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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1862-01-01 · 1862 · page 14

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1862
Date
1862-01-01
Page
– (sequence 14)
Language
German
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I 12 wichte an, die in verschiedenen Orten denselben beigelegt wurden. So wird z. B. in der Mischna58) das Werthverhältniss eines Münzstückes an zwei getrennten Orten wie 2 : 1 erwähnt. In der Mischna59) wird das Gewicht in Jndäa als von doppelter Geltung in Galiläa angesehen „WEH ^pitftt C»]&D "Wy pw Li-nrpa CJ&D, ein Gewicht von 5 Selaim in Judäa ist 10 Selaim in Galiläa". Galiläa war eine sehr fruchtbare Provinz, und zufolge des Ueberflusses an Getreide wurde ein grosses Maass eingeführt, während das Geld im Verhältnisse theurer wurde. Man sah sich dadurch genöthigt, das Gewicht der Münzen zu reduciren. Die Mischna giebt hier an, dass die Gewichtsreduction der Münzen auf die Hälfte des judäischen Münzgewichtes geschah, und daher das Münzgewicht Sela in Judäa zwei Münzgewichten in Galiläa, von denen jedes Sela hiess, gleich war. Es sei hier die Bemerkung gestattet, dass man folgende Stelle der Mischna Ketuboth V, 9 „VK2? CJ&D bpWD bbs2 cybo cnwy jmsr mr^ cybo "To bpwn w b'bxi cybo iwv pw n-n-pn, ein Gewicht von 5 Selaim Kette in Judäa ist 10 Selaim in Galiläa oder ein Gewicht von lü Selaim Einschlag: in O Judäa ist 20 Selaim in Galiläa", nicht als das Gewicht einer Waare im Werthe von 5 Selaim in Judäa, welche 10 Selaim in Galiläa werth ist, oder als das Gewicht einer Waare im Werthe von 10 Selaim in Judäa, welche 20 Selaim in Galiläa Werth hat, auffassen kann, weil dann kein hinreichender Grund vorhanden ist, weshalb es in dem Belieben der Frau stehen soll, für 5 Selaim Kette oder für 10 Selaim Einschlag zu weben, während, wenn es auf das Gewicht bezogen wird, als Grund gilt, weil ein Gewicht von 5 Selaim Kette ebensoviel Arbeit, als 10 Selaim Einschlag verursacht. Die Mischna60) deutet eine Vergrösserung des Maasses allgemein an. Im Talmud61) wird auch das Verhältniss vom Wüssten-, Jerusalemischen und Sepphorischen Maasse angegeben, und zwar das letztere als das grösste6-). Der jerusalemische Talmud63) erwähnt "HlDiQ idwb die sepphörische Litra ohne weitere Vergleichung. Da nun das Maass in Sepphoris, mit dem Wüssten- und jerusalemischen Maasse verglichen, als das grösste von allen angesehen wird, so wird auch wiederum, besonders da Sepphoris zu Galiläa gehörig, sein Gewicht Litra kleiner, als die Litra der aussergaliläischen Landestheile gewesen sein. Nun hat aber auch eine Erhöhung des Nominalwerthes des biblischen Schekel (Sela) unzweifelhaft stattgefunden, und zwar wurde er um ein Fünftel seines eigenen Gewichts gesteigert, so dass sich der vergrösserte zum alten Schekel wie 6 : 5 verhielt. Es wird nämlich im Talmud64) angeführt, dass der biblische Schekel 3^ Denar gleich war und nach der Vergrösserung desselben einen Werth von 4 Denaren hatte, das heisst um ein Fünftel seines Werthes mehr. Während also der frühere Schekel gleich 20 Gera war, enthielt der spätere 24 Gera 24 Maah. Dass diese Vergrösserung auch auf biblische Geldsummen angewendet werden sollte, ist nicht allgemein bekannt gewesen, denn im Talmud65) wird erzählt, 58) Maaser Scheni IV, 8. 59) Terumoth X, 8. Ketuboth V, 9. Chulin XI. 2. vergl. Tosifta Terumoth 9. Tosifta Clmliii 10. Talmud Chinin 137, b. Sifri Schoftim 166. 6n) Edujotii i, 2. nnon ^nwc. 61) Erubin 83, a. Menachoth 77, a. 62) Vergl. Tosifta Menachoth 8. Tosifta Terumoth 9. 63) Pea 20, 1. Sifri Haasinu 317. 64) Bechoroth 50, a. 65 J Bechoroth 50, a.

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