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Die neue Welt · 1936-05-01 · Heft 557 (1.5.1936) · page 7

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Journal
Die neue Welt
Volume
10 (1936)
Issue
Heft 557 (1.5.1936)
Date
1936-05-01
Page
– (sequence 7)
Language
German
Belongs to
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Nr. 557 vom 1. Mai 1936 ' " "" *" 11111 «" «■' ' "T...M l i, |-| lf Ti i nViU A I>1E NEUE WIXT, ,.i^.8rrrir-i-,i. H-rtftMi-rti'iWiVjit'iilft, S*it*T i ■ iMHHm.ii mm Lebensraum finden als Landwirte» ate Handwerker« als Kleinhändler, als Transportunternehmer; als; Lehrer und Beamte, kurzum in jeglicher Berufs-: gattunff. Die Regierung, die nach wie vor durch Artikel 6 des Mandats verpflichtet, ist, eine dichte jüdische, Siedlung auf dem Lande zu ermöglichen, fände liier einen Weg, die „absorptive capacity", die ' ihre Funktionäre so gern im Munde führen, binnen kürzester Zeit wesentlich zu steigern, wovon niemand im Lande einen Schaden, alle vielmehr in dieser und! jener Form bedeutenden Nutzen hätten. Die Eisen- ' fcähn und die Autostraße, die wir nicht als Konkurrenten zu betrachten haben, sondern von denen wir . eine vernünftige Kooperation verlangen müssen, sind in einem Aufhauland wie Palästina in erster Linie Werkzeuge der Erschließung und Prod u k- ' ti vierun g und nicht bloß Verbindungsmittel zwi- J sehen schon vorhandenen Siedlungen, nicht bloß Einnahmequellen des Staates, nicht bloß Instrumente militärischer Interessen. Im Kampf gegen die Wüste und gegen den Sumpf kann die Eisenbahn, kann' die Autostraße neue Provinzen friedlich erobern, sterilen Boden in Kulturland verwandeln. Daß der jüdischen Initiative, der das moderne produktive Palästina sein Unbestritten charakteristisches Gepräge verdankt, der Weg zu neuen, bisher abseits von Straße und Bahn liegenden Siedlungsmöglichkeiten geöffnet und geebnet werde, liegt im Gesamtinteresse des Landes. Daher werden die Forderungen nach Elsenbahn- Reorganisation und Straßenbau, mag dies auch manchen Instanzen in Jerusalem und London unbehaglich sein, nicht wieder aus der Diskussion verschwinden. Und wenn schon die Regierung selbst zu umfassender Synthese von Verkehrspoütik und Kolonisation nicht genügend Entschlossenheit besitzt, so gebietet es ihr die Loyalität auf Grund, ihrer M a n d a.t sp f 1 i c h t e n, 'den . Faktoren des neuen Palästina, ,die diese Dinge durchführen wollen und können, „fair play'*- zu gewähren und etwa in Föhn gemischt-; wirtschaftlicher Unternehmungen die staatliche Auto-; rität. mit der privaten Initiative zu assoziieren. ' Fi L (Nachdruck nur mit Genehmigung des Blattes) . Oesterreich: Singende Jugend. ' ' '•' ' Frankreich: "Blutsbrüder 1918' ""— Pinzeä'stu Tam-Täm — Ksur ~ Schwatze Augen — Wehn ' ich Rothschild war'... Amcri k a: 20.000 Dollar ..Belohnung — Zum Küssen .geboren' — Broadway Melodie 1936 — Top. Hat — Die [MiVchstraße —- Liftboy 11 —;5}e Welt ui 100 Jahren: •Wr sind vom schottischen Infanterieregiment —-De'sire -z- •Schu>d und Sühne — "Schwarze Fa.hnen über China — (.Ob«w*arzt Dr. Honet — Anna Karenina, — Die neue Zeit -r- 'Wuschelkopf — Captain Blpod — .Der schwarze Engel. Filme unter Avierpavaqvaph Der König lächelt, Paris, lacht — Die letzte Gala- VorsteUimg im Zirkus Barszony — Im Trommelfeuer der Westfront, — Krach im Hinterhaus — Fährmann vMari» — Der ahnungslose Engel — Die weiße Frau des Maharadscha — Heißes Blut — Michael Strögoff Die Leuchter des Kaisers — Rendezvous in Wien. Von neuen Filmen ,,20.000 BolohTiiinir'^ iim Kreuz-Kino. Demnächst-• erscheint ein neuer Sensal ionafl Im der Metro unter dem vielversprechenden Titel ,,20.000 Dollar Belohnung'.', ehester ,Morris, der.,durch'seine Leistung in „Staatsfeind Nr; 1": allgemein bekannt gewoMen Ist, ■ spielt in diesem Film einen jungen Flieger, der durch die Ungunst der Verhältnisse gezwungen ist. jeden Auftrag, der siqh ihm bietet; zu übernehmen. Dadurch