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Die neue Welt · 1936-05-15 · Heft 561 (15.5.1936) · page 2

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Journal
Die neue Welt
Volume
10 (1936)
Issue
Heft 561 (15.5.1936)
Date
1936-05-15
Page
– (sequence 2)
Language
German
Belongs to
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Seit« 2 »IE NEUE WELT . in, um\ ■ nniT i m Nr. 561 vom 15. Mai 1936 HL K# Hallo-Hallo! | Nicht vergessen, im | das Nachtmahl zu essen. I Vis-a-vis dem Sch wtden Kl no | Re chh4Jtige Auswahl In Mittaguftd Aft«ft*M*nüt u. Natt« 1 speisen bis 1 Uhr nachts - Bier und \Ve\n vom f*A - | Inhaber Rudolf Stepan, II, taborstraße 4 Die Regierung bat zugestimmt, daß die aus Juden zusammengesetzten Polizeiposten im E ni e k Jesreel verstärkt werden. Die Streikfühier Der TroteG gegen die arabischen Streik fUhrer Hassan Sidky Dajany und Salakh Abdou. die wegen Aufforderung der RegWuhgsbearrjten zu Streik unter Anklage stehen, ist söebeh tuende gegangen. Da* Urteil wird demnächst bekanntgegeben werden. Iimvfsehen sind die beiden Angeklagten in Freiheit gesetzt worden. Sie wurden von vier angesehenen arabischen Anwälten verteidigt. loslosung der jüdischen Inier essen von Jaffa Aus Tel-Aviv: Die Stadtverwaltung von Tel Aviv und die hebräische Presse fordern Immer cnergi scher von der Regierung. da.6 sie Anstalten treffe, daß die jüdische Stadt Tel- Aviv und Ihr Hinterland mit einer jüdischen Bevölkerung von 200.000 Seeleo vollkommen von dem arabischen Jaffa unabhängig werden, nachdem die Jaffaer Araber deutlich kund getan haben, daß ihnen an einem friedlichen Zusammenleben mit den jüdischen Mitbürgern nicht« gelegen sei. Vor allem wird die beschleunigte Schaffung eines eigenen Hafens in Tcl- Avlv gefordert. Die Errichtung einer provisorischen Ausladungsstation an der Mündung des Jarkon, wozu die Pläne bereits fertiggestellt sind, wird energisch betrieben. Die Stadt Tel-Aviv hat sich bereit erklärt, die Kosten des Baues zu tragen. Waad Leumi fordert Rücktritt Khalidis Aus Jerusalem: Der Forderung des jüdischen Jerusalem nach Rücktritt des arabischen Bürgermeisters t>r. K h a 1 i d i hat sich nun auch der Waad Leumi angeschlossen. Der Waad Lumi und das Präsidium der Jerusalemer Jüdischen ^.Gemeinde ersuchten, den. Jeru s.alemer Distriktskomm'issär. Dr. Khalidi von 'seinem Posten als Bürgermeister zu entfernen, weil er durch seinen Anschluß an das arabische Streikkomitee die ihm als Bürgermeister gebotene U n p a r t.e i Ii c h k e i t gebrochen, habe. Die Regierung forderte alle arabischen Unternehmer, die Regierungsarbeiten durchführen, zur Fortführung der Arbeit auf, widrigenfalls die Regierung die mit ihnen geschlossenen Kontrakte als nichtig erklären müßte. -ItPD für II- bis 14 jähr. SCHLQSS GINSCLBIRG NEUSTIFT BEI SCHEiBBS . H.-D. Herrliehe lige . Vorzügliche Kost Arzt im Helm MMBigo Preise A-48-3-89 Qrofle Schrffgaise 5 Arzt im Helm Leitung: Dipl. I AQE KS £ B BJ 145 C B Telephon A-48-3-83 Montessorllehrerln k%8Kl K C 8 N I Ii E K II " ----- Lokomotivführer als Brand» Stifter Die zumte tische Exekutive meldet aus Jerusalem: Bei Ejn Charod brannte am 5. d. M. an der Eisenbahnlinie ein Weizenfeld. 