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Die neue Welt · 1937-06-25 · Heft 666 (25.6.1937) · page 3

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Journal
Die neue Welt
Volume
11 (1937)
Issue
Heft 666 (25.6.1937)
Date
1937-06-25
Page
– (sequence 3)
Language
German
Belongs to
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Nr. 666 vom 25. Juni 1937 DIE NEUE WELT Seite S Ii Für den Judenstaat ♦ ♦ ♦ Gegen die Teilung Palästinas ♦ ♦♦ Für die nationale Einheit ♦ ♦ ♦ g____ Gegen Klassen* und Kulturkampf * ♦ ♦ Listenführer: Dr.O.Grünbaum, Robert Stricker Wählet am I.Juli die Liste: NATIONALER BLOCK klothmtuegd Vom ösferreidiisdien Nazismus Man kann den verschiedensten politischen Ansichten huldigen, man kann gegen die Regierung, ja gegen die Verfassung eines Landes mit den schärfsten Mitteln ankämpfen und doch ein Ehrenmann sein; wo aber die sittliche Fäulnis so tief eingefressen ist, daß gegen den Wohlstand, den Frieden und den Bestand des eigenen Landes, noch dann mit den tückischesten Mitteln der Verfälschung vorgegangen wird, da sollte wohl auch jede Schonung und Nachsicht ein Ende haben! [ „Sturm über Oesterreich" (20. Juni 1937). . Englische Bibel-Verbundenheit „Gott, heiliger Vater, der Du von altersher durch Salbung mit Oel Könige, Priester und Propheten einsetzest und weihtest, um Dein Volk Israel zu lehren und &n regieren, segne und heilige Deinen erwählten Diener Georg... Und wie Salomo von Zadok dem Priester und Nathan dem Propheten zum. König gesalbt wurde, so se'ist Du gesalbt, gesegnet und geweiht zum König über die Völker, die Dein Gott Dir zur Herrschaft gegeben h^t,.." Text der britischen Krönungszeremonie. Erziehung zum Zionismus 1 Die Kulturpolitik des Zionismus muß das jüdische Volksleben, das vom Prozeß der Assimilation heute bedroht undverheert wird, bis in die letzten Winkel durchdringen — um in seiner Mitte, durch die Kraft und nach dem' Beispiel des xoerdenden Ercz Israel, Zelle an Zelle zionistischen Lebens zu errichten, Hilfs- und Ansatzpunkte des großen Kampfes, den wir führen. Das bedeutet: nationale Politik der jüdischen Kindererziehung und Zionisierung aller pädagogischen Institute, denen jüdische Kinder anvertraut sind; Pflege der hebräischen Sprachbewegung in allen ihren Erscheinungsformen; zielbewußte Sorge für die Jugend und ihre Entwicklung; geistige Einflußnahme auf die zionistische Frauenbewegung; Förderung von grundlegender zionistischer Literatur in allen Sprachen, deren sich die zionistische Bewegung bedienen muß; systematischer Ausbau der mündlichen zionistischen Aufklärungsarbeit und die Anpassung dieser Arbeit an die modernen Forderungen mit den neuesten Methoden des Intellekts und des Gemütes. Der hebr. Schriftsteller Nathan Bistritzky. Leben ohne Galuth Wenn Millionen Juden einmal gekostet haben werden, ohne Galuth zu leben, so wird keine Schwierigkeit der Welt die anderen abhalten, sich mit aller Gewalt und Anstrengung aus der Galuth hinauszudrängen. ' Abraham Schwadron (Jeruschalajim). Das ludische Wand in Palästina Wer im Gan Benjamin die Kinder unter sich und in ihrem Verhältnis zu ihren Müttern beobachten konnte, der konnte feststellen, daß diese Jugend nicht im geringsten undisziplinierter ist, als irgend eine andere Jugend. Die Charaktere sind verschieden; aber die Grundhaltung dieser. Jugend war nach meinen aufmerksamen Beobachtungen eine durchaus friedliche. Neben dem natürlichen Drang des Kindes, sich auszutoben, war immer wieder festzustellen, daß sich die Autorität der Eltern durchsetzte. G. Neu mann (Haifa). - Zionistischer Veransfattungskalender Montag, 28. Juni . ' Ortsgruppe Mödling. Generalversammlung. . Referent: Dr. Paul Berger, Vizepräsident des Zionistischen Landesverbandes. . II. Bezirk. Sektion Wizo, Prater und Schüttel. ¥>9 Uhr abends, Restaurant Lustig, Venedigerau 8. Oberbaurat Ing. Robert Stricker, Rat der Stadt Wien Dr. Jakob Ehrlich, Dr. J. H. Körner und Doktor Nachman Pre y, „Der jüdische Staat und der Kongreß". II. Bezirk. Sektion I/II/III und XX. Hotel Continental, II. Taborstraße 4. 