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Die neue Welt · 1937-11-03 · Heft 699 (3.11.1937) · page 6

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Journal
Die neue Welt
Volume
11 (1937)
Issue
Heft 699 (3.11.1937)
Date
1937-11-03
Page
– (sequence 6)
Language
German
Belongs to
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* Seite 6 BIß NEUE WEL1 Nr. 699 vom b. November 1937 Zusammenfassung, die „Protokolle" seien eine Hetzschrift, gegen die Abwehrmaßnahmen zu treffen seien. Der gelungene Beweis der Fältdtung Fürsprech George Brunschvig, der Vertreter der Privatklägerschaft, unterbreitete zuerst dem Gerichte den Antrag, die Angeschuldigten Fischer und Schnell gemäß dem bernischen Gesetze gegen die Schundliteratur angemessen zu bestrafen, die Angeschuldigten zu den erstinstanzlichen und oberinstanzliehen Kosten zu verurteilen, die Angeschuldigten weiter zu verurteilen, den Privatklägern ihre Parteikosten zu ersetzen- «owie die inkriminierten Schriften zu konfiszieren. Die Strafklage richte sich gegen, Sudelschriften und es sei dabei gleichgültig, ob eine solche Sudelschrift sich dabei den Deckmantel einer politischen Kampfschrift zulege. Die Angeschuldigten waren außerstande, den Beweis der Echtheit der Protokolle zu erbringen. Der Beneis der Echtheit Ist nicht gelungen. Der gelungene Beweis der Fälschung aber ist für das Verfahren von größter Bedeutung. Die Angeschuldigten waren nicht in der Lage, einen Experten zu stellen. Erst in letzter Stunde gelang es ihnen, den Leiter des U. Bodung-Verlags in Erfurt, Herausgeber des „Welt-Dienstes" und Vorkämpfer des internationalen Antisemitismus, Oberleutnant a. D. "Ellrich Fleischhauer, als Sachverständigen betzubringen. Damit griff nun die von Deutschland geleitete antisemitische Organisation Fleischhauers in den Prozeß entscheidend ein. Wie diese die „Aufklärung" Fleischauers in dem vorliegenden Prozeß auffaßte, ergibt sich aus einem bei den Akten liegenden „G e h © i m e n R u n dschrelben", die Organisation bezwecke, „die Angeschuldigten herauszuhaue n". ProfokoIle'Prozeß von Hitlerdenlf«bland bezahlt Fürsprech Brunschvig zitierte, nunmehr unter lebhaftester Aufmerksamkeit des Saales eine Anzahl von geheimen Dokumenten, die die Art und Weise der Expertentätigkeit Fleischhauers in einer bisher unbekannten immoralisch vernichtenden Art und Weise aufdeckten. Vernichtendes Belastungsmaterial Die Briefe nun, die Fürsprech Brunschvig'*vorlas, waren für die Expertentätigkeit Fleischhauers wie für die nationale „Auffassung" führender Schweizer Frontisten vernichtend. Jedenfalls ergab sich aus dieqen Briefen eindeutig: Erstens, daß Fleischhauer, obwohl als Experte bestellt, den Prozeß, der sich gegen die Angehörigen Schweizer Fronten richtete,- mit Geld, das aus Deutschland kam, bezahlt hat. Zweitens, daß die Entlastungszeugen von ihm oder seinen engsten Mitarbeitern ausgesucht und vor der Aussage, zu der es allerdings aus prozessualen Gründen nicht gekommen ist, wie es in einem der Briefe wörtlich heißt, „bearbeitet" wurden. Drittens, daß die Zeugen Gelder von Fleischhauer erhielten. Viertens, daß Fleischhauer den Zeugen durch seine guten Beziehungen zu deutschen Behörden Paß, Visa und dergleichen beschaffte. Fünftes, daß es überhaupt höchst fraglich ist, ob und wieweit Fleischhauer sein Gutachten selbst hergestellt hat. Sechstens, daß hohe Stellen des Dritten Reiches ansehnliche Gelder für.den Prozeß zur Verfügung gestellt haben. Besondere Beachtung fand ein Schreiben des Gauleiters des Kantons Bern der, Nationalen Front, Ubald von Roll, an das „Braune Haus" in München, datiert vom 19. Oktober 1934, in dem das „Braune Haus" verdeckt um.Geld, weiter um Material und um einen Sachverständigen für den bevorstehenden Prozeß ersucht wurde. Frivoles Spiel Ulbrich Fleischhauer selbst schreibt unter