Die neue Welt
- Journal
- Die neue Welt
- Volume
- 10 (1936)
- Issue
- Heft 569 (16.6.1936)
- Date
- 1936-06-16
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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w Seite 2 DIB JftJUB WELT Nr. 56ff vom 16. Juni 1933 t» * iä ■> < I; l 1 (i 4? f. 5 »«ii j? »i 'i? .1 ]ij ii;5 ,11$!Yi i * _ p i ü ■ü "|? > i <s '!lf x m I Jeden Sonntag billige Ferien-Son- Ä deruihrten mic der »Sern. Allg, Zeifllltfl •»<■. POLEN uimi ClERNOWITZ Abfahrt: 27. Juni 1936 (23">) und 5. JuH, früh Anmeldungen ,a « 11 c h I i t N I t n" Reisebüro „Marlenbrückl, Botenturtmtr. 26, R-24-2-W,87 seine« universellen Charakter zu gemeinsamer Betrachtang aller interessierten Parteien beiseite lassen. Ich fordere die Unabhängigkeit der im Memorandum aufgezählten arabischen Gebiete mit dieser Ausnahme. „Ich möchte hinzufügen", schreibt Weizmann zum Schluß, „daß Emir Feisal in einem an Professor Felix Frankfurter (den Vorsitzenden der zionistischen Kommission) gerichteten Brief vom 1. März 1919 tiefste Sympathie für die zionistische Bewegung zum Ausdruck brachte." Rings um die Araberrevolte Der „Davar" veröffentlicht folgende Liste der in den letzten drei Tagen vorgekommenen Fälle von Baumfrevel: 680 Bäume gefällt in Nathania, 80 Dunam Orangen und 15 Dunam Wein zerstört in Even-Jehuda, 11.500 Weinreben in Bath-Schlomo, 1500 Bäume bei Ashdod, 1700 bei Miska im Bezirk von Tulkarem, 650 in Gedern, 570 bei Nathania und Even-Jehuda, 1050 in Rischonle-Zion, 800 bei Scrafend. * An der syrischen Grenze wurde eine große Menge Gewehre und Munition, welche für die Araber in Palästina bestimmt waren, beschlagnahmt. Die Waffenschmuggler konnten mit der Hilfe der französischen Grenzwache festgenommen werden. * Die arabische Presse berichtet über Haussuchungen, welche in einer Anzahl von arabischen Dörfern bei Tulkarem durchgeführt wurden. Ferner wird gemeldet, daß in Aegypten Pf. 111 und in Syrien Pf. 430 für die palästinensischen Araber gesammelt wurden. * „Dawar" meldet, die Palästina-Regierung sei im Besitz von Beweisen, daß die arabischen Führer aus Italien 20.000 und aus Deutschland 5000 Pfund für ihre Zwecke erhalten haben. * Es sind 170 jüdische Hilfspolizisten neu ausgehoben worden. Von ihnen werden 60 in Jerusalem, die übrigen in den anderen Teilen des Landes Dienst tun. * „Doar Hajom" berichtet, daß der Führer der arabischen „Verteidigungspartei", Ragheb Bey Nashas h i b i, offiziell aus dem Obersten Arabischen Nationalen Ausschuß ausgetreten ist. Mit dem Dampfer „G a 1 i 1 ä a" sind 120 sehe Einwanderer eingetroffen. j ü d i- Ungeachtet der Unruhen sind am 7. Juni 220 jüdische Einwanderer mit der „Polonia" angekommen. * Es wurden vierzig jüdische Hilfspolizisten zur Bewachung der Plantagen in der Scharon- Ebene neu in Dienst gestellt. Jüdischer Gegenstreik in Jerusalem Aus Jerusalem (9. Juni). Während bisher die Araber den Judenboykott erklärten, setzte am Montag ein jüdischer Gegenboykott ein. Der jüdische G emüsegroßmarkt von Jerusalem lehnte bereits den Ankauf arabischen Gemüses ab und verlangte bei allen Gemüselieferungen einen Herkunftsnachweis. (J. T. A.) Ein Wiederauffoaufonds Aus Jerusalem (12. Juni): Eine Reihe prominenter Mitglieder des Jischuw unter Führung des Präsidenten des Jüdischen Nationalfonds, M. M. U s s is c h k i n, und des Bürgermeisters von Tel-Aviv, Mcir Dizcngoff, eröffnet in diesen Tagen eine Kampagne zur Schaffung eines Wiederaufbaufonds zugunsten der unter den letzten Unruhen zu Schaden gekommenen Mitglieder des Jischuw. Den Geschädigten soll durch Gewährung von Darlehen zum Wiederaufbau ihrer zerstörten Häuser und zur Wiederaufrichtung ihrer geschäftlichen Existenz verholfen werden. (J. T. A.), Tagung des palästinensischen A» C. Aus Jerusalem (12. Juni): Die Zionistische Exekutive hat die in Palästina weilenden Mitglieder des Zionistischen Aktionskomitees für Montag, den 15. Juni, zu einer Sitzung