Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1859
- Date
- 1859-01-01
- Page
- – (sequence 56)
- Language
- German
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4 Andere Beweise des schätzbaren Wohlwollens legten an den Tag: Herr Consistorial-Oberrabbiner Dr. Bodenheimer in Crefeld, welcher der Seminarbibliothek seine Schrift „das Testament nach rabbinischen Quellen" übergab. — Herr Geheimrath Neugebauer übergab der Bibliothek „Levi Giuseppe sali IsraelitismoPiemontese; Luzzatto Lezioni di stoica giudaica; Biondelli Seritte sulla numismatica giudaica/^ und andere Schriften. — Herr Rabbiner Dr. Wieuer in Oppeln: Genesis hebr. edit. Heidenheim. — Herr A. Lion von hier: eine Thorarolle. — Herr P. Krottenthal in Posen: Mehrere Theile des babyl. Talmuds u. a. Werke — Herr Rector Bernhard in Lissa: Menzel, Geschichte der Deutschen, 7 Bände; Klopstock's sämmtliche Werke..—Herr Dr. Harrwitz in Berlin: Münk, Geschichte der römischen Litteratur. — Herr J. Folläk in Brieg: Asifat Sekenim zum Tractat Beza. — Herr M. Goldmann in Nachod: Das von ihm verfasste Lehrbuch der hebräischen Sprache. — Herr Banquier J. Prin« von hier bedachte die Anstalt wie jedes Jahr mit einem bedeutenden Geschenke — Herr Dr. med. Lobethal von liier lässt dem Seminar einen bedeutenden monatlichen Beitrag für mittellose Studirende zukommen. — Durch freundliche Beiträge zu diesem Zwecke bezeigten ferner die Herren Eisenbahndirector J. Lehmann aus Glogau, M. B. Friedenthal von hier, S. K. Frankel aus Prag, G. A. Itzig aus Nackel, M. fiarassik aus Wilna ihre Theilnahme. Die israelitische Gemeinde zu Prag hat ein jährliches Stipendium von 100 Gulden, das dieses Jahr um 50 Gulden vermehrt wurde, für einen am Seminar studirenden Prager. bestimmt. — Die Gesellschaft zur Unterstützung jüdischer dänischer Theologen zu Copenhagen ertheilt einem am Seminar studirenden Dänen ein jährliches Stipendium von 240 Thlr. — Die israelitische Gemeinde zu Baja ertheilt durch mehrere Jahre ein Stipendium an einen aus ihrer Mitte am Seminar Studirenden. Demselben wurde in diesem Jahre von einem Vereine seiner Vaterstadt, an welchem sich besonders junge Männer lebhaft betheiligten, ein bedeutendes Stipendium für die ganze Dauer der Studienzeit zugesagt. — Die Familie Samuel F. Goldberger und Söhne in Pesth hat für einen am Seminar Studirenden aus Baja ein jährliches Stipendium von 280 Thlr. bestimmt. Der Unterzeichnete erlaubt sich zum Schlüsse einen im Interesse der jüdischen Wissenschaft und der am Seminar Studirenden gehegten Wunsch auszusprechen. Das Seminar hat bei seiner Eröffnung mit grossen Kosten die Saraval'sche Bibliothek zu Triest erworben, die es durch die vier Jahre seines Bestehens in fast gleicher Höhe vermehrt. Es sind aber dennoch bedeutende Lücken auszufüllen; zwar ist aus dem Seniinarfonds eine jährliche Summe für Vermehrung der Seminarbibliothek ausgesetzt, aber es kann kaum je eine Anstalt aus eigenen Mitteln den Anforderungen der Vollständigkeit bei den nach mehreren Richtungen anzuschaffenden Werken genügen. Bei dem Seminar tritt noch der Umstand hinzu, dass oft mehrere Hörer dasselbe Werk bedürfen, das sich nicht auf einzelne Theile beschränkt, sondern aus mehreren zusammenhängenden Bänden, wie der babyl. Talmud, besteht, das also anzuschaffen die Kräfte der meisten Hörer übersteigt. Die Seminai-- bibliothek hat zwar durch Ankauf mehrerer vollständiger Talmud-Editionen abzuhelfen gesucht, doch tritt nicht minder durch die vermehrte Anzahl der Hörer das Bedürfniss dringend hervor. Mögen daher Gönner der jüdisch-theologischen Wissenschaft und des Seminars auch nach dieser Seite ihr Wohlwollen kundthun. Es finden sich in vielen Familien manche nur in sehr seltenen Fällen benutzten