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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1857-01-01 · 1857 · page 33

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1857
Date
1857-01-01
Page
– (sequence 33)
Language
German
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IRI
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31 In diesem Sinne beantwortet Mamonides (Peer Haddor Responsum 127) eine an ihn gelangte Anfrage wegen Fixirung eines Sabbatjahres und bestimmt, dass das Jahr 1507 der seleucidischen Aera 1195/1196 der ehr. Z. ein Sabbatjahr sei, welches, wie sich weiter ergeben wird, mit der Zählung der Geonim übereinstimmt. Indem also die Noth für den praktischen Gebrauch gewissermassen gezwungen hat, die weitauseinanderklaffende Differenz zwischen den Systemen R. Jehtjda's und der Chachamim fahren zu lassen, blieb noch immer jene oben auseinandergesetzte Differenz von Einem Jahre übrig, welche die Bestimmung eines Sabbatjahres eben um Ein Jahr schwankend machte. Der Erste, dem diese Differenz zum Bewusstsein gekommen, ist R. Baruch aus Worms, welcher, nach Auseinandersetzung der Discussionen über diesen Pimkt, aufstellt, dass es zweifelhaft ist, ob das Jahr 4961 jud. 1200/1201 der ehr. Z. oder das Jahr 4962 jud. 1201/1202 der ehr. Z. als ein Sabbatjahr anzunehmen sei. Es hat zwar den Anschein, als ob der Zweifel auf drei Jahren ruhe, wenn man die von den verschiedenen Autoren in anni mundi judaici angegebenen Sabbatjahre29) auf irgend ein Jahr dieser Aera reducirt, und es würde sich herausstellen, dass nach der einen Berechnung z. B. das Jahr 5612 jud. 1851/1852 der ehr. Z., nach der andern 5613 jud. 1852/1853 der ehr. Z., nach der dritten 5614 jud. 1853/1854 der ehr. Z. ein Sabbatjahr gewesen. Allein diese Differenz hängt von der verschiedenen Annahme der Epoche der anni mundi judaici (Wejad oder Bharad) ab, im Grunde aber ist die Verschiedenheit unwesentlich und nur ein anderer Ausdruck für ein und dasselbe Jahr (Vergl, darüber R. Levi bei* Chabib 1. c. Derischa Perischa und TJrim wetiunim zu Choschen mischpat 67.). Es bleibt also nur ein'Zweifel auf zwei Jahre, nämlich für unser Exempel auf dem Jahr 5613 und 5614. Für die religiöse Praxis in Bezug auf die Beobachtung des Sabbatjahres in Palästina wird von den Rabbinen das Jahr 5614 als Sabbatjahr angenommen und zwar nach einer weitläufigen Untersuchung der Beweise und Gegenbeweise nach talmudischen Angaben und mit Anlehnung an die von den "Geonim aufgestellte Tradition. Pakchi, den die Differenz drückte, entscheidet sich zwar ebenfalls für 5614, überlässt es aber einem Jeden, das andere Jahr als Sabbatjahr zu betrachten. (Vergl. auch R. Levi ben Chabib 1. c). Es lässt sich also aus talmudischen und rabbinischen Controversen das Eintreffen eines Sabbatjahres nicht genau fixiren, und selbst die für die Praxis getroffene Ausgleichung gewährt für eine wissenschaftliche Untersuchung keine Befriedigung. Für dieselbe bleiben die Zweifel noch immer bestehen: erstens waren die Jobelperioden fünfzigjährig oder neun und vierzigjährig; zweitens haben Unterbrechungen im Zählen stattgefunden oder nicht; drittens, wenn Unterbrechungen stattgefunden, was historisch annehmbar ist, wann hat eine neue Reihe begonnen? viertens, selbst wenn man die neue Reihe in die Zeit des zweiten Tempels verlegt, so bleibt noch immer der Anfangspunkt derselben fraglich. 29) Einige dieser in jüdischen Weltschöpfungsjahren ausgedrückten Data sind Eadbanax Seburai 4564. E. Sebachia Halevi 4900. E. Tam 4905, 4906. Geonim 4935. Malmosides theoretische Meinung 4936 (and jedes fünfzigste Jahr wird als Jobeljahr allein gezählt). Baal Haitur 4948. Baal Haterumah 4961, 4962. Baal Hateroioth 4983, 5011. Semag 5004, 5005. TosafothöOIO, 5011. Hagahoth Mordechai Gittik 5038,5039. Ascheri 5073,5074. Tue Choschex Mischpat 5087,5088 U.A.

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