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Die neue Welt · 1937-11-19 · Heft 702 (19.11.1937) · page 7

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Journal
Die neue Welt
Volume
11 (1937)
Issue
Heft 702 (19.11.1937)
Date
1937-11-19
Page
– (sequence 7)
Language
German
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Nr. 702 vom 10. November 1937 DQ} NEUE WELT Seite 7 AUS ALLER WELT Aus der Türkei Gegen die Einwanderung von Juden Aus Istanbul wird berichtet: Der Wortlaut eines Gesetzantrages, den der frühere Landwirtschaftsminister Abg. Sabri Toprak im türkischen Parlament eingebracht hat, um „die Zuwanderung von Juden in die Türkei zu verhindern", ist jetzt veröffentlicht worden. Eingangs wird gesagt, der Antisemitismus wachse in der ganzen Welt immer mehr an. Sogar in Großbritannien sei ein Anwachsen der antisemitischen Strömung in den letzten. Jahren zu beobachten. Auch in ifirem eigenen Lande, in Palästina, werden die Juden verfolgt. Auf dem Balkan und in Mitteleuropa nehmen die Judenverfolgungen an Umfang stetig zu. Lediglich in der Türkei waren und sind die Juden von jeglicher Belästigung verschont.' Aber die Juden in efer Türkei, heißt es weiter, wollen dies nicht wahrnehmen, sie wollen sich nicht assimilieren, sprechen weiter ihre eigene Sprache und distanzieren sich offensichtlich vom rein türkischen Leben. Aus fremden Ländern wandern die Juden in die Türkei ein. Viele von ihnen beanspruchen die türkische Staatsbürgerschaft, aber statt selbst Türken zu werden, versuchen sie, ihre Umgebung zu judaisieren. Unter solchen Umständen sei eine große Anzahl von Juden im Lande unerwünscht, und es müsse daher jede weitere Zulassung ausländischer Juden in die Türkei s t r e n g verboten werden. In Zukunft sollen ausländische Juden, die in der Türkei ihren Wohnsitz nehmen, weder das Heimatsrecht noch die Staatsangehörigkeit der Türkei erhalten können; nur in ganz besonderen Ausnahmefällen soll die Verleihung der türkischen Staatsangehörigkeit an ausländische Juden durch den Ministerrat erfolgen dürfen. Die Veröffentlichung des Gesetzantra^ges hat in den jüdischen Kreisen in der Türkei Bestürzung hervorgerufen. Gegenwärtig, leben in der Türkei, etwa 100,000 Juden, die die Staatsbürgerschaft auf gesetzlichem Wege «rlangt haben. Außer ,in. den Jahren 1920 bis 1933, in denen es einen stärkeren, Zustrom jüdischer Flüchtlinge aus Rußland gab— die, übrigens bald nach anderen Läh: dem weiterzogen —, war der Zustrom von. Juden in die Türkei ganz gering. Auch aus Deutschland^sind seit der Machtergreifung durch Hitler nur ..s,ehrwenige •jüdische Flüchtlinge in die-Türkei eingewandert, um dort ständigen Wohnsitz zu nehmen. Bs sind dies etwa 100. Universitätspro f e s s 0 r e n, Ge.lehrte und F a c h 1 e u t e, . die von der türkischen Regierung e i ng e 1 a d e;n worden waren, ihre Kenntnisse der Türkei zur. Vex'fügung zu stellen und sich dort eine neue Heimat zu •;*,vjr»**.««.r. .;<%3s. f**«* schaffen. 