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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1862-01-01 · 1862 · page 22

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1862
Date
1862-01-01
Page
– (sequence 22)
Language
German
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IRI
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20 Um das Jahr 107 der üblichen Zeitrechnung zog Trajan die alte Münze ein und gab dafür neue aus. Diese hatte das Gepräge der alten republikanischen Denare, mit einem Restitutionsvermerk ron Trajan versehen. Jene älteren Denare wurden dabei nicht ausser Cours gesetzt, es wird nur als Ursache dieser Umprägung die Verschliffenheit des Gepräges angegeben. Diese Restitutionen sind sowohl in Gold als in Silber geschehen, von letzterem in grösserer Zahl, als von ersterem111). Wir halten nun dafür, dass R. Jochanan hier zwei Denarsorten angeben will, und zwar unter Nj^1"h iO^l will er verstanden wissen hadrianische Golddenare und unter ND^ttf KjHE NU1"! trajanische goldene Restitutionsdenare, d. h. Golddenare, welche wegen Verschliffenheit des Gepräges von Trajan umgeprägt wurden. (R. Tarn zur Stelle und Raschi zu Aboda Sara 52, b. erklären das Wort SB"'® auch durch im'H DDWj). Da man für diese beiden Sorten Golddenare, obschon sie leichter als die alten Denare waren, dennoch 25 Silberdenare zahlte, so durften solche als Auslösegeld für einen erstgeborenen Sohn benutzt werden, und zwar erhielt man bei Einzahlung eines solchen Golddenars 5 Silberdenare heraus. Durch diese Erklärung ist das Auffallende, dass Hadrian vor Trajan genannt wird, beseitigt; denn würde die Stelle lauten: Kmn NEPW NJ'nE frOj'H so wäre dies doppelsinnig, indem man auch KD^ttf auf Nj,,,|~!"in hätte beziehen und lesen können fcOlE N-)j"H und iO^Tin KD"^. Analog lässt sich vielleicht dieselbe Stelle mit einem Zusätze auf derselben Seite des Talmuds und im Tractat Aboda Sara 52, b. erklären. Abaji giebt nämlich an „'Dl E^VT» bw mJQB ^DS ND"tZ> WIE JO^mn Vüb )Wp2 Man wollte die Denare Ken» wna CT" wegen der jerusalemischen Prägung vernichten-'. Die trajanischen Gold- und Silber-Restitutionsdenare und die hadrianischen Denare waren in Palästina gangbare Münze. Da nun die Römer wahrscheinlich das mit jerusalemischer Prägung versehene, für den Tempel bestimmte Geld in Besitz genommen hatten, wollten die Juden in der Bar-Cochbaischen Revolutionszeit durch Aussercourssetzung dieser trajanischen und hadrianischen Denare die Römer dazu bringen, dass sie das mit jerusalemischer Prägung versehene Geld wieder circuliren lassen, damit diese Münzen einzeln eingesammelt und für heilige Zwecke verwendet werden können. Es unterblieb aber aus dem dort Bechoroth 50, a. angeführten Grunde, dass mit der Besitznahme dieser Münzen sie ihren geheiligten Charakter eingebüsst hätten Es wäre hier also eine Andeutung, dass der Talmud Münzen mit jerusalemischer Prägung aus der hadrianischen Zeit erwähnt11-). Zu den Kupfer- und Silbermünzen übergehend, fangen wir mit dem kleinsten Nominale an. IIb. Kupfer- und Silber-Münzen. A. nCDHD Peruta. Die Peruta wird als die kleinste Kupfermünze angesehen113). Ihr Gewicht ist nicht angegeben, sondern nur ihr Werthverhältniss zu einem höheren Nominale, dem ,pi?IS1i<n ID^N; sie wird 111) ilonimsen a. a. 0. pag. 758. 759. 112) Die □•jiD-p Etttttt DCOT ed. Cassel pag. 40, a. setzen NJmn "ilinD verziert, wntD NPTD aramäische üebersetzung von bpD~itt Tgicxelrig dreifüssiger Tisch, ND*5y ohne Embleme nur eine Legende, David und Salomo auf der einen Seite und auf der andern Seite Jerusalem, die heilige Stadt. Da diese Aufschrift im Talmud für die jerusalemische Prägung ausgegeben wird, so versteht der Talmud hier die mit gewissen Verzierungen versehenen jerusalemischen Denare. 113J Vergl. Baba bathra 166, a. *-tW>K i-qj; t£> tanTl "•D'HD Goldperuta's werden nicht geprägt, und Ketuboth 110, b "Hsy tö NDDDT W1D Silberperuta's werden nicht geprägt. Ueber die im Talmud Baba bathra 165, b.

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