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Die neue Welt · 1937-09-03 · Heft 686 (3.9.1937) · page 1

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Journal
Die neue Welt
Volume
11 (1937)
Issue
Heft 686 (3.9.1937)
Date
1937-09-03
Page
– (sequence 1)
Language
German
Belongs to
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huthfksäuuiML, **7 v<ti. V»*. "t'V* Preis 20 Groschen 6f-&. " ' ........* "" ' ' ■ Freitag, den September 1917 II» Jahrcju* f®tv 686 V* b, b* aig vom Verleger versendet „Journal expedie par l'editeurM REVUE HERAUSGEBER: ROBERT STRICKER BEZUGSBEDINGUNGEN: Oesterreich monatlich S 1.40, vierteljährig ö 4.—, ganzjährig ö 16.—; Polen monatlich Zloty 1.50. -------„. , Bulgarien ...__________—.---- . -------„-----„-------- , , , _ Schweiz und die übrigen Länder monatlich Schweizer Francs 1.50, vierteljährig Schweizer Francs 4.50. Mit E bezeichnete Anzeigen sind entgeltlich. Redaktion u. Verwaltung: IX, Universitätsstr. 8,7ei. A-20-2-78 - Erscheint Diensta? u. Freitag ORBIS S POLEN Abfahrt: jeden zureiten Sonntag A n m e 1 d u n g e n: Poln. Reisebüro „O R BI SAi I, Kärntnerstrane 41, R-21-5-78 OESTERREICHISCHES VERKEHRS-BÜRO . I» Friedrlchstraße 7, B-87-500, i. Graben 20, U-29-0-35 Die nächste. Nummer unseres Blattes erscheint Freitag, den 10. September. H&ujaUe5696 Von Babb. Dr. Israel ZwiKanner Wir hüben jnil dem allen Jahre einen Teil unseres Lebens ,zu Grube gelragen. Ein Grab liegt hinter uns. vor uns winkt nettes Leben und neues Streben. Welches . Grab 'Gott-auch inimer :m der J' ergungenh'evL gegraben hat, er. hat es verschüttet, damit neues: Leben darauf erstehe, . . , Immer hast Du. Allmächtiger, am Jörn Haralh Ol am. um Tage.; da die Welt -schwanger wird, Totes belebt. Vor• 5698 Jahren hast Du die -Welt am Neujahrs! age aus dem Chaos geschaffen: Am Neujahrstage sind die' drei-Urväler geboren .und an diesem Tage sind sie;,gestorben. Sarah, - Rahel - und Chanah wurden von Dir an diesem Tage mit Kindern gesegnet. Josef ist an Ahm. aus dem Gefängnis befreit morden. Den aus'(lex Gefangenschaft Zurückgekehrten hat Esra'- die Thora, am Neujahr st age vorgelesen. Dieser Tag fvar immer Beginn hoffnungsreicher Zeil. Göll ist mit uns. Aber mir müssen auch \nii ihm sein! Gibt es denn für die- Leiden auf dieser Erde, denen kein Mensch entgeht,, einen süßeren und wirksameren 'Trost, als jenen,' welchen der Auf blick zujn Himmel spendet.. . Mit lierrlicjißn Gebelen und- Schofartönen begrüßenwir das neue Jahr. Gott hat es gesendet. Ihm gebührt Preis und Dank, und Qolles Nähe tut. uns wohl. Mögen dichte Schleier über dem Weg liegen, den wir heule betreten. Uns leuchtet, aus dem Dunkel der Zukunft . ein Strahl der , Erkenntnis. entgegen: Gott ist. nül^unsl'••, .. .. . , . 'Solange der, Tempel stand war das Schofarblasen nicht auf Rosch-Haschanah beschränkt. Täglich erklang sein mahnender Ruf; zweimal, wenn das ständige' Opfer dargebracht wurde, am Morgen und>:atn 'Abend. Aber während der tägliche Ihif Rur am die ittir Heiligtume ' versammelten Priester erging,. , erging er am Rosch-Haschanah. ■ an jeden Israeliten, wo immer er sich auch befand. Am Schlüsse, nach gebrochenen und rauhen Tönen, erschallt' die langgedehnle, einheitliche Tekia Gedola. So m}ög'e