1 ■ . •' ■■■ 1 ■. Aus Mexiko Im Senat von Mexiko ist eine Reihe von Gesetzes-" Vorschlägen eingebracht worden, die eine weitgehende Einschränkung der Rechte der in Mexiko lebenden .Tuden und die vollkommene Sperre der jüdischen Einwanderung bezwecken. Die Vorschläge, sind von der. Vereinigung „Revolutionäre Aktion für Kleinhandel und Industrie" überreicht und von den Senatoren Manuel Gudinia und Giiierma Flores Munias unterzeichnet worden. Im Memorandum heißt es, daß diese Gesetzesvorschläge nur den Beginn einer größeren Aktion darstellen. Es sei nötig, gesetzliche Maßnahmen gegen die Juden zu ergreifen, ehe es zu spät sei. Es gebe in Mexiko etwa 20.000 Juden, die den Mexikanern ihre Plätze in Handel und Industrie wegnehmen. Die Tageszeitungen, mit Ausnahme der der Regierung nahestehenden Presse, richten scharfe Angriffe gegen die Juden, die sie als die „gefährlichsten Elemente im Lande" bezeichnen. Eine Assimilation der Juden, schreiben diese Blätter, sei unmöglich. Mischehen dürfen nicht Zügelassen werden. Die großen Zeitungen „Universul", „Excelsior" und „La Prerizä" verlangen, daß die im Senat eingebrachten Gesetzesvorschläge unverzüglich Gesetz werden. „Excelsior" schreibt, „in 20 Jahren, werde die Macht der Juden in Mexiko unbesiegbarsein, in 50 Jahren werden die Juden das politische undsoziale Leben des Landes unumschränkt beherrschen". „Universul" verlangt die „D ep 0 r tierun g der Juden, die allesamt illegal ins Land gekommen sind". Die Hauptforderungen der „Revolutionären Aktion" sind: Die kommerzielle Tätigkeit der aus Polen, Rußland und Syrien eingewanderten Juden wird als illegal und antisozial erklärt. Der Kleinhandel bleibt ausschließlich gebürtigen Mexikanern vorbehalten. Die jüdische Handelskammer wird als, illegale Institution erklärt. Die bürgerlichen Rechte der Juden werden eingeschränkt. Die jüdischen Unternehmungen, die diesen gesetzlichen Bestimmungen zuwiderhandeln, werden enteignet, alle Naturalisationßdokumente werden überprüft, diejenigen Naturalisationen, die Personen gewährt wurden, die nicht assimiliert werden können, werden annulliert. Die Vertreter der jüdischen Handelskammer haben im Zusammenhang mit dieser antijÜdischen Kampagne bei der Begierung Vorstellungen erhoben. Dem Senat wurde ein Memorandum Überreicht, in weichem gegen die antisemitischen Beschuldigungen Protest erhoben wird. Gandhi nicht für die Araber Palästinas Aus Bombay (J. T. A.): Die arabischen Zeitungen Palästinas hatten im September, nach einem Besuch des Mitglieds des Indischen Nätionalkongresses Dr. Bid em Roy, gemeldet, dieser habe im Auftrag Gandhis den Arabern Palästinas eine Sympathiekundgebung der indischen Nationalisten überbrächt und sie in ihrem Kampfe gegen die Verwirklichung der Ba 1 f our-Deklaration ermutigt. Nunmehr hat Gandhi durch sein Sekretariat der Jüdischen Telegraphen-Agentur eine Erklärung zugehen lassen, in der er entschieden in Abrede steift, eine 'solche Sympathiekundgebung jemals erlassen zu haben. Diesem Dementi schließt sich auch Dr4 Roy, Was seine persönliche Stellungnahme betrifft, art; In den! Schreiben des Sekretärs Gandhis heißt es: Dr. Bidem Roy stellt die Behauptung, er habe den Arabern eine Botschaft Gandhis überbracht, entschieden in Abrede. Er konnte dies aus dem einfachen Grunde nicht tun, weil er nicht die Ermächtigung dazu hatte, irgendetwas im Namen Gandhis zu sagen. Die Angelegenheit wurde ihm zwar vom Mufti vorgebracht, er lehnte es jedoch ab, auch nur im eigenen Namen eine Erklärung abzugeben; um so weniger im Namett Gandhis. Gegen die Teilung Palästinas . Aus Washington: Die parlamentarische Vereinigung für Außenpolitik hat eine Erklärung gegen die geplante Teilung Palästinas