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Die neue Welt · 1936-10-30 · Heft 604 (30.10.1936) · page 4

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Journal
Die neue Welt
Volume
10 (1936)
Issue
Heft 604 (30.10.1936)
Date
1936-10-30
Page
– (sequence 4)
Language
German
Belongs to
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Seite 4 DIE#TEUE WELT Nr. 604 vom 30. Oktober 1936 x BERGMANN <# «« RABENSTEIB 3 HIMMELPFORTG. 5 Reinseiden- Herrenhemden, beste Paßform nur 9 -80 Ift KÖLLNERHOFGASSE 1 IV , „ , ,-.r,.,, -,,,„ Neue Sorten Herrenhemden, Pyjama u, Oressings für den Herbst bereits lagernd. In Preis und Reichhaltigkeit unübertroffen Itfoikmtäeget Bleibendes nur in Palästina Ist es überhaupt heute Hoch zu veranUoorten, daß jiidische Mittel in erheblichem Umfäng zur landioirtschaftlichen Kolonisation in südamerikanischen Ländern verwendet werden t Wenn man hier einmal im einzelnen zusieht, was mit diesen Mitteln in Eres Israel Bleibendes geschaffen werden könnte, nicht nur für eine Generation, sondern für alle folgenden, so fragt man sich, wie verantwortungsvolle Berater den Mut haben. können, eine neue Gallith zu schaffen. Nur der Jude, der weiß, warum er die Erde beackert, wird die ganze Schioere der Beruf s- Umschichtung auf sich, nehmen. Dr. Willy Cohn (Berlin 1936). Besuch beim Rebben Der griechische Kronprinz und der Prinz von Dänemark (ein Neffe König Eduards von England) weilten während der verflossenen jüdischen Feiertage in Beiz und statteten dem Beizer Bebben einen Besuch ab. „Z s i d ö U j ff'ä g" (Budapest, 1936). Paris—Rechoboth In Paris hat sich eine Gesellschaft der Freunde des Landwirtschaftlichen Instituts in Rechoboth gebildet, die unter dem Vorsitz von Maitre Mirtei steht. Aufgabe dieser neuen Gesellschaft ist es, dem Institut in Rechoboth wissenschaftliche Instrumente sowie die einschlägigen französischen Publikationen zur Verfügung zu stellen. Bericht aus Paris (Oktober 1936). Die neue Auffassung Manchen Arabern fällt e$ schwer zu glauben, daß die Juden sie'nicht beherrschen wollen. Denn die Araber sind jahrhundertelang immer von verschiedeneyi Mächten beherrscht worden, und man muß sie daher jetzt erst zu der neuen Auffassung erziehen. I Lady Reading (London, 1936)! Ar best und Religion . Die palästinensischen Arbeiter fühlten den Mangel in der Erziehung und sie versuchten ihm abzuhelfen und eine ,JZeiigion der Arbeit" an die Stelle der Religion zu setzen. Aber wie groß der Wert einer Erziehung zur Arbeit auch ist, vom Fluch der Glaubenslosigkeit vermag sie die Seele, des Menschen nicht zu erlösen. Die Arbeit erlöst nicht, sie gibt nur eine Erleichterung,, ein Vergessen. Die hebr. Zeitschrift „Büste nai" (Tel-Aviv). Nationale Kultur Die Slowaken legen großen Wert auf die Feststellung ihrer Selbständigkeit als Volk. Diese Selbständigkeit erkennen sie auch dem Judentum zu. Von den Juden wird nicht verlangt, daß sie an der slowakischen Kultur mitbauen. Die slowakische Kultur muß unverfälscht slowakisch bleiben. Kanonikus Dr. Körper (Bratislava, 1936). Herzls richtige Diagnose Die als „Wunderglaube", „Märchen", ,^Hessianische Träume" verspotteten, also angeblich völlig „irrealen" Erkenntnisse Herzls haben sich als die einzig r ealen und seine Diagnose als die letzten Endes allein 'richtige erwiesen. Dr. Siegmund Katzenelson (Berlin). Palästina-Film-Aufführung „Das ist das Land ti §§ Einleitende Worte: Präs. Staatsrat Dr. Desider Friedmann 1 Sonntag, 1. November 1936, 1 um l[t\2 Uhr vormittags, im 1 Regiebeitrag 20 Groschen Inprinl-Klno Wien I, Rothgnm Vortrag Max Brod. Der Ring der Alt-Herren-Verbände eröffnet mit einem Vortrag des berühmten Schrift« stellers Max Brod die Saison 1936/37. Max Brod spricht über „Der jüdische Dichter in dieser Zeit" am Donnerstag, den 5. November 1936, um 20 Uhr abends im Klubheim des Rings, I., Kohlmarkt 8. Gastkarten zu S 2.