Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1862
- Date
- 1862-01-01
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
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13 dass R. Äschi für das dein Priester bei der Geburt seines erstgeborenen Sohnes zu entrichtende Geld (pn jVHD) an R. Acha, welcher vom Priesterstamme war, 17 Denare geschickt habe und ein Drittel Denar zurückverlangte, weil er das Auslösegeld, welches auf 5 Sela'im festgesetzt ist, für 5 mal 3- Denar 16| Denar ansah. R. Acha erwiderte, er möchte ihm noch 3 Denare dazu schicken, da jeder Sela jetzt gleich 4 Denare sei, 5 Selaim also 20 Denare ausmachen. Es drängt sich nun die Frage auf über die Ursache und die Entstehungszeit der Veränderlichkeit des Gewichtes und folglich auch, der Münzen. Als Ursache für die Reduction des Sela (Schekel) auf die Hälfte seines Werthes lässt sich der Uebergang der Juden von einer Herrschaft unter die andere annehmen, und zwar wird von Frankel66) nachgewiesen, dass äusserer Einfluss diese Reduction bedingt habe, und sie fand statt, als Palästina aus ptolemäischer in seleucidische Herrschaft überging. Für die Erhöhung lässt sich angeben, dass die gangbare Münze diesen erhöhten Werth hatte. Der Zeitpunkt, wann diese Erhöhung eingeführt wurde, ist nicht näher bestimmt. Der Talmud betrachtet sie als aus alter Zeit herstammend, da er ohne eine weitere Begründung der Nothwendigkeit dieser Maassregel sie nur exegetisch zu rechtfertigen sucht67). Hierdurch finden die drei verschiedenen oben gefundenen Gewichtsangaben des Schekel von 11,95, 13,643 und 14,34 Gramm ihre Erklärung. Das erste Gewicht, 11,95 Gramm, ist das des biblischen Schekel von 20 Gera, die beiden letzteren sind das Gewicht des vergrösserten Schekel, denn schlägt man zum Gewichte des ersten seinen fünften Theil, 2,39 Gramm, hinzu, so erhält man 14,34 Gramm. Dieses Gewicht ist mit dem des dritten übereinstimmend und als das des zweiten nur um 0,7 Gramm etwa grösser, wobei man bedenken muss, dass die Angabe des jerusalemischen Talmud von 6 pDDU der Exegese wegen nur als eine annähernde zu betrachten ist. Weiter unten werden wir auf den für die Praxis angenommenen Werth zurückkommen. II. Münzen. A. bumn pfc mm Palästinensische Münzen. Gehen wir nun zu den Münzen über, so finden wir in den talmudischen Quellen zunächst im Allgemeinen eine Angabe über das im Lande Israel (Palästina) geprägte Geld?&W> ym* myü und kappadokisches Geld fcPpElDp mj?£68), ferner babylonisches und medisches Geld nVHS nT92269). Der jerusalemische Talmud70) giebt jene Landesmünze biHVP mjJS als die vollwichtigste allen anderen Ländern gegenüber aus rYßn&Cl "D1 ^ntlP jnx jnas im Gegensatze zum babylonischen Talmud71), welcher die kappadokischen Münzen für schwerer hält. Der jerusalemische Talmud hat hier die unter römischer Herrschaft geprägten kappadokischen Münzen im Sinne, welche allerdings leichter als die palästinensischen waren, während die älteren kappadokischen Münzen grösseres Gewicht hatten; von diesem letzteren spricht aber der babylonische Talmud. Bevor 66) Frankel, Monatsschr. für Geschichte u. Wissenschaft des Judenthums, 4. Jahrgang, Leipzig- 1855, pag. 158 f. 6T) Bechoroth 5, a. vergl. Tosafoth zur Stelle s. v. ^pt^m. 68) Mischna Ketuboth XIII, 11. Der jerusalemische Talmud hat an vielen Stellen WA ^n&u) Tipi\ Geld. 69) Sifra Wajikra 20. Tosifta Ketuboth 12. Talmud Ketuboth 110, b. ™) Ketuboth 36, 2. Ketuboth 110, b.