veröffentlicht. In der Erklärung heißt es, der Plan berge die schwersten Gefahren in sich. Die Hauptsehwierigkeit sei: das Vorhandensein einer großen arabischen Minderheit in dem für den jüdischen Staat vorgesehenen Gebiet. An England richtet die Vereinigung die Aufforderung, dem Terror in Palästina ein Ende zu machen. Jüdische Firmen vom Boykott-Schiedsgericht verurteilt Alis New, Yor,k:-Drei jüdische Firmen sind "wegen Einkaufs deutscher. Waren von dem Boykott-Schiedsgericht zur Zahlung von 75 0 0 Dollar für wohltätige Zw;ecke verurteilt worden. Sowohl die Firmen als auch, der Vereinigte,,Boykott-Rat haben im vorhinein erklärt, sich dem Urteilsspruch des Schiedsgerichts .zu fügen. . . . Juden aus Schanghai' und Tlenfsm wollen n^ach Südamerika . AusS c h a n &h ^i (J. ,t\ A.). Eine Anzahl von |uden aus, ^hangh'ai^e^en;E^te&z durch, die Kriegsepe^gnisse vernichtet, f-wprden ,ist„ hat sich an die Abteilung der ,,Hicem'^ für,den Fernen Osten mit. der Bitte gewandt, .ihnen . bei der A u s w a nd e r u n g nach Südamerika behilflich zu sein. Außerdem haben Juden aus Tient.sin. das ,,Hicem"-Büro gebeten, ihnen die Auswanderung nach Australien und Mexiko zu ermöglichen. Die Bewerber sind zum größten Teil Angestellte größer Export- und Importfirmen, die den Betrieb, infolge des Krieges einstellen mußten. Auch .wenn die kriegerischen Ereignisse nicht lang dauern sollten, haben sie wenig Aussicht auf Wiedererlangung einer Anstellung. Die Betreffenden wollen daher auswandern, bevor ihre letzten Ersparnisse aufgebraucht sind. Die Gesuchsteller aus Tientsin erklären, die jüdischen Exportfirmen, die sich mit der Aufuhr von Rohstoffen, Fellen, Eiern, Wolle und so weiter befaßt haben, könnten jetzt keine Ware mehr erhalten und hätten darum ihre Angestellten entlassen. Diese sind aller Mittel bar und wissen nicht, wie sie ihr Leben weiterfristen sollen. Zusammenschluß der jüdischen Landwirte Amerikas Aus New York': Auf einer von 350 Vertretern jüdischer Landwirte abgehaltenen Konferenz ist beschlossen worden, einen Bruderorden der jüdischen Landwirte zu gründen. Es gibt zur Zeit in den Vereinigten Staaten schätzungsweise 100.000 jüdische Farmer. Bei der Konferenz wies der Direktor der Jüdischen Landwirtschaftsgesellschaft, Gabriel Davidson, darauf hin, daß es den jüdischen Landwirten gelungen sei, über die schwere Agrarkrise hinwegzukommen. Premierminister Metaxas im Goldenen Buch Aua Athen: Ministerpräsident General Metaxas empfing im Außenministerium eine Delegation der zionistischen Föderation Griechenlands, die, ihm in einer Silberkassette das Diplom über seine Eintragung in das Goldehe Buch des Jüdischen Nationalfonds überreichte. Der Premier dankte der Delegation und erklärte, die griechischen Juden seien Söhne Griechenlands und sehen Hellas als ihr Vaterland an. Griechenland hege Sympathie für den Zionismus, die Errichtung eines jüdischen Staates und die Renaissance der jüdischen Kultur in Palästina. Reichsverband jüdischer Legltlmisten Oesterreichs, Wien, I., Schottenring 31, . teilt mit: Aus ' Anlaß des 25, Geburtstages Seiner Majestät des Kaisers Otto von Oesterreich findet am 20. November d. J.. n~* 6 Uhr abends im Stadtterapel, Wien, I., Seitenstett gasse 2-4, ein Festgottesdienst statt. Um recht zeitiges Erscheinen wird gebeten, da die Türen fünf I Minuten vor Beginn des Gottesdienstes geschlossen werden. 