Münze veranlasst die Frage des Talmuds pp^Din "WE, worauf R. Scheschet die Erklärung abgiebt, dass er einem halben Denar, nämlich einem Quinar gleich sei. 182) Ketuboth V, 7. ie3) Ketuboth 5. ,84) Ki Seze 294. *85) Joma 35, b. Ketuboth 64, a. Gittin 45, b. Vcrgl. Ducange a. a. 0. s. v. r^ondiyibv. 186J Boekh a. a. 0. pag. 456 ff. Mommsen a. a. 0. 389. 390 f. 399 ff. V.