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Die neue Welt · 1937-09-03 · Heft 686 (3.9.1937) · page 2

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Journal
Die neue Welt
Volume
11 (1937)
Issue
Heft 686 (3.9.1937)
Date
1937-09-03
Page
– (sequence 2)
Language
German
Belongs to
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Seit« 2 DIE NEUE WELT Nr. 686 vom 3. September 1937 Des Morgens DIA sieht man in jedem Hause Franzbranntwein mit Menthol im Gebrauch. Warum gerade diesen? 1. Weil die meisten Menschen gewohnt sind, ihren Körper mit Diana-Franzbranntwein einzureiben und ihn damit für die Mühen des Tages zu stählen und die Tätigkeit der Haut anzuregen, die Blutzirkulation zu beleben und die Nerven der Haut zu kräftigen. 2. Wer leicht zum Schwitzen neigt, muß unbedingt des Morgens den Körper mittels eines in Diana-Franzbranntwein getauchten Lappens frottieren, damit der geschilderte Uebelstand behoben wird. 3. Bei Brüchigkeit des Haares. Schuppen usw. ist Diana- Franzbranntwein von ganz ausgezeichneter Wirkung. i. Infolge des angenehmen Geruches und Geschmackes des Diana-Franzbranntweines sowie dessen Eigenschaften gibt derselbe ein ausgezeichnetes Zahn- und Gurgelwasser. 5. Wer in der Frühe einige Tropfen Dlana-Franzbrannt- wein in Wasser aufschnupft, beseitigt die häufig auftretende Verstopfungder Nasenkanäle. In jedem besseren Geschäfte erhältlich. Verlangen Sie ausdrücklich „DIANA." und nehmen Sie nur „DIANA". Minderwertige Nachahmungen sind energisch zurückzuweisen, Man sieht klarer Vor der Tagung des Völkerbundrates Nun haben der Zionistehkongreß, die erweiterte Jewisfr Agency . und die Mandatskömmission zu der von der ■ Mandatsmacht aufgeworfenen T e i 1 u n g sf r age> gesprochen; In Zürich hatte man's sehr eilig und .ging nur knapp an einer Niederlage vorbei, hingegen in Genf gewissenhafter, und weniger nervös. Es ergibt sich jetzt, daß die Eile Weizmanns in Zürich übertrieben war und daß man mit Ruhe und Sachlichkeit mehr erreicht hätte. Tatsächlich ist weder die Mehrheitsresolution des Kongresses, noch die Entschließung der Jewish Agency als Basis künftiger Entscheidungen anzusehen, sondern nur der Bericht der Mandatskommission, der sich allerdings nicht auf eine bestimmte Formel festlegt. Nebenbei bemerkt: Präsident Weizmann, der. auf dem Kongreß Verhandlungen mit den -Arabern für aussichtslos erklärt hatte, war unter dem Druck der Nicht- : San Rems, Penslone Feiice Corso dell1 Impere 184. Unter Aufsicht des Hamburger Vereines. Direktion: Dr. med. Alex Schwarz zionisten von der erweiterten Jewish Agency zur Ansicht gelangt, daß Verhandlungen mit den Arabern nicht ganz aussichtslos wären. Man kann annehmen, daß Weizmann diese Sinnesänderung an den Tag gelegt hat, um die gefährdete Einheit der Jewish Agency zu retten. Während diese Zeilen geschrieben werden, geht der Völkerbundrat daran, den Bericht der Mandatskommission zu studieren, um der britischen Regierung mitzuteüen, daß die Frage der Aufhebung des Mandats in Genf behandelt werden kann, sobald die britische Regierung einen genau ausgearbeiteten Plan über die Installierung eines jüdischen und eines arabischen Staates und über den Status dieses Staates vorgelegt hat. Der Völkerbundrat ist die Instanz für Aufhebung, bzw. Modifizierung der Mandate, und wenn England einen Plan vorlegt, der dem Völkerbundrat genehm ist, wird es zur Niederlegung des Palästina- Mandats durch England kommen. Es handelt sich jetzt darum, was für einen Plan England vorlegen wird. Darüber finden wir in einer Palcor-Nachricht aus London Anhaltspunkte. Darin wird zunächst festgestellt, daß das im „Jewish Ch ronicle" veröffentlichte Gespräch zwischen Ormsby-Gore und Dr. Weizmann, betreffs Einzelheiten des Teilungsplanes, viel Aufsehen erregt hat. Weiters wird durch Reuter eine Erklärung veröffentlicht, daß die britische Regierung sich zu keiner präziseren Aenderung der Vor- Ueusiaa ickstw* - Semttem^ schlage der Peel-Kommission verpflichtet habe und daß die endgültige Entscheidung bezüglich