1 tiu CUolua-Stück in MatscAau „Kampf um Boden" von M. Rost Aus Warschau wird uns geschrieben: Am 11. November fand hier die dritte Premiere der „Jüdischen Nationalen Bühne" statt, die sich mit den Aufführungen des palästinensischen Bilderbogens „D a s Gericht" von S. Batdori und „Jakob und Christian" von S. Gronemann einen ausgezeichneten Namen gemacht hat. Das neue Stück „Kampf um Boden" von M. Rost bringt junge Menschen aus Deutschland auf die Bühne, 18jährige, die nach einer Hachschara ein Kwuzah in Palästina gründen. Die Väter dieser Jungen sind 1933 zusammen mit ihnen gekommen — ein Bankier wird wieder Bankier, ein Dozent wird Bauer. Es ist das Jahr 1935, die „Prosperity" im Land. Die Bodenspekulation blüht. Der Bankier wird seinen Sohn aus der Gemeinschaft herausholen — in sein Geschäft. Der Sohn, ehrgeizig — geht zu ihm, bis er plötzlich erkennt, daß sein Vater zu eben diesen Spekulanten gehört, die für das Land schädlich sind und die zufällig den Boden, den die Kwuzah zu bekommen hat, überbieten wollen. Er erkennt, daß sein Platz bei seinen Freunden in der Arbeit ist, er kehrt zerbrochen und doch glücklich zurück. Das ganze Werk atmet Palästina — die Straße von Tel-Aviv, Baugerüste, CafeX Jazz — dem gegenüber der Kibuz mit Traktor, Eseln, Liedern, Tänzen, Konflikten und jugendlicher Liebe. Frische und Frühling lebt darin, ein neues palästinensisches Lebensgefühl spricht hier zu uns — eine Jugend mit dem Glauben an die eigene Kraft und Zukunft. Die Regie der Palästinenserin Batdori war lebendig und reizvoll sowohl im Dialog wie in den originellen Liedern und Tänzen der Horra. Das Publikum applaudierte während der ganzen Vorstellung bei offener Szene. Es ist zu hoffen, daß dieses, reizende Idyll von Kampf und Jugend in Palästina bald seinen Weg auch auf andre jüdische Bühnen finden wird. * Die beiden palästinensischen Stücke „Gericht" und „Kampf um Boden" sind im Verlag „Moädim" (Gründer Margot Klausner und Jehoshua Brandstätter) erschienen. Thealer „Nachtasyl" in den Kammerspielen. Immer wieder wiederholt sich die Tatsache, daß literarisch wertvolle Bühnenwerke, wenn sie nach Jahren ans Rampenlicht gezogen werden, ihre alte Zugkraft beibehalten haben. Dies gilt für Gorkis naturalistisches Schauspiel aus den Tiefen der russischen Volksseele „Nachtasyl" um so mehr, als die unter Hof rat Lothars Regie zustande gekommene Aufführung, mit allen Mitteln der Szene und schauspielerischen Höchstleistungen versehen war. Die Intentionen des Dichters, fanden in .den Darstellern der „großen" Rollen Durieüx und S*leng.el sowie Bassermann und Edthofer die besten Interpreten. Alle Düsterkeit und Weisheit des Gorkischen Werkes traten in der Aufführung der Kammerspiele zutage, an der auch die Harren Paryla, Hans Thimig und Delhis anerkennenswerten Anteil nahmen. Die Großartigkeit der Aufführung verbürgte den Erfolg. Die „K ammerspiele" haben sich mit der Wiederaufnahme des „Nachtasyl" eine ebenso lobenswerte wie erfolgreiche Aufgabe gesetzt: ein unvergeßlicher Ablnd — für Dichter und Schauspieler. rk. „Der sonderbare Dr. Clitterhouse", Komödie. In dieser amerikanischen Sensationskomödie, die die Frage aufwirft, wie Verbrechen, die aus wissenschaftlichen Gründen begangen wurden, zu bestrafen sind, zeigt Ernst Deutsch seine große Charakterisierungskunst. Das