dem 8. März 1935 über einen zu ladenden Zeugen: „Sobald feststeht, daß er Wichtiges aussagen kann und uns nicht hineinreiten will, haben wir selbstverständlich gegen seine Aussage nichts einzuwende n." Alle diese unleugbaren Tatsachen bewiesen ohne jeden Zweifel, daß der Experte Fleischhauer in jeder Weise gegen seine durch das Gesetz festgelegten Pflichten als Sachverständiger in gröblichster Welse verstoßen hat. In den Annalen der schweizerischen Rechtsprechung linde sich kein Fall vor, wo ein gerichtlich bestellter x Sachverständiger sich erlaube, ein derart frivoles Spiel mit dem Gerichte aufzuführen, wie Fleischhauer In diesem Falle. Im zweiten Teil seiner Ausführungen zeigte Fürsprech Brunschvig den Unsinn auf, die Protokolle mit dem „Beweis der inneren Wahrheit", als echt hinstellen zu wollen. Das wirkliche Judentum Fürsprech Brunschvig schloß mit den. »Worten: „Würden sich diese Verhetzten doch einmal die Mühe . geben, sieh darüber zu unterrichten, was das wirkliche Judentum ist, sie würden dabei feststellen, daß die Religion, dje der Welt die Bibel schenkte und das ewige Grundgesetz menschlicher Sittlichkeit, die zehn Gebote Moses, eine Religion, der liebe, Mutterreligion 4e« Christentums Ist» daß Ihr« Anhänger Menochen sind von Fleisch und Blut. Es gibt darunter Reiche und auch sehr viele Arme, Glückliche und Unglückliche, die genau gleich wie ihre christlichen Mitbürger, sich redlich abmühen, um ihr Leben zu verdienen und Familie, Religion und Vaterland gegenüber ihre Pflicht nach bestem Können zu erfüllen." Prof. Dr. Mattl erhält nun das Wort zur Begründung seiner Anträge, bei denen er sich den Ausführungen von Fürsprech Brunschvig anschloß. Er bezeichnet die „Protokolle" als das Unverständlichste und Schamloseste, was sich die Druckerpresse in letzter Zeit geleistet hat. In längeren Ausführungen juristischer Natur kam Fürsprech Mattl zu dem Schlüsse, daß die „Protokolle" unter das Schundliteraturgesetz subsummiert werden müssen. Nach einem Schlußwort des Staatsanwaltes erklärte der Präsident, das Urteil werde am 1. November um 14 Uhr 30 verkündet werden. (Siehe Seite 5.) Herr Gemeinderabbiner Dr. M. Rosenmann feiert in diesen Tagen seinen 70. Geburtstag sowie das 40jährige Jubiläum seiner Wirksamkeit als Rabbiner des 21. Bezirkes. Aus diesem Anlaß veranstaltet der Bethausvorstand für den 21. Bezirk am 7. November d. J. um 4 Uhr nachmittags im Tempel, XXI., Holzmeistergasse 12, eine solenne Feier. Mit dieser Feier wird zugleich die Einweihung einer zur dauernden Erinnerung an das Doppelfest neu erworbenen Sefer-Thora verbunden sein. San Remo, Pensione Felfce Corso doli» Impcro 184. Unter Aufzieht du Hamburger Verainet. Dlraktitn: Dr. m«4. Alei Schwan Herr Oberkantor G. H. Margolles feiert dieser Tage Sein 25jähriges Dienstjubiläum. Aus diesem Anlaß findet Samstag, den 6. November, um 9 Uhr vormittags im Tempel, IL, Tempelgasse 3, ein Festgottesdienst statt. Thealer „lokob und CUdsiian" Sammy Gronemanns Komödie im „Jüdischen Kulturtheater" In geistreicher Manier, wie bei einem Satiriker vom Range Sammy Gronemanns nicht anders möglich, wird die nazistische Rassenthese in der Komödie „Jakob und Christian" ad absurdum geführt. Die Fabel geht hart an der Wirklichkeit vorbei: Vor dreißig Jahren wurde die Jungfer Emmerenzia Stockebrand nach der Geburt ihres unehelichen Knäblelns auf die Straße gesetzt. Nur der Jude Saul Paradies nahm sich ihrer an. Am Tage darauf entgleiste nahe dem Städtchen der Schnellzug. Eine jüdische Frau entbindet dadurch vorzeitig und stirbt. Ihr Knabe bekommt Emmerenzia als Amme, und sein reicher Vater weiß sie zu bestimmen, mit nach Rumänien zu gehen, um das Kind dort drei Jahre lang zu betreuen. Ihr Mutterherz aber wendet sich dagegen, ihr eigen - Fleisch und Blut in der Heimat lassen zu müssen und mit dem fremden Judenkind