70 Dunara groß, ab. Siedler sahen, wie der arabische Lokomotivführer eines vorbeifahrenden Zuges glühende Kohlen aus der Lokomotive auf das Getreidefeld geworfen hat. Auf dringende Intervention der Exekutive wurde eine Untersuchung durch die Behörden eingeleitet. Der Lokomotivführer konnte verhaftet werden. Gleichzeitig mit dieser Meldung erhielt die .,Neue Welt" von dem jetzt in Palästina weilenden Leitungsmitglied des Verbandes der Judenstaatszionißten Oesterreichs, Herrn Theodor G r u h n e r,. einen Sitüations- •bericht aus Tel-Aviv, in welchem es beißt: „Gestern hatten wir ein Erlebnis. Wir konnten beobachten, wie skrupellos hier gearbeitet wird. Wir fuhren gegen Ejn Charod im Auto und bemerkten, daß hinter einem vorbeifahrenden Eisenbahnzuge ein Kornfeld zu brennen begann. Unser jüdischer Chauffeur behauptete gesehen zu haben, wie der Lokomotivführer glühende Kohlen in voller Fahrt in das Feld der Judenkolonie geworfen hatte. Wir fuhren dem Zuge in die Station Ejn Charod nach und forderten den Stationsvorstand auf, den Lokomotivführer verhaften zu lassen. Aber der Beamte gebrauchte Ausflüchte und ließ den Zug weiterfahren. Da begann nun ein Wettrennen zwischen dem Zuge und unserem Auto. 50 Meter vor dem Zuge überkreuzten wir das Geleise und langten fünf Minuten früher wie er in de.r Station Afuieb an. Wir hatten noch Zeit, die Polizei zu avisieren, welche den -Lokomotivführer festnahm. Uebrigens eine Melstörlelstung unseres Chauffeurs, welcher auf der ölenden Straße stellenweise mit 120 km Geschwindigkeit fuhr." Hdkenkreuzpropagaiida in Palästina Aua Paris (13, Mai): Dem „Tempil" wird aus Kairo gemeldet, daß die ägyptische Presse in großer Aufmachung die in Tel-Aviv erfolgte Verhaftung eines gewissen Dr. Paul Zubeck und seiner Gefährtin Margarete Triwmann erörtert. Die Presse berichtet, daß bei der Verhaftung dieser Hitler Agenten bei ihnen Briefe mit In* struktionen zur Organisierung eines antijüdischen Boykotts in der deutschen Kolonie Sarona und in den Distrikten von Tulkarem. Nablus und Djenin, wo eine besondere Erregung herrscht und vor kurzem ein französischer Pilgerzug aufgehalten und mit Steinen beworfen wurde, gefunden wurden. Die Palästina-Polizei, eö.wixä. weiter gemeldet, setzt die Nachforschungen fort, um den Helfern des verhafteten Agentenpaares auf die Spur zu kommen. Man habe bereits festgestellt, daß sich ia Nazareth eine weitere Hitler-Stelle befinde, die'beauftragt sei, Streiks und Unruhen unter den Arabern hervorzurufen. (J. T. A.) Pjkämidtäm-Smiteee^ Wieder Ausnähmszustand in Jaffa Die Meldungen der J. T. A. vom 12. Mai besagen: •Aus Jerusalem: Die militärischen Vorkehrungen in Palästina zur Aufrechterhaltung der Ordnung werden weiter fortgesetzt. Nachdem vor wenigen Tagen der Verkehr zwischen Jaffa und Tel-Aviv neuerdings polizeilich gesperrt wurde, hat mm die Regierung am Montag, den 11. Mai, abends, wiederum den Ausnähmszustand in Jaffa verkündet. Am Abend darf sich niemand in den Straßen von Jaffa mehr sehen lassen. In Tel-Aviv und auf dem Gelände der Mustermesse geht das Leben weiter seinen normalen Gang. Der Strand von Tel-Aviv bietet ein sehr S o n d e r f a h r t mit der Csern. Allg. Zeltung ~. Polen ~ Czernowitz Abfahrt: 24. Mai. Rückfahrt: «. Juni 1936 Anmeldungen /|i tt I i N f I a II 11 < h" Reisebüro tiEiljinbrück•'*« I* fttffttftturifittr. 