Stück i ist mit Hochspannung geladen. Der Einbruch, den man; auf der Bühne zu sehen bekommt, enthält alle Elemente : bester Theaterinszenierung. Ausgezeichnet ist der Kriminallst Jensens und der Hehler Berndts. Der von Hof rat Heine inszenierte Reißer erntete starken Beifall. Stadttheater. Nun hat Emmerich Kaimans. vielgespielte Operette „Die Herzogin von Chikag o", einst ein! Schlager des Theaters an der Wien, im populären Stadttheater .' Einzug gehalten und ist mit einem Enthusiasmus aufgenommen worden, der an die großen Zeiten des berühmten Operettenkomponisten erinnert. Die Musik ist frisch geblieben, ungarische Rhythmen vereinigen sich mit Jazz zu 'angenehmer Harmonie.. ■ Die von Robert Pick inszenierte, von Schönbaumsfeld schwungvoll dirigierte Vorstellung brachte endlich wieder die brillante Schauspielerin und Sängerin Rita Georg auf die Beine. Neben ihr bewährten sich ausgezeichnet der talentierte Walter Kochner, , ferner Heidi Eisler, Ernst Duschy. Erwin Prim und die Ver-; treter des komischen Rollenfachs Schönwiese und Willenz. Das . Stadttheater hat jetzt die Aufgabe übernommen, das stilvolle Wiener Operettengenre zu pflegen. e. Kr. Gastspiel Sevilla Pastor Zum erstenmal in dieser Spielzeit zeigt sich Sevilla Pastor in einer tragikomischen Rolle — als närrischer Philosoph. In eine unglückliche Ehe mit der Tochter eines Bankiers verstrickt, gbvät der junro Mann in äußerst heikle Situationen, um sich schließlich durch Selbstmord von der Last des Lebens zu befreien. Neben der großen Leistung der Frau Pastor haben die anderen Mitwirkenden, und zwar Erna Siegler, Dolly Nachbar und Lotte Chary keinen leichten Stand. — Das mit stürmischem Beifall aufgenommene Stück „A VV a b o i f bei t u g" bleibt auch weiterhin auf dem Repertoire der „Jüdischen Künstlerspiele". Der Faohverein jüdischer Hörer an der Hochschule für Welthandel im Gesamtverband jüdischer Hochschüler Oesterreichs veranstaltet am Mittwoch, den 24. November, im Jüdischen Kulturtheater, I., Franz-Josefs-Kai 3, eine Aufführung des erfolgreichen Stückes „Die Grenze". Freunde des Fachvereins und Interessenten werden herzlichst eingeladen. Karten sind im Zentralheim. IX., Alserstraße 26 (Tel. A-25-2-28), Sekretariat, und bei den Ausschußmitgliedern erhältlich. Abend jüdischer Tanze. Hilde Holger, die bekannte Tanzkünstlerln und Pädagogin, gibt Montag, den 22. November, 8 Uhr abends, im Volksbildungshaus. V., Stöbergasse 11/13, mit ihrer Gruppe einen Tanzabend, an welchem sie u. a. Aohasver, Kabbalistischer Tanz und Golem, ferner Flämischer Bilderbogen (nach Brueghel) und .Song zur Darstellung bringt. Mitwirkend: Eine Kindergruppe. Am Klavier: Utja Braun-Pyatigorsky. Karten von S 1.50 bis 2.—. Tel. R-60-2-79. Konzert. Oberkantor Kapellmeister H. Gwillmann gibt nach längerer Pause Samstag, den 27. November, um 8 Uhr abends im Festsaal des Hotel Continental, II., Toborstraße 4, ein Konzert synagogaler neuhebräischcr und weltlicher Musik. Das Programm umfaßt außer Opernarien und Liedern eine Reihe eigener Kompositionen. Jüdischer Verein Nord-Ost, II., Taborstraße 21a. Montag, den 22. November, Separatvorstellung in den „Jüdischen Künstlersplelen", II., Praterstraße 34. Zur Aufführung gelangt „A W^elb oif bei Tug". In der Hauptrolle: Sevilla Pastor.

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