— nur gegen Anmeldung im Sekretariat. Telephon U-23-4-37 ab 5 Uhr nachmittags. Bundesbrüder gegen Regiebeitrag. Vereine und Verbände! Alle Vervielfältigungsarbwten rasch und billig durch die Vervielfältlgungsanatalt Witrofsky, Wien, II., Rerabrandtatraße 36, Telephon A-43-7-63. Verband der Judenstaatszlonisten Sektion F rat er, Wien H.Erlaf Straße 5 Freitag, den 30. Oktober, um 8 Uhr abends im Helm ONE« SCHABBAT Es sprechen: Rabbiner Dr, Barer und Dr. N. Frey Gesang J. Segall-Rosenbach_ Samstag, 31. Oktober, um halb 9 Uhr abends im Heim AKADEMIE NIT TAH! unter Mitwirkung erstklassiger Kunstkräfte Regiebeitrag S 1.— Gäste willkommen! // Kampf um das „blutige Dreieck Die Hoffnung, daß das Erscheinen des englischen Militärs unter dem Kommando des Generals Olli, beziehungsweise die Androhung des Ausnahmezustandes (Kriegsrecht) die arabischen Banditen zur Einstellung des Terrors bewegen werde, hat sich nicht erfüllt. Trotz der Streikeinstellung dauern die Angriffe gegen englische» Militär und jüdische Siedlungen fort. Allerdings trägt dazu der Umstand bei, daß die Palästina-Regierung in der Paziflzierung des Landes wenig Energie flen Arabern gegenüber an den Tag legt. Die letzten Nachrichten aus Jerusalem besagen: i Der als „Oeffentlicher Feind Nr, 2" bekannte palästinensische Rebellenführer Abu Kader Bey Husseini, der vor einiger Zeit bei einem Zusammenstoß mit englischem Militär verwundet würde, ist in dem gegen ihn wegen verbotenen Waffenbesitzes eingeleiteten Verfahrens zum erstenmal vernommen worden. Nach der Vernehmung wurde Abu Kader gegen eine Kaution von 250 Pfund auf freien Fuß gesetzt. Es verlautet, daß die britische Militärmacht Beweise in Händen hat, daß der oberste Terroristenführer Faüzi Bey el Kaukadyi, von dem es hieß, daß er Palästina fluchtartig verlassen hatte, sich immer noch in Palästina, und zwar in der Gegend zwischen Nablus und Jenin, aufhält und die Terroraktion nach wie vor leitet. Eine Expeditionn im Umfang von drei Bataillonen wurde ausgesandt, um das „blutige Dreieck" zwischen Nablus und Jenin zu umzingeln und die dortigen Banden unschädlich zu machen. Die Expedition brachte keine positiven Resultate, es wurde eine einzige Terroristenbande entdeckt, mit der es zu einem kurzen Zusammenstoß kam. Während ein* Terrorist verhaftet werden konnte, gelang es der ganzen Bande, sich in Sicherheit zu bringen. den High Commissioner Sir Arthur Wauchope zu entsenden und ihn zu ersuchen, den Hafen von Tel-Aviv zu schließen, weil dieser angeblich die „Existenz dea Jaffaer Hafens bedroht". TelffAviver Hafen - ein Faktum Aus Jerusalem wird gemeldet: Ueber die Audienz von Vertretern des Obersten Arabischen Ausschusses beim High Commissioner Sir Arthur Wauchope wird mitgeteilt, daß der High Commissioner den arabischen Führern erklärt habe, die Erlaubnis zum Bau eines Hafens in Tel-Aviv könne nicht zurückgenommen werden.? Die arabischen Führer machten daraufhin einen zweiten Vorschlag, wonach bloß bestimmte Arten von Frachtgütern in' Tel-Aviv gelöscht werden sollen. Weiters verlangte die Abordnung, daß für die seit Beginn der Unruhen verhafteten Araber eine Amnestie erlassen werde. Sie wiederholte die Forderung, daß neue k Arbeiterein w a nderungszertif ikate nicht ausgegeben werden sollen, bevor nicht, die Kgl. Kommission ihren Bericht erstattet habe. Der High Com-. Orig. engl, und franz. Stoffe t i r z Tuchhaus Tabak I, Salzgries 5 Harbst-Neuheiten für Damen und Herren I Zeitgamfl« billig I Aus dem Konzentrationslager in Sara fend ist eine weitere Gruppe von 36 arabischen Agitatoren entlassen worden. Englische Manöver m Palästina Das Kommando der' englischen Truppen in Palä stina beabsichtigt, Manöver durchzuführen, die die Anfang September in Sussex abgebrochenen Uebungen ersetzen sollen. Es wird darauf hingewiesen, daß es in Palästina genug geeignetes Gelände f.