des Regimes in Palästina erst nach der Session des Völkerbundrates werde getroffen werden können. Die Delegation der britischen Regierung, welche von Kolonienminister Ormsby-Gore geführt wird, werde vom Völkerbund verlangen, im Prinzip die Vorschläge der Kgl. Kommission anzunehmen. Betreffs der Zukunft Haifas und des Haifaer Hafens, den England mit einem Kostenaufwand von einer Million Pfund gebaut hat, und dem eine besondere Bedeutung als Flottenbasis im östlichen Teil des Mittelländischen Meeres zukommt, werden — heißt es in der Erklärung — ebenso wie die anderen Fragen im gegebenen Zeitpunkt entschieden. Diese Erklärung läßt deutlich erkennen, daß die englische Regierung nicht gewillt ist, Uber die bisher getroffene Entscheidung hinauszugehen, das heißt, irgend welche Konzessionen zu machen. „Evening Standard4' verlangt die Demission Ormsby-Gores für den Fall, das er tatsächlich das in Rede stehende Gespräch mit Dr. Weizmann geführt hat, dessen wichtigste TöÜevi bekanntlich während des Züricher ZKonistenkongresätes durch die „Kongreß- Tribüne der Jud#ristaat spart ei" veröffentlicht würden und ungeheures Aufsehen erregten. Ormsby-Gores Versprechungen an Dr. Weizmann erweisen sich im Lichte der- Erkläfung des Reuter-Büros als für die britische Regierung nicht bindend. Unter solchen Umständen)"erscheinenf die Hoffnungen, die einzelne Ja-Sager äri ihre Zustimmung zum Teilung3plan knüpften, durchaus illusorisch. Dr. Weizmann hat, entsprechend seiner bisherigen Methode, die besten Möglichkeiten für ein größeres Palästina durch Verhanctlungen in Aussicht gestellt WD Restaurant Stefanie ■wd II, Taborstraß« 12 Telephon R>48-4-46 HUGO und JULIE HERLINGER, geb. Zollner Erstklassige renommierte Küche, große Auswahl Reichhaltige Menüs von 1.60 aufwärts / Exakte Bedienung / Schöner, schattiger Garten / Angenehmer Aufenthalt und viele ehrliche Zionisten bewogen, für die Resolution der Exekutive zu stimmen. Heute sehen viele, die Verhandlungen als günstige Chance betrachteten, klarer. Immer deutlicher erkennt man, daß es nur eine geringe Hoffnung auf Verbesserung des Teilungsplanes gibt, daß also die Weizmann-Resolution ein Verbrechen, mehr noch: eine Dummheit war. Wird Weizmann immer noch behaupten, daß die Lage „satis-* factory" ist? Vor neuem Terror in Palästina? Ein Jude in einem Autobus getötet Aus Jerusalem, 30. August: Der im Verlauf der letzten Wochen verübte arabische Terror hat am Sonntag, den 29. August, den Höhepunkt erreicht, als in der Nähe von Arza auf der Strecke Jerusalem— Tel-Aviv arabische Terroristen auf einen Autobus der jüdischen Egged-Gesellschajft; einen Ueberfall verübten, bei dem ein jüdische r/P assagier getötet wurde. Es handelt sich, um-den aus Aegypten stammenden 45jährigen Schneider B erkovsky aus Tel-Aviv. Augenzeugen schilderten den Hergang des Ueberfalles wie folgt: Ein kleiner arabischer Wagen, der dem Dr. O GESCHÄFT BERGER Wien I, Freyung U - 27 - 2 - 11, U - 28 - 2 - 55 Telephon Durchführung sämtlicher Bank» und Börsetransaktionen Autobus bereits einige Kilometer weit gefolgt war, kam in der Nähe von Arza an einer schmalen Stelle der Straße nahe an den Autobus heran, wobei blitzschnell aus dem Wageninnern von einem Araber mehrere Schüsse auf den Autobus abgegeben wurden. Der Wagenlenker und' der Schütze sprangen vom Wagen ab und flüchteten. Zwei jüdische Arbeiter bei Karkur ermordet In der Nähe von Karkur sind zwei jüdische Arbeiter, die mit der Inspektion von Brunnen be- 2fe den katm Twda%m wie alljährlich — auch heuer ins ^RESTAURANT W. SpcWztz jetzt II, Hammer - Purgstallgasse 7 (Nähe Dianabad) Bekannt vorzügliche Wiener Küche Menüs von Schilling 1.60 aufwärts Oriental. Spezialitäten am Rost und Spieß schäftigt waren, aus dem Hinterhalt erschossen worden. In Terra Santa bei Jerusalem wurde ein Araber von unbekannten Tätern erschossen. Wird das Kriegrecht verhängt werden? Aus Jerusalem, 31. August: Das Wochenende war durch eine Verschärfung des arabischen Terrors gekennzeichnet. Die blutigen Terrorakte im Laufe des Sonntag