149 Uhr abends, Doktor Oskar Grünbaum, Präsident des Zionistischen Landesverbandes für Oesterreich, Oberbaurat Ing. Robert Stricker, Dr. Henhy Lichtenstein-Rappaport, Fritz Richter: „Die jüdische Republik und der Kongreß". XX. Bezirk. Sektion Wizo, XX., Jägerstraße 30. 149 Uhr abends, Mitgliederzusammenkunft. Tagesordnung: „Kongreßwahl". — XX. Bezirk. Sektion Zwischenbrücken, Restaurant Moser, XX., Dresdnerstraße Nr. 51. 149 Uhr abends, Dr. Oskar Grünbaum, Präsident des Zionistischen Landesverbandes für Oesterreich, Doktpr Michael Steinberg, Rabbiner Dr. Zwi Kanner: „Die bevorstehende Entscheidung über den Jüdischen Staat und der Kongreß". Mittwoch, 30. Juni TV. Bezirk. Sektion Wizo, IV., V., Hauslabgassc 2. l/ü9 Uhr abends, Oberbaurat Ing. Robert Stricker, Dr. I. H. Kömer, Dr. Leon Preis: „Die Ereignisse in Palästina und der Kongreß". T X. Bezirk. Sektion VHI/IXi XVIII und XIX, IX... .Währingerstraße 6-8, 'A9 Uhr abends, Dr. Oskar Grünbaum, Präsident des Zionistischen Landesverbandes, Dr. Paul Berger, Vizepräsident des Zionistischen Landesverbandes. Frau Dr. Henny Lichtenstein-Rappaport, Apotheker .T. Groß: „Die bevorstehende Entscheidung über (Jen' jüdischen Staat und der Kongreß". VII. Bezirk. Sektion VI/VII und XIV/XV, VII., Hermanngasse 9, 149 Uhr abends, Staatsrat Doktor Pesider Friedmann, Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde, Rat der Stadt Wien Dr. Jakob Ehrlich, Fritz Richter: „Die jüdische Republik und der Kongreß". X. Bezirk. Sektion X, Rosensäle, X.. Favoritenstraße 83, 149 Uhr abends, Dr. Oskar Grünbaum, Präsident des Zionistischen Landesverbandes, Oberbaurat Ingenieur Robert Stricker, Medizinalrat Dr. Schallt und Medizinalrat Dr. Philipp Schwarz: „Der Judenstaat unterwegs .und der Kongreß", Kommissionsbericht fertiggestellt Die Nachrichten über den Inhalt des Berichtes der Kgl. Kommission und über die künftige britische Palästina-Politik, die eine neue Aera in der Geschichte des Vorderen Orients einleiten soll, nehmen kein Ende.# Insbesondere der „Daily Herald" macht ausführ-« liehe Mitteilungen über den angeblichen Plan der Teilung Palästinas und die Arbeit der Kgl. Kommission, die bereits beendet und von den Mitgliedern gefertigt ist. Wiederum werden Einzelheiten über die Grenzen des jüdischen Teiles Palästinas veröffentlicht; bezüglich des N e g e w, des südlichen Teiles Palästinas, Arbeifende Menschen wissen, daß zu erfolgreicher Arbeit bester Kräftezustand, ruhige Nerven, gute Stimmung notwendig sind. Zur Kräftigung des Körpers, zur Behebung von Mattigkeitsgefühl gibt es ein zuverlässiges Mittel: I AN Franzbranntwein mit Menthol Bestes Einreibemittel, hervorragend zur Mund-, Zahn- und Rachenpflege und zu mannigfachen anderen Zwecken In jedem besseren Geschäft erhältlich. Verlangen Sic ausdrücklich „Diana" und nehmen Sie nur „Diana". Minderwertige Nachahmungen sind energisch zurückzuweisen zwischen Ghaza und dem Roten Meer, sollen Verhandlungen mit zionistischen Führern schweben, welche versuchen, dieses Gebiet in den jüdischen Staat als Boden- und Kolonisationsreserve einverleibt zu bekommen. Demgegenüber erfährt die Jüdische Telegraphen- Agentur auf eine Anfrage im Kolonienministerium, daß der Bericht der Kgl. Kommission noch nicht gedruckt vorliegt und vor Ende des-Monats kaum veröffentlicht sein wird. Die „Frankfurter Zeitung" stützt sich bei ihrer Behandlung der Palästina-Frage auf englische Zeitungsberichte und stellt fest, daß die Vorschläge der Kgl. Kommission weder bei den Juden noch bei den Arabern günstig aufgenommen werden und England werde daher, wenn es seiner Politik diese Vorschläge zugrundelege, schwierige diplomatische Verhandlungen zu führen haben, da es sowohl die Zustimmung des Völkerbundes wie das Einverständnis der Vereinigten Staaten, die mit Großbritannien einen besonderen Vertrag über Palästina abgeschlossen haben, einholen müsse. In der ägyptischen Tageszeitung „El MoJcatt am" (Kairo) findet sich ein Vorschlag des Vorsitzenden des ägyptischen Regentschaftsrates Mahamed Ali in Form eines Briefes an Außenminister Eden und den Oberkommissär Wauchope, der dahingeht, daß