ür solche Uebungen gibt. Im übrigen erwartet man, daß die zurzeit etwa 25.000 Mann starke und in 22 Bataillone gegliederte Be Satzung bis «um Abschluß der Arbeiten der Kgl. Kommission im Lande bleiben wird. Von der Kgl* Kommission Die Abreise der Kgl. Untersuchungskommission für Palästina ist für Donnerstag, den 5. November 1936, festgesetzt worden. Mit der Kgl. Untersuchungskommission werden auch einige Beamte und Steno graphen aus England nach Palästina kommen. Von den Beamten der Palästina-Regierung werden für die Arbeiten der Kommission diejenigen ausgesucht werden, die sämtliche offiziellen Landessprachen Palästinas beherrschen und als Dolmetscher Verwendung finden können. Streikschaden der Araber Aus London wird gemeldet: Die arabische Kaufmannschaft beginnt jetzt die Folgen des langen Streiks empfindlich zu spüren. Das Geschäftsleben will ZIONISTISCHE BEZIRKSSEKTION INNERE STADT Dienstag, den 3. November 1936, um V»9 Uhr abends findet im Festsaale des Hotel „Post", I, Fleisch markt 24, ein LUSTIGER KABARETT¬ ABEND ■■■■■■■■■ (EnsembledesJ.K.J.) „TITEL NEBENSACHE" von Bobby Weiser und Viktor Berossislati Regiebeitrag30g nicht in Gang kommen und auch die arabischen Autobusgesellschaften klagen über einen etwa 50prozentlgen Rückgang des Verkehrs. Besonders haben die früher stark von Juden benutzten. Linien zu leiden. Die arabischen Kaufleute von Jaffa hatien sich genötigt gesehen, die Stadtgemeinde um Erlaß der seit sechs Monaten rückständigen Steuern zu bitten. Trotz der schwierigen wirtschaftlichen Verhältnisse herrscht Zufriedenheit Über die Beendigung des Streiks. Die während der Unruhen entlassenen Beamten des J a f f a e r Hafens haben zu der Hafendirektion eine Abordnung entsandt, die die Bitte aussprach, diese Beamten wieder in Dienst zu stellen. Der Hafenkommandant erwiderte, diese Bitte könne nichterfüllt werden. Gegen den TebAviver Halen Aus Jerusalem: Der Oberste Arabische Ausschuß befaßte sich in einer Sitzung mit dem Problem des H afens in Tel-Aviv und beschloß, eine Delegation an Der Jabotinsky*Vortrag t ,ht zwölfter Stunde' Der für den 25. Oktober angesagt gewesene Vortrag des Präsidenten der Neu-Zionistischen Organisation Vladimir Jabotin sky ist für den 18. November im Großen Konzerthaussaal endgültig angesetzt. •missioner versprach, die arabischen Forderungen. ernsthaft zu prüfen. * Die hebräische Presse stellt einmütig die Forderung nach schneller .und radikaler, E.n-t waff n u n g der arabische n:<B a n d e n auf und erklärt, es seien Anzeichen vorhanden, daß die Banden nach Eintreffen der Kgl. Kommission den Terror erneuern werden, um auf die Kommission einen Druck auszuüben. Weiter steht zu befürchten, daß die Banden den blutigen Kampf wieder aufnehmen werden, falls der Bericht der Kommission nicht die arabischen Forderungen befürworten wird. Nur eine rechtzeitige radikale Entwaffnung könne diese Gefahren bannen, (J. T. A.) Araber zur Kq?» Kommission Nach einer Meldurig in der arabischen Zeitung „Adifaa" werden der irakische Premier und der Außenminister Nuri Pascha in Kürze nach Palästina kommen, wo sie mit Vertretern von König I b n Saud, Imam Yehia von Jemen und Emir Abdullah von Transjordanien zusammentreffen werden, um gemeinsam ein Komitee zu bilden, das die arabischen Forderungen der Königlichen Untersuchungskommission gegenüber unterstützen soll. (Palcor.) Keine jüdisdien Flüchtlinge mehr in Haifa Das Lager für jüdische Flüchtlinge in Haifa ist bereits geschlossen worden. Sämtliche Flüchtlinge sind FLIEGE K IN O IX, Liechtensteinstraße 37 Sonntas; den 1. November, um 11 Uhr vorm. Regiebeitrag 30 Dröschen Beoleltende Worte: Or, Oskar'OrUnbaum mit Wohnungen versorgt worden und haben ihre nor* male Tätigkeit wieder aufgenommen. (Palcor.) Regierungsbeamf e im Konzentrationslager Nach einer Meldung in der, heutigen Abendausgabe' des „Dawar" befindet sich unter den in Sarafand internierten Arabern eine beträchtliche Anzahl von Leuten, die an Regierungsschulen angestellt sind, jedoch trotz ihrer Internierung als Aufhetzer nicht entlassen worden sind, und sogar während ihrer Haft ihee Ge^ hälter bezogen haben. (Palcor.) Jüdische Fischsucht Wie festgestellt wird, bietet die Tel-Aviver Mole Erleichterung für Fischfang in Tel-Aviver Gewässern; infolgedessen können die Juden nunmehr selbstgefangenen Fisch auf den Markt bringen. (Palcor.) Schottische Truppen besuchen eine Siedlung Soldaten des schottischen Seaforth Hochländer» Regiments waren gestern in Beth Alpha zu Fußballspiel und Abendbrot geladen. Die Soldaten gaben schottische nationale Tänze zum Besten, woraufhin' die Siedler Harra tanzten. (Palcor.), \

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