in die Ferne zu fahren. Kurz vor der Abreise — vertauscht sie die beiden Knaben. Nach dreißig Jahren beichtet sie, kurz vor ihrem Tode, ihr Vergehen dem Pfarrer des Ortes, den sie auch verpflichtet, dieses Geheimnis nach ihrer Beerdigung ihrem vermeintlichen Sohne Christian, der unterdessen durch Fleiß und Talent Generaldirektor großer Aktiengesellschaften wurde, mitzuteilen. Diese Pflicht erfüllt auch der Pfarrer gegenüber Stockebrand, der — selbst ein Judenfresser — vor der Kandidatur auf edn antisemitisches* Programm für den Reichstag steht und auch der Schwager des feudalen Landrates v. Hahnenklee werden soll. Und nun setzt die Komödie der Rassen-Irrungen ein. Unter der Führung des vortrefflichen Schauspielers Rudolf Weiß wird die bissige Komödie blendend heruntergespielt. Fritz Links, Jacques Barta, Michael O r 1 a n, Georg Werner, Ernst Hardt, Otto Trill, Milo Sperber, H. Halban und die Damen Martha Aufwärber und Silvia G r o h s stellen ebenso reizend — groteske wie lebensnahe Typen auf die Beine. Der Erfolg ist außerordentlich. Das kleine, stimmungsvolle Theater zieht jetzt ein interessiertes Publikum aus allen Kreisen des jüdischen Wien heran. I. F. Sevilla Vxxtoc als „thelomeM" Gastspiel in den „Jüdischen Künstlerspielen" Die Popularität dieser Künstlerin ist so groß, daß ihr Name schon das Theater zu füllen imstande ist. Sevilla Pastor bedeutet ein Programm: Das leichte, lustige Genre, das bunte Spiel aus dem Leben der Juden des Ostens, mögen es Kaufleute, Bauern, Chassidim oder Komödianten sein. Im „MeJamedl" hat Frau Pastor die ebenso dankbare wie schwierige Aufgabe, aus jüdischen Farmern im fernen Amerika „koschere" Juden zu machen. Wie sie das bewältigt, gehört zu den amüsantesten Stunden eines jüdischen Theaterabends. „Melamedl" ist eine echte Lustspieloperette — halb Volksstück, halb Revue, mit Überaus reicher und lebendiger Musik. Couplets, Lieder, Terzette usw. halten den Hörer im Bann. Endlich wieder ein Stück, das auch musikalisch zu fessein versteht! Neben Sevilla Pastor gibt es diesmal ejn ebenso lustiges wie lebenswahres Komikertrio, das aus Frau Siegler und den Herren Dolly. Nachbar und B. Sigal besteht. Erna Siegler und der jugendliche Bonvivant Havis ergänzen das ausgezeichnete Ensemble, Der Erfolg ist so groß, daß „Melamedl" bis auf weiteres auf dem Spielplan verbleibt. —f—. , * Programm: Freitag, den 5., und Montag, den 8. ,;Chaskel Kolbojnik", Dienstag, den 9. „Die Komödiantin", ah allen anderen Tagen (auch Sonntag nachraitaga) „Pas Melamedl". Konxert im Caf«5*Re§tauiaiit Fefxer an der Schwedenbrücke. Es spielt die Kapelle Max Geiger an jedem Mittwoch, Samstag und Sonntag; von halb 9 We 2 Uir, Besvc^rkai^ 16 Groecüeru , . E Rabbiner Dr. Rosenmann Rabbiner Dr, Moses Rosenmann feierte am 21. Oktober in aller Stille seinen 70. Geburtstag. Nach kurzer Tätigkeit in Bisenz (Mähren) bekleidet er seit 1897 die verantwortungsvolle Stelle eines Rabbiners in Wien-Florldsdorf. In diesem radikal politisierten Bezirk war vor Rosenmann die Lage eines Rabbiners nicht beneidenswert. Es gelang ihm, in kurzer Zelt mustergültige Einigkeit in der Gemeinde herzustellen und höchste Achtung seiner nichtjüdischen Mitbürger und* der Geistlichkeit des Bezirkes zu erzielen. Rosenmann steht an der Spitze des gesamten jüdischen Lebens im Bezirk, wobei er in seiner Gattin, der Präsidentin des Frauenvereines, eine verständnisvolle Gefährtin findet. Zwei der Floridsdorfer Vereine hat er selbst gegründet* den I. jüdischen Jugendverein in Wien und den Verein Chonem Dal für jüdische Wanderer. Niemals ruhte Rosenmanns wissenschaftliche Tätigkeit. Von seinen Werken seien die beiden monumentalen Biographien Mannheimers (Wien und Berlin 1911, 1915, 1922) und Jellineka (1931) erwähnt, andere Publikationen erweisen seine Vertraut* heit mit den klassischen Sprachen