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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1862-01-01 · 1862 · page 21

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1862
Date
1862-01-01
Page
– (sequence 21)
Language
German
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19 war. Es kann hier nicht der GolddeDar der Kaiserzeit darunter verstanden sein, denn dieser hatte eine fast doppelte Schwere gegen den Silberdenar der Kaiserzeit, mithin konnte jener Golddenar unmöglich 2000 Peruta enthalten, während der Silberdenar deren 192 hatte, denn dies würde ein Verhältniss des Goldes zum Silber etwa wie 5,21 : 1 hinstellen. Der jerusalemische Talmud102) kann daher hier unter pPl nur entweder ein ganz altes römisches Goldstück, welches fast dasselbe Gewicht wie der römische Silberdenar hatte, verstehen1"3), oder sollte es der Golddenar der Kaiserzeit sein, dann sind die Peruten des Golddenars Doppelperuten, welche auch oft Peruta genannt wurden104). Ein fast damit übereinstimmendes Verhältniss erfolgt bei Mommsen für die Zeit von Nero bis Trajan. Mommsen fand nämlich das Verhältniss 10,31 : 1 bei der Annahme, dass das Normal-Verhältniss des Golddenars zum Silberdenare wie 25 : 1 besteht, und dass ein römisches Pfund Silber 96 Silberdenare, ein römisches Pfund Gold 45 Golddenare liefert. Das Werthverhaltniss des Golddenars zum Silberdenare kann daher nur so gedacht werden, dass der Golddenar etwas mehr als doppelte Schwere gegen den Silberdenar hatte, was auch wirklich bei den römischen Gold- und Silberdenaren der Fall ist105). Ueber.ein anderes Verhältniss wie 12 : 1, welches wohl für die talmudische Zeit nicht angemessen ist, vergleiche Tosafoth Bechoroth 50, a106). Nun wäre noch eine Sorte von Golddenaren zu erwähnen, die der babylonische Talmud an einigen Stellen, welche einer Erklärung bedürfen, anführt. Im Talmud107) wird discutirt, in welcher Münze man das dem Priester zu entrichtende Geld bei der Geburt eines erstgeborenen Sohnes zu zahlen habe108). R. Jochanan giebt Golddenare an, für welche man 25 Silberdenare erhält. Einen solchen Golddenar kann man für jenes Auslösegeld geben und bekömmt 5 Silberdenare darauf heraus. Die Stelle lautet109) „"»NT nttfEm cnttfW *unt3 W«1TI iTUH pnp ^"1, R. Jochanan sagt, die Denare NEW fconto Wnin, welche man für 25 Sus verkauft". In den Worten wmn und iOTE findet man leicht Hadrian und Trajan wieder; aber KB1vtf hat keinen analogen für jene Zeit passenden Eigennamen. Es ergiebt sich jedoch eine Erklärung durch Folgendes: Plinius (Hist. nat. 33, 3. 47.) giebt an, dass die früheren römischen Kaiser das Goldstück allmälig verringert, Nero dasselbe auf Pfund 7,28 Gramm herabgebracht habe. Es wird von Mommsen"") nachgewiesen, dass dies nur ein durch Abknappen entstandenes Gewicht war, welches auf den Cours Einflnss hatte, aber keinesweges eine förmliche Reduction des Normal-Gewichtes zur Ursache hatte. Das Gewicht steigt dann wieder unter Domitian und erstreckt sich bis auf die ersten zwei Jahre Trajan's; später hat dieser Kaiser, so auch Hadrian etwa wie Nero gemünzt. 102) Maaser Schern 54, 4. ,03) Mommsen a. a. O. pag. 405, Anmerk. 124. 104) Thomas Goodwini Moses et Aaron pag. 965, der für niOlID im Syrischen NJlDt^ octavam assarii partem angiebt, der "pöt^ nach Tractat Kidduschin 12, a. aber zwei Peruta gleich war. 105) Aach der jerusal. Talmud Ketuboth 31, 4. giebt die Grösse des Gordianischen Denars gleich der Hälfte eines Golddenars an KiÜt^ hl 2~T "^PD "ilJ/'W (WHIIj) WHIlp pH "jUD. 106) s. v. Baba mezia 44, b. Tosafoth s. v. 'inx. Ketuboth 99, b. Tosafoth s. v. "jflj. Schebuoth 44, b. Tosafoth s. v. nf>2pnri. Sebachim 116, b. Tosafoth s. v. rm 10T) Bechoroth 50, a. 108) 4. M. 18, 16. 109j Andere Lesarten sind: N.WVin ,njwiü ,NJ"-pt3 jXmitD /NJi\vrPD ,X9iFVr 110) a. a. O. pag. 753. 3*

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