Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1857
- Date
- 1857-01-01
- Page
- – (sequence 39)
- Language
- German
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37 gefundene Variante; ferner Abraham bar Chija und E. Isaac bar Samuel, citirt im Teruma des E. Baruch aus Worms). Auch diese differiren um ein Jahr, welche Differenz durch die Eeduction der Epoche der Aera excidii auf anni mundi judaici erzeugt ist. Diese Autoren setzen nämlich übereinstimmend die Epoche der Aera excidii in das 421ste Jahr seit dem ^begonnenen Tempelbau, welches Jahr sie für ein erstes Jahr eines Sabbatjahrcyclus halten. Nur nehmen die Einen, welche die anni mundi judaici von der Epoche Wejad36) zählen, das Jahr 3829 jud. für die Epoche der Aera excidii, die Anderen, welche von der Epoche Bharad36) ausgehen, das Jahr 3830jud. für dieselbe an. Da nun 3829 durch 7 ohne Eest theilbar ist, so würde das heissen, die Epoche der Aera excidii 3829 jud. ist ein Sabbatjahr; damit dieses Jahr aber ein erstes Jahr eines Sabbatjahrcyclus werde, haben Jene, die das Jahr 3829 dafür halten, die Worte „man füge ein Jahr hinzu" (snw Sin W&yi) in die Eegel eingeschoben. Die Eegel lautet: „Wer die Lage eines Jahres in einem Sabbatjahrcyclus bestimmen will, der frage den Verfasser des Seder Olam, welches Jahr der Weltaera gezählt wird, (addire Eins zu diesen Weltjahren), lasse die Hunderte weg"37) u. s. w., wie bei der vorhergehenden Leseart. Die Formeln für diese Eegeln sind denen unter (III) und (IV) angegebenen gleich. Für uns hat die citirte, auf die seleucidische Aera anwendbare Leseart die grösste Wahrscheinlichkeit, und so gedeutet, liefert sie einen Beweis mehr für die Bestimmimg eines Sabbatjahres. Denn wendet man diese auf seleucidische Jahre gedeutete Eegel auf das von den Geonim tradirte Sabbatjahr 1486 Sei., ferner auf das von E. Jose angeführte erste Jahr eines Sabbatjahrcyclus, das Zerstörungsjahr des zweiten Tempels 381 Sei. und endlich auf das von der halachischen Praxis angegebene Sabbatjahr 5614 jud. 2165 Sei. an, so ersieht man das Eichtige dieser Angaben. In den fünf unter einander harmonirenden Daten über die Fixirung eines Sabbatjahres liegt aber noch eine Beweiskraft zur Entscheidung der Differenz in Betreff der Zählung von fünfzig- oder neun und vierzigjährigen Perioden, dass nämlich mindestens während des zweiten Tempels und nach der Zerstörung desselben nur neun und vierzigjährige Perioden gezählt wurden. Es ergiebt sich nämlich daraus, dass in dieser Zeit auf das Jobeljahr keine Eücksicht genommen wurde, oder wenn berücksichtigt, es keine Störung übte, sondern nach dem Systeme des E. Jehuda continuirlich je sieben Sabbatjahrcyclen gezählt wurden. Denn für die Zeit während des zweiten Tempels entscheiden die beiden historisch bezeugten Sabbatjahre 177 und 275 der seleucidischen Aera, welche um acht und neunzig 14 mal 7 Jahren, also mehr als eine Jobelperiode, auseinander liegen. Wäre das Jobeljahr als das fünfzigste Jahr gesondert gezählt worden, so müssten zwischen diesen beiden Jahren neun und neunzig Jahre liegen, oder das Jahr 276 Sei. hätte erst ein Sabbatjahr sein können. Noch mehr gilt dieses für die Zeit nach der Tempelzerstörung, indem sonst die Eegel zur Berechnung eines Sabbatjahres nach der seleucidischen Aera und nach den andern Formen derselben keinen Sinn hätte. Fassen wir das hier besprochene zusammen, so ergeben sich als sichere Sabbatjahre: 36) Yergl. Note 16. 37) wiiwa ^isi 2wm"\ (srw sin >simV) yvm höd aW wi mrh rtfynro »jnawa w jtp iht jso wi >3W HÖD JH»l »jna»3 inj»3»r01 'aiSS »TOM »mn HS!» bDO b)p®y). Nach dieser Auffassung steüfc R. Leti ben Chabib eine Begel zur Bestimmung eines Jahres in einem, Sabba^ahxcyclus auf (Responsum 108).