und den arabischen Denkern. Besonders interessant ist seine „Jüdische Realpolitik" (1900), in der er die Entwicklung in Deutschland und auf der ganzen Welt vorausgesagt hati Große Verdienste erwarb sich Rosenmann um die Gründung des „Vereines für Geschichte des Judentums", dessen Präsident er seit langem ist. Da Rosenmann die feste Ueberzeugung hegt, daß nur im Legitimismus für sein geliebtes Vaterland und namentlich auch für seine Glaubensgenossen das Heil zu suchen ist, hat er sich mit dem Mute, der ihn immer auszeichnete, mit General Emil Sommer an die Spitze der jüdischen legitimlstlschen Bewegung gestellt, und hält seit einer Reihe von Jahren die legitimistischen Festgottesdienste im Seitenstetten-Tempel in würdigster Weise ab. Rosenmann, der sich voller körperlicher Frische erfreut, wünscht sich noch Jahre der Tätigkeit, um in schwerster Zeit seinem Volke dienen zu können. Seine zahlreichen Verehrer und Freunde schließen sich aus vollem Herzen diesem Wunsche an. _ Filme der Woche (Nachdruck nur mit Genehmigung des Blattes.) Frankreich: Die rote Robe — Pe>§ le Moko — „Le Mloche" — „Le Roi" — Beethoven. Amerika: Die gute Erde — Saratoga — Eine Dame der Gesellschaft — Darf ich bitten? — Die Eisprinizessin — Die Frau des G-Man — Meuterei in Sing-Sing — Man trifft sich in "Paris — Leidenschaft — Wir in der Todeszelle — Das Leben Emile Zola* -« Der Seeteufel — Im Schatten der Wolkenkratzer — Königin Victoria — Der letzte Zug aus Madrid — Für Sie, Madame — 100 Männer um 1 Mädel — Skandal auf der Rennbahn — Im siebenten Himmel — 1918. der Friede brach aus — Der anonyme Kavalier — Goldraiuscli — Aus der Werkstatt der G-Men. Filme unfet Arierparagraph Austernlilli — Die müde Helene — Patrioten — Unternehmen Michael — Mysterium des Lebens — Liebe kann lügen — IA in Oberbayern — Capriolen — Unentschuldigte Stunde — Land der Liebe — Liebesregiment — Zauber der Boheme — Das Schwelgen im Walde — Die Stimme des Herzens — Zu neuen Ufern — Ein Volksfeind — Sherlock Holmes — Die glücklichste Ehe von Wien — Peter im Schnee — Dtr zerbrochene Krug — Manege —; Kein Wort von Liebe -r- Der letzte Wiener Fiaker. Neue Filme „1918 — der Friede brach aus." In dem neuen Metro-Goldwyn-Mayer-Film „1918 — der Friede brach aus", welcher jetzt im Schweden-Kino in Uraufführung läuft, wird die weibliche Hauptrolle von Gladys George, einer für Wien neuen Filmschauspielerin, verkörpert. Die Künstlerin, welche von der Bühne zum Film kam, spielt die Rolle einer Frau, die zwischen zwei Männern steht, von denen sie den einen liebt und den andern bemitleidet. Die beiden Männer werden von Spencer Tracy und Franchot Tone dargestellt. „Die Jagd nach dem Tod." „Es geht um ein Menschenleben!" Dieser Schrei entringt sich der Kehle des verzweifelten Mr. Fontaine (Lewis Stone), dessen Sohn fälschlich wegen Mordes als Delinquent der Justifizlerung auf dem elektrischen Stuhl entgegensieht. Nur die Auffindung der Mordwaffe zum Zwecke der Durchbrechung der lückenlos vom Staatsanwalt aufgebauten Beweiskette kann Rettung bringen. In „Die Jagd nach dem Tod" spielen neben Lewis Stone noch Barbara Read und Tom Brown* Im Beiprogramm läuft der von den Polizeibehörden aller Metropolen als hochaktuell bezeichnete Originalbericht: „Aus der Werkstätte der G-Men". Premiere: Freitag, den 5. d. M., im Kreuz-Kino. KINOffPROGRAMME Kreuz-Kino wy* j ■ _ nach dem Tod I, Wollzeile 17 Telephon R-24-2-16 Voritcllungan: k, %6, Vat, ttio Lewis Stone SCHWEDEN mmmm^mm VORVERKAUF AI 10" ,«% «fitt b jS^^w Vorverkauf ab 10 Uhr vormittags ununterbrochen ugarten- Kino II, Untere Augarten- I strafle 28 Telephon A-40-5-88 ™?.L V'4» VA V4I0 Uhr 7. Woche prolongiert? Ur- und Allelnauff(Inning In Wien Der erste Tonfilm in jidd. Sprache JiMmU'km mit deutschen Fußtiteln Mit MALY PICON

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