das jüdische Volk nach einem Jahr gebrochenen Willens und'rauhen Stedens sich aufraffen zu einheitlichem Entschluß. Zu einem Entschluß, der'weder Verzicht noch Kompromiß kennt, zu einem Entschluß, dem die Tekia Gedola innewohnt, der Ruf nach Großem und Ganzem! ■ Herr und Vater,'mit'innigem Gebet stehen mir vor Deinem' Angesicht. Iii Deiner 'Hand ruhen der Zweiten Lose. Nimm unser heißes Flehen um Deinen Segen idoh-l gefällig auf. Segne .uns, Allgütiger, mit' Deinem Beistund. Von Dir allein, Wellenschöpfer, kann uns . wahre Hilfe kommen. Amen. Amen ... Einzige Jüdische Handelsschule für Mädchen Unterricht laut NormaUelirplan für Handelsschulen. •Abendkurse für kaufmännische Fächer, Sprachen usw. Wien II, Qbere Donaustrane 19 / Tel. A-43-9-40, Unterrichtsbeginn: 29. September 1937 Arabisch-jadischer Gegensatz stärker als je Aus Genf wird berichtet: Der Vertreter der Jüdischen Telegraphen-Agentur hatte Gelegenheit, sowohl den Bevollmächtigten der Zionistischen Exekutive beim Völkerbund, Dr. Nahum Goldmann, als auch die Führer der arabis c h e n D e 1 e g a t i o n, die sich anläßlich der Tagung der Permanenten Mandatskommission in Genf aufhielt, über die Möglichkeiten des Zustandekommens einer jüdisch-arabischen Round Table-Konferenz zu befragen. Dr. Nahum Goldmann erklärte, die Jewish Agency sei stets bereit gewesen und sei es auch heute, mit den Arabern zu »einer- Konferenz: am Runden 'Tisch zusammenzutreffen. .'Eine' Verständigung , mit den Arabern könne allerdings nur auf der Basis der Balf our-Deklaration und des Mandates erfolgen. Die Araber müßten ferner bereit sein, einer auf das Prinzip der 1 wif t s'ch ä'f 11 ich en- Aufnah m e f ä h i g k e'it gestützten: f jüdischen Einwanderung in'Palästina'zuzustimmen und sich mit dem Gedanken abzufinden, daß die Juden''in Palästina eine M e h rh e i t bilden werden. ' rasiert besser, rasiere öfter, rasiert glatter, Swing ist die Klinge für Sie! Daher kauft jedermann, der Vorteile schätzen kann: nur noch die Swine ' Die Führer der arabischen Delegation, Adv. Auni Bey Abdul H a d i und Scheich A r s 1 a.n, gaben in einem längeren Gespräch ihrer Ansicht dahin Ausdruck, daß eine Verständigung mit den Juden nur möglich sei, wenn diese auf ihre zionistischen Aspirationen verzichten. Die Araber seien bereit, den Juden vollständige Gleichberechtigung in Palästina zu garantieren; die Juden würden entsprechend ihrem verhältnismäßigen Anteil an der Gesamtbevölkerung an der Regierung des Landes teilnehmen können, die hebräische Sprache werde eine der offiziellen Landessprachen sein. Die Voraussetzung für dies alles müsse jedoch sein, daß die Juden den Gedanken, jemals eine Mehrheit im Lande z u b i l d e h,' a u f g e b e n. Nur in diesem Falle werde .es - in Palästina Frieden geben können. Werde man jedoch versuchen, den Teilungsplan ohne die Zustimmung der Araber, die niemals erfolgen werde, mit Gewalt zu verwirklichen, dann würden die Araber Gewalt mit Gewalt beantworten. Wir glauben nicht, erklärten die arabischen Führer zum Schluß, daß die englischen Soldaten eine solche Mission auf Jsich werden nehmen wollen. Wird man versuchen, die •Teilung Palästinas mit Hilfe einer' jüdischen Armee durchzuführen, dann wird niemand die a r a b i sehen A r m e e h des Irak, Transjordaniens, 'Syriens'. und': der anderen arabischen Länder daran hindern' können,' über die' paar hunderttausend Juden in. Palästina herzufallen, sie zu töten und ihre L e ic h en i n s#e e r zu werfen. , Panarabisdier Kongreß nach Syrien einberufen Aus Jerusalem (J. T.