9«, R-24-2-M .»Den Rechtsbrechern sei ee ein fUr allemal gesagt, daß die Regierung von jetzt ab jeden Vertuet! zum Aufruhr und jede Geietzesverletzung unterdrücken und die Täter bestrafen wird. Jedermann kann darauf vertrauen, daß die Regierung Leben lind Eigentum der Einwohner mit alfen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln schützen wird." Diese öffentliche Wendung des High Commissioner an das Volk wird ao ausgelegt, daß das Oberhaupt der ..Administration vom Verlauf seiner verschiedenen ' Besprechungen mit den arabischen Führern enttäuscht ist und nunmehr über die Köpfe dieser Führer hinweg. den. Versuch macht, die Bevölkerung auf den Emst der Situation und auf die Entschlossenheit der Regierung, ein für allemal Ordnung zu schaffen, aufmerksam zu raachen. (J. T. A.) Weitete Zwischenfalle Aus Jerusalem f 13. Mai): In H a i f a wurd* ein Bombenanschlag a.uf das Haus des Bürgermeistern Hassan Bey SChukri verübt. Durch den Luftdruck wurden Fensterscheiben zertrümmert, verletzt wurde niemand. Auch aiuf die P01 i z e i WaCh e in H ai fa %vurdc ein Sprengstoffanschlag verübt, durch den jedoch kein Schaden angerichtet wurde. Drei Araber wurden als der Tat verdächtig verhaftet. Während der Demonstration von fünfhundert arabischen Jugendlichen in Haifa am 11. Mai, wobei fünf arabische Schüler bei einem Zusammenstoß mit der Polizei Scbußverletzungen erhielten, war Tel-Aviv vollkommen ruhig. In später Abendstunde wurde jedoch ein jüdisches Haus am Stadtrand angezündet. Ein Mitarbeiter der Tageszeitung „Dawar" hatte in Jaffa Gelegenheit, mit dortigen arabischen Notabein zu sprechen. Einer der Notabein erklärte, die Ausschreitungen seien nicht von den Jaffaer A r a b c rji v ausgegangen, diese empfänden vielmehr die Ereignisse als eine Schande. Hätten sich die Araber Jaffas tatsächlich deh Unruhen angeschlossen, so wären mindestens fünfhundert Juden den Ausschreitungen zum Opfer gefallen. Vielfach hätten Araber in Jaffa!die Juden vor den drohenden Exzessen gewarnt und sie beim Ausbruch derselben.bei sich verborgen. Nur die v e r h e t z t e n H a u r ä n i c r hätten Morde begangen. . - . .. - : C r 6 ß c' A u'i wo h f! k a uj t m.a n, für Jah rzehnfel Ihre Möbel müssen daher nicht nur schön und modern, sondern auch gut und dauerhaft sein. Viele, die mir vertraut haben, sind bestens zufrieden, da meine Hobel ' trotz hoher Qualität auch zeifgeiViaß billig sind. Te i l h I u n gen P HiMaus £<f@5mann, VIII, Lerchettfeltiersfr. 11 >-„,,-;-~-U.AsW■ '-fev ■ " ■■ ■ ■><■<• - ■ ■ ■ ■ ■ ............-■ . ,..... ..... leohafte$ Midi')^'^S^i^^^^'tt^ia^s der vergangenen Wocheti Tist.- einer runtgeVen^^ ••;■'» fßte Trüpp"en aus Äidgpt^n;.'i5lnd.' 'bereits"- in\''Palästina eingetroffen und wurden in -Jerusalem, Haifa, Jaffa- und Nablus stationiert. Mit der Bann traf' aus Aegypten ein Tankbataillon mit 20 leichten Tanks ein. Der High Commissioner Sir Arthur Wauchope besuchte in Begleitung des Mitglieds der Exekutive, Mosche S h e r t o k, und des Chefs der Palästina-Polizei, S p i c e r, die Stadt Haifa und die jüdischen Siedlungen im E mck Jesreel, um den Umfang des während der Unruhen durch Brandstiftung und andere Sabotageakte angerichteten Schadens festzustellen. Besichtigt wurden die Orangeriplantagen in Ejn Charod und der Balfour-Wald, wo es wiederholt zu Brandstiftungen kam. inzwischen setzen die Araber ihre vandallBchen Handlungen fort. In der Kolonie Sichron Jaakob wurden 130, in der amerikanischen jüdischen Kolonie Raanaua 40 Bäume ausgerodet. Gegen das Haus des Polizeikommandanten von Nablus, Michael Fitzgerald, wurde ein Spfengotoffanschlag verübt, wodurch das Gebäude beschädigt wurde. Präsident Dr. Chavm W e i z m a n n ist am 10. Mai unmittelbar vor Besteigung des Dampfers zur Abreise nach England mit Wauchope zusammengetroffen. Der Besprechung wohnte Mosche Shertok bei. Eine Abordnung der Stadtverwaltung von Tel-Aviv sprach beim High Comraissioner