sich Palästina und Syrien als Mandatsländer über eine Vereinigung beider Länder auf der Grundlage eines föderativen Systems verständigen. Die syrische Zeitung „A1 i f B a" (Damaskus), wiederum erklärt, daß es bereits zu einer Verständigung zwischen England und Frankreich gekommen sei, und zwar derart, daß der arabische Teil Palästinas an Transjordanien angeschlossen und dieses mit den benachbarten arabischen Gebieten (Syrien, Irak usw.), vereinigt werde. Vorläufig gehören all die Nachrichten und Schlüsse in das Gebiet vager Vermutungen. Es ist anzunehmen, daß vor dem 31. Juli, dem Beginn der Tagung der Mandatskommissionen des Völkerbundes in Genf, nichts Positives über die Absichten der englischen Regierung bekannt werden wird. San Remo, Pensionen Corso dell' Impero 184. Unter Aufsieht das Hamburger Vereines. Direktion: Dr. med. Alex Schwarz Der XX« Zioni§fenkongreß in Washington Deklaration des Exekutiv-Kommittees der Judenstaatspartei Im Mai hat sich das Exekutiv-Kommittee der Judenstaatspartei an die Zionistische Exekutive mit der Forderung gewandt, den XX. Zionistenkongreß, gemäß dem Antrage der Zionistischen Organisation Amerikas nach Washington einzuberufen. Der Plan, in Zürich den entscheidendsten Kongreß nach der Balfour- Deklaration abzuhalten, den Kongreß, von welchem der jüdische Hilferuf an die ganze Welt ausgehen soll, ist ein politisches Armutszeugnis für unsere leitenden Instanzen. Eiiipfiiiflliclie erlöst die blitzschnelle, glatte, scharf-scharfe Als Antwort auf unseren Vorschlag erhielten wir von der zionistischen Exekutive ein "veraltetes Zirkularschreiben, aus welchem wir entnehmen sollten, wie die zionistische Bürokratie sich Monate vorher zu dieser Frage eingestellt hatte. Daher wenden wir uns mit unserer Fordeung an die breite zionistische Oeffentlichkeit: Ein Zionistenkongreß in Amerka wird die Aufmerksamkeit der Regierungskrise der U. S. A. auf unsere Fragen lenken, um so mehr als dort tiefe Sympathie und Freundschaft für die Durchführung der Mandatsverpflichtungen besteht. Die Stellung der Vereinigten Staaten zu unserem historischen Kampfe um den Wiederaufbau des Judenstaates in Erez Israel muß starken Einfluß dort ausüben, wo es für uns notwendig ist. Einerseits auf Grund der allgemeinen Positionen Amerikas, andererseits wegen der speziellen Rechtsstellung, welche Amerika bei der Durchführung des Palästinensischen Mandats eingeräumt erhielt. Heute, wo Feinde aus dem Hinterhalte die Zukunft des Zionismus bedrohen, ist es Aufgabe des Zionismus, die Sympathien, die er in den U. S. A. genießt, zu aktivisieren und nicht einzuschläfern. Andererseits wird es ein Segen für den Kongreß sein, wenn er unter den schützenden Fittichen des amerikanischen Judentums stattfindet, des einzigen großen Judentums, das noch nicht zum Paria degradiert worden ist. Abgesehen vom amerikanischen Zionismus, fordern heute bereits viele Teile des europäischen Zionismus, daß der Kongreß nach Amerika einberufen werden soll. Außer uns die Weltzentrale des Misrachi und große Teile des polnischen Zionismus. Einflußreiche zionistische Organe-treten für diese Forderung ein. Die zionistische Exekutive nimmt eine negative Stellung zu diesem Vorschlag ein. Ihre Einstellung ist verständlich, denn sie hat sich bereits mit der bevorstehenden Gefahr abgefunden, die seitens der Peel-Kommission droht, mit der eventuellen Teilung des Landes. Der Vertreter der Exekutive Dr. N. Goldmann hat ja bereits offen erklärt, daß sich die Exekutive nur um die Grenzen des künftigen Palästinensischen Ghettos sorgt, das England für uns zu schaffen im Begriffe ist. Da kann man von der Exekutive natürlich nicht erwarten, daß s}e freiwillig den Kongreß nach Amerika einberufen wird, um die jüdische Welt zum Kampfe für unser Recht VERBAND DER JUDENSTAATSZIONISTEN Samstag, den 3. luli 1937 SrnmetgadeHfest m HcHäantikltäfit (HAUPTALLE C) Programm: Trude Roth, Hilde Dulitzkaja, Eugen Hoff mann u. a. Tanzkapelle: fuks1 witty vexers / Beginn 9 Uhr abends / Regiebeitrag S 1,50 *PSWIP»\

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