einberufen. Der Misrachiführer Professor Pick ist nach London abgereist, um an den politischen Beratungen der zionistischen Leitung teilzunehmen. Führer der Allgemeinen Zionistcn und des Misrachi haben in einer eigens zu diesem Zweck einberufenen gemeinsamen Sitzung den Plan der Bildung einer politischen Kommission in London erörtert. (J.T.A.) Reise Waudiopes nach London Die arabische Presse veröffentlicht einen Bericht „aus zuverlässiger Quelle", demzufolge High Commissioner Sir Arthur Wauchope sich demnächst nach London begeben wird, um mit den dortigen Stellen die Lage in Palästina zu besprechen. (J. T. A.) Outer Hat ist nicht immer teuer. Besichtigen Siß die große Auswahl moderner Möbel in meinen Ausstellungsräumen. Diese sind trotz hoher Qualität verblüffend billig. Möbel-Edelmann, VIII., Lerclienfelderstraßo 12. Große Auswahl! 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Todesstrafe für Terrorakte Aus Jerusalem meldet „Palcor": Die Regierung hat auf Grund der Vorschriften des Ausnahmezustandes eine Reihe neuer Verordnungen vorbereitet, welche die Todesstrafe für gewisse Akte vorsehen. Hiezu gehören: Das Beschießen von Schutzkräften des Landes, die Störung von Verbindungen, ferner Bombenattentate oder Brandstiftungen mit der Absicht, materielles Eigentum zu schädigen. Die Distriktskommissariate werden bevollmächtigt werden, die Häuser und Wirtschaften zu konfiszieren, welche im Verdacht stehen, daß von ihnen aus die britische Polizei beschossen wurde. Die Lage verschärft Ein offizielles Regierungskommunique* teilt mit, daß zum ersten Male in der Nacht zum 10. Juni Araber einen geschlossenen Angriff auf jüdische Kolonien in der Ebene von Esdra Elon unternommen haben. Von den umgebenden Hügeln, wo die Araber ihre Stellungen bezogen hatten, beschossen sie etwa zwei Stunden lang die Die Palästina-Regierung erteilte einer Korporation jüdischer Studenten der Hebräischen Universität, diö ihr ein Memorandum, betreffend Schaffung einer Jüdischen Legion beim britischen Heer unter Hinzuziehung auch jüdischer Studenten, überreicht hatte, die Antwort, daß die Schaffung einer Jüdischen Legion nicht möglich sei, da Im allgemeinen Palästina- Bürger in die britische Armee nicht aufgenommen werden; jedoch stehe es Mitgliedern der Korporation frei, sich zur Verstärkung der polizeilichen Schutzkräfte zu melden; sie würden der transjordanischen Grenzwache oder der Polizei angegliedert werden. Die Verschärfung der Situation kommt auch darin zum Ausdruck, -daß der hritiache Kreuzer „Ajax" am 10. Juni in die Haifacr Gewässer einlief. Gleichfalls am 10. Juni traf aus Aegypten das zweite Bataillon des Bonset-Regimentes in Palästina ein. Der Kommandant der 13. Infantcriebrigade in Aegypten, General Bowman, ist ebenfalls in Palästina eingetroffen. Im Verlauf des 10. Juni kam es auch in verschiedenen Orten Palästinas zu Bombenattentaten. In Beershcba explodierten vier Sprengkörper, von denen einer das Denkmal des vor kurzem verstorbenen Eroberers Palästinas, Lord Allenby, beschädigte. Bei Jagur wurde abermals ein jüdischer Autobus beschossen. Bei Ben Schemen wurden Pflanzungen in Brand gesteckt. Ein Araber, der sich trotz Warnung der; Eisenbahnlinie bei Magdiel näherte, wurde von dem Militärposten erschossen, Bombenanschlag am laüaior Eine Bombenexplosion beim Jaffa-Tor in Jerusalem, hat eine größere, bisher noch nicht genau feststellbare Zahl von Opfern gefordert. Nach der ersten Meldung wurden durch die Explosion 21 Araber verwundet, von denen drei auf der Stelle tot waren und zwei weiter© lebensgefährliche Verletzungen davontrugen. Unter den Verwundeten sollen sich auch Hilfspolizisten bckauff man für Jahrzehntel Ihre Möbel müssen daher nicht nur schön und modern, sondern auch gut und dauerhaft sein. Edelmann Große Auswahl! Viele, die mir vertraut haben, sind bestens zufrieden, da meine Möbel trotz hoher Qualität auch zeitgemäß billig sind. Tel Izahlungen! Möbelhaus Edelmann, VIII, Lerchenfelderstr. 