vor und drang darauf, daß alle Reglerungsämter aus Jaffa nach Tel-Aviv verlegt werden. Arabische Zeitungen berichten, daß der High Comraissioner Sir Arthur Wauchope dem Großmufti von Jerusalem, Haj Amin el Husseliu, die Kopie eines Telegramms des Koloniahuntes in London vorgelegt habe, in dem das ColonlaJ Office sich bereit erklärt, im Falle des Eintreffens einer arabischen Delegation in London mit dieser aueb die Frage der jüdischen Einwanderung und des B o d e n v c rkaufs an Juden zu besprechen. Eine Rundfunkrede Waudiopes Aus Tel-Aviv (13. Mai). Der High Comraissioner Sir Arthur Wauchope hielt am Montag abend durch den Rundfunk eine Ansprache an die Bevölkerung, in der er zunächst erklärte, er habe jetzt ein weiteres Bataillon Infanterie nebst zusätzlichen Panzerwagen, sowie ein Tank-Korps angefordert, die bereits aus Aegypten in Palästina eingetroffen sind. Er gab weiter bekannt, daß seit Beginn der Unruhen etwa 600 Personen in Haft genommen worden seien, und knüpfte hieran eine ernste Warnung an die aufrührerischen Elemente, indem er sagte« - Die Streikläse Wie „Daily Telegraph" aus Jerusalem meldet, hat der Streik in den letzten Tagen keine Fortschritte mehr gemacht, im Gegenteil, er werde iru gewissen Arbeitsbezirken ziemlich lax gehandhabt. Am Dienstag hätten die Streikführer vergeblich, versucht, die Araber in Haifa zur Arbeitsniederlegung zu bewegen. Der von den Parteien gebildete Oberste Nationale Rat hat sich am Mittwoch, den, 13. Mai, nach Haifa begeben, obwohl der High Comraissioner ausdrücklich den Rat gab, davon Abstand zu nehmen. (J. T. A.) Wer stützt den Artiberstfreik Aus Tel-Aviv (12. Mai): Der Führer des jüdischen Bauernverbandes (Histadruth Haikarim), Mosche Smilahsky, einer der besten Kenher des arabischen Lebens in Palästina, - erklärt im Verbandsorgan „Bustenai", er habe die Ucberzeugung, daß der Araberstreik durch eine ausländische Macht unterstützt, wird; die Araber seien weder organisatorisch noch finanziell in der Lage, einen Streik rvonr solchem Dmfang durchzuführen und die hierzu erforderlichen Zehntausend« Pfund aufzubringen. Smilansky führt weiter aus, der Streiksenade weder der Regierung noch den Juden; die Juden werden jetzt sogar ihre Bemühungen, die eigene Landwirtschaft zu entwickeln, verstärken, um sich von der arabischen Nahrungsmittelproduktion vollkommen unabi hängig zu machen. Gefährlich sei der Streikdurchaus nicht, wohl aber die ihn begleitenden Gewalttaten. (J.T.A.)j Ausdehnung der Agitation Aus Jerusalem (13. Mai): In Regierungskreisen ist es bekannt, daß die arabischen Führer beschlossen haben, die Agitation auch außerhalb Palästinas zu treiben. Der Oberste Nationale Ausschuß der Araber In Palästina entsandte Agitatoren nach Aegypten, Syrien, Marokko und dem Iran, die in diesen Ländern zugunsten der Forderungen der palästinensischen Araber eine Propaganda entfalten und Demonstrationen gegen die Juden, insbesondere gegen das Jüdische Nationalheim in Palästina, organisieren sollen. Zu Scbewuoth. nach Polen billig und bequem. Reservierte und numerierte Plätze. Näheres bei Doktor S. Tooker, IX., Liechtensteinstraße 2, Tel. A-li-504. In Vorbereitung: Billige Ferien-Reisen,' K Restaurant Stefanie Mhhhte Hugo Iii Julie Herfiinger geb. Zöllner IWJ ||f Taborstraß© 12 Bekannt gute Küche, gepflegte Getränke, aufmerksamste Bedienung, zeitgemäße Preise, reichhaltige Menüs, sowie alle Spezialitäten, schöner schattiger Garten

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