Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1862
- Date
- 1862-01-01
- Page
- – (sequence 18)
- Language
- German
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16 des Alkinoos. Man -unterscheidet aus der Illyrischen Silberprägung zwei Epochen, und sind von den aus dieser Prägung stammenden Nominalen viele noch vorhanden, daher es nicht befremdet, weun R.° Jochanan beispielshalber ein solch altes Silberstück, einen Sela des Monunios, welcher leichter als ein tyrischer Sela war, anführt83). Das dritte Münzstück nPöjntfyr vbü ist ein jerusalemischer Sela,. und da er mit den leichten Stücken des Severus und Monunios vorkommt, so gehört er zu dem oben angeführten leichten Provinzialgelde, in welchem auch eine Münze Sela vorhanden war. Von derselben Art, im "Werthe des Provinzialgeldes, wird nun auch der in der Mischna84) ohne weitere Vergleichung angeführte rYOHJ vbü neronische Sela gewesen sein, da unter Nero die mit Absicht eingeführte Legirung der Silbermünzen beginnt, und es wohl auch solch verschlechterte Scheidemünze gab, indem unter Nero keine grossen Silberstücke von vollem Werthe eines Sela geprägt wurden. Von Nero's in Ephesus und Kaesareia geschlagenen Münzen sind nur silberne Drachmen und Didrachmen vorhanden85). Wir kommen jetzt zu den Einzelmünzen und beginnen mit den Goldmünzen. IIa. Goldmünzen. A. yyn Dareiken. Die Mischna8") giebt an, dass bei Abführung der einzuliefernden jährlichen Tempelabgabe (Schekalim) nach Jerusalem es erlaubt sei, diese eingegangenen Münzen des leichteren Transports wegen auf Dareiken (iruDTi) zu verwechseln. Die persische goldene Reichsmünze der Golddareiken war etwa 16,77 Gramme schwer87), während die halben Silberschekel nur ein Gewicht bis höchstens 7,17 Gramme hatten, wie weiter unten gezeigt werden wird. Zieht man nun das Werthverhältniss beider Metalle, welches in älterer Zeit wie 1 : 10 angenommen wird, in Betracht, so ergiebt sich, dass die Tempelabgabe, in Gold abgeführt, über das 20 fache leichter wurde, als in Silber. Schon obenpag.^11 wurde darauf hingewiesen, dass die Tempelsteuer, der jährliche Halbschekel, keine constante, sondern eine mit dem Geldwerthe wechselnde Abgabe war. Dort wird angeführt: „Als die Juden aus dem babylonischen Exil zurückkamen, bezahlten sie halbe Dareiken als Tempelsteuer". Wir haben hier zu bestimmen, welche Münze darunter gemeint sei, da es doch nicht der halbe Golddareiken, von den Griechen ^axax)\Q Jagsixbc" oder „JaQsixbg" genannt, sein kann, denn dieser hatte ein!Gewicht von 8,385 Gramm, welches in Silber etwa 83,85 Gramm wäre, eine Personalsteuer, die für die damalige Zeit als unmöglich angesehen werden kann. Nun gab es auch halbe Silberdareiken, 5,57 Gramm schwer, von den Griechen „medischer Siglos" genannt. Auch dieses Münzstück kann nicht darunter verstanden sein, da sein Gewicht ein geringeres, als das Halbschekelgewicht ist, und eine leichtere Münze als der Halbsehekel für Tempel- 83) Mommsen a. a. 0. pag. 392, Anmerk. 82 und pag. 395. 84) Kelira XVII, 12. Tosifta Baba mezia 2. Talmud Baba mezia 25, b. Vergl. Bechoroth 38, a., wo dieser Neronische Sela grösser, als der gewöhnliche angegeben wird; auch dies deutet darauf hin. dass er stark legirt war. 85) Mommsen a. a. 0. pag. 707 f. 86) Schekalim II, l. 8T) Mommsen a. a. 0. pag. 9.