und Montag, bei denen drei Juden getötet und mehrere Juden verletzt wurden, haben die Befürchtung geweckt, daß Palästina am Vorabend neuer Unruhen steht. Angesichts der äußerst ernsten Lage sind die militärischen Kommandanten der in Palästina stationierten britischen Streitkräfte zu einer Besprechung zusammengetreten, um die Maßnahmen zu erörtern, die im Falle des Ausbruches neuer Unruhen ergriffen werden sollen. Die Verhängung des Kriegsrechtes wurde erörtert. Der Konferenz wohnten der bisherige Oberkommandierende in Palästina, Generalleutnant Sir John Dill, und der vor wenigen Tagen erst im Lande eingetroffene neue Oberkommandierende, Generalmajor Wavell, bei. Außerdem wurden in ganz Palästina die Polizeiabteilungen verstärkt. Am Montag, 30. August, fand in Tel-Aviv das Begräbnis des in einem Autobus auf der Fahrt zwischen Tel-Aviv und Jerusalem erschossenen jüdischen Schneiders Abraham B e rk o v s k y statt. Das Begräbnis, an dem weit über 6000 Personen teilnahmen, gestaltete sich zu einer jüdischen Manifestation. Berkovsky hinterläßt eine Frau und sieben Kinder. Die bei einer Brunneninspektion in der Nähe von Karkur aus dem Hinterhalt erschossenen jüdischen Arbeiter konnten inzwischen agnosziert, werden. Es handelt sich um den 32jährigen Daniel S t an i e c k i und um den 30jährigen IserBankus, die beide aus Grodno in Polen stammen. Die Leiche von Bankus war von den Arabern in den Brunnen geworfen worden. In der Nacht zum Dienstag kam es im jüdischen Viertel von S a f e d zu schweren Schießereien. In Tel-Aviv wurde von unbekannten Tätern eine Bombe geworfen, durch die zwei Araber und ein Jude schwer verletzt wurden. Infolge der jüngsten Vorfälle in Jerusalem wurden die Polizeipatrouillen verstärkt. Verdächtige Personen werden angehalten und nach Waffen durchsucht. Im Laufe des Montag wurden mehrfache Haussuchungen vorgenommen. Bei Magen- und Darmbechwerden, Verstopfung, Aufblähung, Sodbrennen, Aufstoßen. Eßunlust, Benommenheit, Schmerz in der Stirn, Brechreiz bewirken ein bis zwei Odas natürliches „Franz-Josef"-Bitterwasser gründliche Reinigung des ganzen Verdauungs-' weges. Es wird ärztlich bestens empfohlen. Im Dorfe S u m e 1 bei Tel-Aviv wurde ein Araber angeschossen und schwer verletzt. Er wurde ins Hadassah-Spitai gebracht. „Davar" verlangt die Bewaffnung der4 jüdischen Autobus-Chauffeure. Das Blatt betont, daß jene Optimisten, die geglaubt hatten, daß der arabische Terror aufgehört habe, im Irrtum waren; es sei dringend notwendig, die jüdischen Autobus-Chauffeure zu bewaffnen, um den Angriffen bewaffneter Araber auf den Landstraßen begegnen zu können. Letzte Meldungen Alis Jerusalem, 1. September: Die Situation spitzt sich wieder zu. In der Bevölkerung befürchtet man eine Wiederkehr der großen Unruhen, die -man; im vorigen Jahr erlebte. Mit Gewehren bewaffnete englische Polizei1 patrouilliert auf Lastwagen durch die Straßen. Alle jüdischen Autobusse haben bewaffneten Schutz erhalten. Der Autobusverkehr zwischen Tel- Aviv und Jaffa wurde unterbrochen. Die arabischen Blätter mahnen zur Ruhe, da die Palästina-Frage von den Herrschern der benachbarten arabischen Staaten beraten werde und eine Störung des Friedens unklug wäre. Ebenso suchen die jüdischen Führer die jüdische Jugend von Vergeltungsmaßnahmen gegenüber den neuerlichen Terrorakten zurückzuhalten. F A H R R F A B R O- K LUMAG KINDERWAGEN» FABRIK von S 35.— Kfnderwagenverkauf: VII, Neubaugasse 21 / XVII, Kulmgasse 34 X, LaxenburgerstraOo 82 / XX, Jägersuaßa 41 Fahrrad!abrik: VII, Burggasse 110 Bequeme Teilzahlung! Kataloge gratis! Bisher wurden fünf Araber und drei Juden getötet und drei Araber und zwei Juden verwundet. In den Straßen von Haifa wurden gestern Plakate angeklebt, die die Araberzum A u f s t a n d a u f« rufen und die von einem Führer des-vorjährigen Aufstandes gezeichnet sind. Der Mufti Aus Jerusalem: Das Propagandabüro 'des Mufti in Jerusalem hat in dem Bestreben, neuer* lieh einen großen arabischen Protest*

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