-A.'): Der panarabische Kongreß, der zu der Palästina-Frage Stellung nehmen soll, ist nunmehr endgültig tür den 8. September nach Baludan bei Damaskus einberufen, worden, nachdem frühere Versuche, diese Veranstaltung zustandezubringen, gescheitert waren. Die Regierungen der arabischen Staaten werden sich jedoch auf dem Kongreß nicht offiziell vertreten lassen. Der Oberste Arabische Ausschuß Palästinas entsendet zu dem Kongreß eine Abordnung, . der Izzat Darwaza, Jemal. Husseini, Achmed Hilmi Pascha und Jakub " Ghussein angehören. Es verlautet, daß Emir Shekib Arslan, der nach jahrelangem. Exil vor einiger Zeit aus Genf nach Syrien zurückgekehrt ist, bei dem Kongreß •den Vorsitz führen wird. Dagegen ist nicht zu erwarten, daß der Großrnufti Hadsch Emin el Husseini Jerusalem vei'lassen wird. Dies dürfte die Wirkung des Kongresses erheblich beeinträchtigen. Interessenten melden sich Aus Prag: Das tschechoslowakische Preßbüro meldet aus Haifa: Nach der Rückkehr des saudischen Kronprinzen aus England berät nun I b n S a u d mit seiner Regierung über den Standpunkt, welcher zu dem palästinensischen Teilungsplan eingenommen werden soll. Den Hauptgegenstand der Verhandlungen bildet die.Frage .des strategisch wichtigen Hafens Akaba (palästinen- .sicher Hafen am Roten Meer). Nach dem englischen Plan soll dieser Hafen dauernd unter englischer Mandatsverwaltung bleiben. Demgegenüber fordert Ibn Saud, daß Akaba Saudisch-Arabien angegliedert werde* Unberufene Vermittler Aus London: Die „Times", veröffentlichen den Inhalt einer Depesche aus Paris, -.wonach dasdortige „Komitee zur Verteidigung der Rechte der Juden in Ost- und Mitteleuropa" Schritte zur Einberufung einer jüdisch.-arabi seh en Round-Table-Konferenz zum Zwecke der Lösung des Palästina-Problems unternommen. hat. Die' jüdischen Vertreter sollen dabei nicht als offizielle Repräsentanten der Jewish Agency zur Konferenzkommen, da die Jewish Agency von den Arabern juridisch niemals anerkannt worden, ist, sondern nur als Privatpersonen.. Aus den Kreisen . des Komitees .verlautet, wie - der „Times"-Korrespondent meldet, . daß der Plan , einer Teilung Palästinas in der von der Kgl. Kommission vorgeschlagenen Form für die Araber unannehmbar ist. Er würde ihnen jedoch annehmbarer erscheinen, wenn die Juden sich bereit erklärten, daß der künftige jüdische ' S t a a t mit dem . künftigen arabischen Staatenbund zu1 einer Föderation vereinigt werde. Der Korrespondent will schließlich erfahren haben, daß die Rede Dr. Weizmanns auf der Plenarsitzung des Councils der Jewish Agency am 13. .August in Zürich, in welcher-er sich positiv zum Gedanken einer Föderation der arabischen Staaten geäußert habe, in arabischen politischen Kreisen, einen günstigen Eindruck hervorgerufen habe. Allen Freunden und Kunden wünscht ein rata rw Generalagentur: WIEN, l.f KÄRNTNERRING Nr. 6 Zweigstelle: WIEN, I., KOHLMARKT 1 t

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