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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1854-01-01 · 1854 · p. Seite 36

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1854
Date
1854-01-01
Page
Seite 36 (sequence 38)
Language
German
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so zu geben: es verdarb alles Fleisch den zu Gott führenden Weg des Immerwährenden und Unverderblichen *)• Aus der Etymologie. Wir werden weiter bei den Eigennamen ausführlicher hierauf zurückkommen. Hier bemerken wir kurz, dass Philo sich so wenig erinnert, dass der h. Text eigentlich hebräisch sei und es sei dessen Sprache zu berücksichtigen, dass er unbedenklich griechische Etymologien verfolgt und sie auf die Schrift anwendet. So zu Exod. 13, 13 nSv öiavoiyov [x^qav ovov dnaiuius ngoßarta. ovo? ist der Ausdruck für Arbeit: noißarov (jiQoßcävui) zeigt den Fortschritt an. Es ist hier ein Symbol für das Streben in Künsten und Wissenschaften: nicht nachlässig, sondern stets fortschreitend2). Es ist bei solcher sogar nicht geahnten Unbekanntschaft mit dem ursprünglichen Texte und dessen Sprache nicht befremdend, wenn Jacob der glatte Mann avr% Xsiog — identisch mit yvpvos, der das Körperliche ausgezogen hat die jtia — Inbegriff der Tugend (vgl. weiter) heirathet3). 4. Aus dem Wortspiel. Hier bot sich ein weites Feld dar. Genes. 18, 6 „eile nimm drei Mass feines Mehl und knete sie xai noiqaov lyxqvyiag. Es war hier eine dreifache Erscheinung: Gott begleitet von seinen höchsten Kräften: der Macht und der Güte, er selbst in der Mitte. Es gibt für sie kein Mass, sondern die Güte ist das Mass aller Güten, die Macht das Mass für das Unterwürfige, Gott selbst das Maas alles Körperlichen und Unkörperlichen. Diese drei Masse mögen in der Seele geknetet werden, dass sie die Ueberzeugung habe, es gibt einen höchsten Gott, der über seine Kräfte hervorragt, und dass sie den Inhalt (Begriff) dieser Kräfte, der Macht und Güte, aufnehme. Aber sie halte dieses verborgen, schweige hierüber, denn es ist geschrieben tyxqvtfiag nouiv4). — Genes. 2, 3 xcti yviopjoev 6 foog t^v ^fiiqttv Tqv ißdo/njv xai yyiacev avrrjv. Hinsichtlich des Vollkommenen heisst es svXoysi 6 d*6$ und es ist heilig; so wie im Gegentheile, wenn der das Gelübde der Enthaltsamkeit abgelegt hat, sich verunreinigt, so wird er unheilig und die früheren Tage sind äXoyot (Numer. 6, 12) 3). — Genes, 3, 18 xcti &xw&ag xal TQtßoXovs ävarilsi ooi. Die TQiß0).oi sind die Leidenschaften, deren jede dreifach (in dreifacher Beziehung) zu betrachten ist: die Leidenschaft, was sie anregt, ihre Erfüllung 6). — Deuteron. 8, 15 äyayovxog GS &hc rqg iQtjpov .... ou otfig, däxvwv xai axoqniog. Also auch in der Wüste erwacllt^die AVollust (ot/tg-qdovi) und befindet sich die Seele in GxoQmafi^, wie jene axooniog in der Wüste anzeigt7). — Diese Witzesspiele wiederholen sich häufig und werden mitunter auch auf ganze Verse J) Quod Deus Immutab. p. 314: xuri(f&ti{)S ndca Gay!- Tijv rov alwuiov xid uiftdqrov rtXiiav 0J0V r^v nqog 9tov äyov- Gttv. Also ttvrov auf aloviov ff. bezogen. Es braucht kaum bemerkt zu werden, dass die LXX vom hebr.:.Text, der wn hat, geleitet wurden, und dieses gilt auch von Genes. 3, 15 wo avxbg auf das vorhergehende aniqfia nach dem hebr. T. sin. Philo verbreitet sich hierüber weitläufig Allegor 3, p. 96. 2) De Sacrif. p. 149. 3) Die Frage, ob Philo Hebräisch verstanden," ist, wenn nicht hiermit in Verbindung gebracht wird, ob er das hebr. Original verstanden, an sich gleichgültig; aber sowohl Eines als das Andere muss nach den bisherigen Proben verneint werden; und nur eigene Unkunde kann Philo zum Kenner des hebr. Originals und der Sprache (nach diesem Xnog Ana) machen. — Es scheint übrigens auch mit seiner Kenntniss der aramäischen Sprache (die er immer die chaldäische nennt) nicht besser zu stehen. Einiges mag er hier wie dort vom Hörensagen gewusst haben.- So sagt er De Agricultura p. 201, wo er von zweierlei Arten Schlange spricht: ov fiiv tu> r/Uta xai Gvpßokü) Caitjg Kvav narqiu) yXwtrrf xaXeiv e&og. Dieses "Eva ist das aram. xw, nur hat Philo in seiner Unkunde es auch mit dem hebr. mn vermengt, darum ist es ihm Symbol des Lebens. 4) De Sacrif. p. 139. Das Ganze ist ihm dort eine Vision der vollkommenen Seele. 5) Allegor. 1, 43. 6) Alleg. 3 p. 107. 7) Alleg. 2 p. 1103. Merkwürdig sind folgende Worte Philo's daselbst, welche zeigen, dass er nicht die Einsamkeit als unbedingt nÖthig für die Contemplation erachtete, xai ydq iyet noXXuxig xarahinav (xiv dv&qainovg avyytvtig xai naTqida, xai tlg ioq-

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