12 jüdischen Anwesen. In den ersten Morgenstunden rückten britische Verstärkungen heran, das Militär eröffnete das Feuer, auch aus Maschinengewehren, auf die Angreifer, die sich dann eilig zurückzogen, wobei sie ihre Toten und Verwundeten, deren Zahl unbekannt ist, mit sich nahmen. Der High Commissioner, Sir Arthur Wauchope, empfing neuerdings das Mitglied der Exekutive der Jewish Agency, Mosehe Shertok, und hielt mit ihm eine Beratung über die Situation ab. Hierauf besuchte Shertok in Begleitung des Juris Consul der Jewish Agency, Dr. Joseph, den Chefsekretär der Palästina- Regierung John Hathorn Hall. finden. Das Kommunique erwähnt keinerlei Verhaftung im Zusammenhang mit dem Anschlag. Auf die Bebaup-» tung eines Arabers hin, die Attentäter hätten wie orientalische Juden ausgesehen, sind drei georgische Juden: verhaftet worden. Zwei von ihnen wurden später frelge^ lassen, der Name des dritten, der noch in Haft ist, konnte: bisher nicht festgestellt werden. Nach einer anderen Version war die modern konstruierte Bombe, deren Herkunft bis jetzt nicht festt gestellt werden konnte, eben jenen drei orientalischen; Juden zugedacht, die sich auf dem Wege zu ihrer Arbeitsstätte befanden. Die Bombe habe jedoch ihr Ziel verfehlt und sei in eine Gruppe von Arabern ge« fallen. Schutz für die jüdischen Kolonien Aus Jerusalem wird gemeldet: Die Leitungen der großen jüdischen Institutionen Palästinas überreichten dem Oberkommissär ein Memorandum, in welchem endlich durchgreifende Maßnahmen zum Schutze der jüdischen Bevölkerung, des jüdischen Vermögens und der jüdischen Arbeit im ganzen Lande gefordert werden. Als eine dieser Maßnahmen wurde von der jüdischen Führung der Regierung vorgeschlagen, eine große Poüzeicinheit als Sonderpolizei, die sich ausschließlich aus Juden zusammensetzt, zu bilden und diese mit dem Schutze sämtlicher jüdischen Kolonien zu betrauen. Die jüdischen Führer bezeichnen die Verwirklichung dieser Forderung als besonders dringend im Hinblick auf die letzten Vorkommnisse im Tale Esdraelon (Emek Jezreel), wo aufrührerische Araber nach Besetzung der umgebenden Höhen einige Stunden lang jüdische Kolonien beschossen und erst nach Aufgebot einer größeren Militärcinheit vertrieben werden konnten. Die Indische Legion gelordert Wie berichtet, hat die Palästina-Regierung der Korporation von Studenten der Hebräischen Universität „E 1 Ä1" amtlich mitgeteilt, daß ihr Ersuchen um Wicdcraufstcllung der jüdischen Legion als eine einen Teil der englischen Armee bildenden Einheit nicht möglich sei, daß es aber den Studenten freisteht, entweder in das transjordanischc Grenzkorps oder in die Palästina- \ Polizei einzutreten. In dem Schreiben der Studenten an den High Commissioner heißt es u. a.: Unser nationaler Stolz und unser sittliches Bewußtsein können sich nicht daralt zufrieden geben, daß die Söhno Britanniens ihr Blut bei der Verteidigung unseres Lobens und Vermögens vergießen. Wenn c(i nötig ist, Blutopfer zu bringen, dann ist dies unsere Pflicht und wir sind dazu bereit. Der geeignetste Wog ist der, dlo Jugend Ercz Jsracls militärisch zu organisieren und in der englischen Armee eino jüdischo militärische Formation zu bilden. Wir bieten unsere Dienste in den jüdischen Legionen an und hoffen, daß Zehntauscndc jüdische Jugendliche im Lande und Hunderttausende in den Galuthländern una folgen werden, sobald der Befehl an sie ergeht. (J. T. A.)J Keine Einstellung der jüdischen Einwanderung Aus Jerusalem (10. Juni). Die Palästinaregierung hat sooben erneut die Tatsache bekräftigt, daß dio j ü d ischc Einwanderung nach Palästina nicht eingestellt werden wird. Durch den Rundfunk wurde amtlich bekanntgegeben, daß die Meldungen der arabischen Presse, der High Commissioner sei bereit, die Einwanderung einzuschränken, jeder Begründung entbehren* (J. T. A.) . i In schönen Blumendessins 1936, nur s