kommt er in die Lage, sich ' an einer Kindesehtführung zu beteiligen, welche unter sonderbaren und zum Teil recht heiteren Umständen vor sich geht. Seine Gehilfin und gleichzeitig Gegnerin bei dieser Entführung ist die pikante Sally Eilers. Das entführte. Kind verkörpert Scotty Bcekett. Pfr erste amerikanische tlan-Kiepura-Film in Wien. Demnächst erscheint, in Wien in Uraufführung ein Film, der zweifel- . los .allgemeinstem Interesse begegnen wird. Es handelt, sich um •den von der Paramount hergestellten Film „Schenk' uns d i«N»rli t", den ersten amerikanischen''- Film, den Jan Kiepuru in Hollywood hergestellt .hat. Die Musik au diesem Film komvponlerte Krich Wolfgang Korngold. Die Partnerin Kiepuras ist Glarlys Swai'thout, die Junge Sängerin der Metropolitan Opera. Guter Rot ist nicht immer teuer. Berichtigen Sie die große Auswahl moderner Möbel in. meinen. Ausstellungsräumen. Diese i sind trotz hoher Qualität verblüffend, .billig. Möbel-Edelmann. ' 'VITT., Letrhenfekleratraßo 12.:'Qrtfße..,Auswahl! Teilzahlungen!* ■ ' t. Wollzeile Vi Telephon 24- 2lb 'Vorstellungen. <», JA6f v«8, Vuio Verüreciierhüntfe mit RECAROO CORT6Z und ViRGBNIA BRUCE MttnUcUtH . Was Briefe' erzählen JI,- Tab or s traße 3 6 Telephon R-41-3-50. StHÄFFe» VI,. Mariahilterstraße 37 Telephon. B-20-203 deginn: %\ V%6, Vh9, V%1Q Vom l. bis 4. Mai: AUDIOSCÖP, der plastische Mm» und „Wir sind vom schottischen Infanterieregiment" mit Stait Laurel Und Oliver Hardy. in deutscher Sprache schuld u Ahe Nach dem Roman von ■r Dostojewski STAFA, VII Mariahll f arstra üe 120 Telephon B-38-0-68 Wochentags: 9, 7, 9 Uli, VOTIVPARK IX, WaürinKerötraße Vi /;' Telephon Ä»18-3-96 Ä^tlno: k, %*, v»; w>io dmodwo^-fMadie 1936 '■' Iii Üriginalf a£§ ii. ni Tel-Aviv, 23. April. i>ie Stimöiung in Te^Aviv. Als die ersten Nachrichten über Gewalttaten der Araber in Jaffa bei uns eintrafeti; erfaßte" üns alle namenlose Erregung. Diese steigerte sich noch, als zahlreiche Verletzte von Jaffa nach , Tel'1-Aviv gebracht und ins Hadassa-Spital eingeliefert Würden. Die Jugend konnte nur schwer gezähmt iMd von. Vergelturigsakten ah den arabischen Pogfomisten zurückgehalten werden. Trotz der polizeilichen Maßnahmen kam es zu Demolierungen der am Rand von Tel-Aviv befindlichen arabischen Läden. Der Ausnahmezustand Wurde verkündet. Die ersten Toten wurden bekanntgegeben. Am Nachmittag landen in Jaffa Zusammenstöße zwischen Polizei und arabischem Mob statt, der jüdische Häuser in Brand setzte. ,. ,... . Die ersten ^.Begräbnisse .... Tausende Teilnehmer ... Neue ..Tote. ...Die. Straße zwischen Jaffa und Tel-Aviv ist. von Militär-besetzt. Der Verkehr stockt, in Tel-AViv Tiiat män sich beruhigt. 1 , - ■'•"''/' _V ■'" '•" * - :' ' ^.v'.:,-' ßfit0-^ber^omiK^ssär« Wir fühltön die Spannung, die durchweine beispie)lose Hetze der arabischen Presse im Zusammenhang' mit dem Projektdes Gesetzgebenden. Rites entfesselt wurde, schon die ganze'letzte Zeit hindurch. ' Und wir merkten auch, daß die Polizei keinerlei Vorbereitungen gegen etwaige arabische Exzesse , traf.. Es ist bereits bekannt, daß auf Grund von Gerüchten, die Juden hätten drei Araber und eine Araberin ermordet, Araber auf dem Hauptplatz in Jafiar? jüdische Pässanten überfielen und erdolchten. Diesen,^, ersten. jüdischen;.Opfern wurde der Kopf buchstäblich vom Rumpf getrennte (Die Mörder hat man bereits verhaftet.) Eine bemerkenswerte Feststellung: In den Stunden der Gefahr manifestierte sich die Solidarität der jüdischen Gemeinschaft in P^äiästih"a.': Es' gab keine Klassen und keine Parteien.' Alles war zum Schutz des jüdischen Aufbauwerks bereit." Aber noch - eine zweite Feststellung ist notwendig: .Die; Führer der Zionistischen Organisation'hatten iiicht'' den Mut, vom Oberkommis- ....."mamm^mmm iTifr'i ^mmmmmaammmmmmaatM s&r die erforderlichen strengen Maßnahmen zu verlangen und aufs schärfste gegen das Vorgehen det! Behörden zu protestieren. Ja, der gute Oberkommissär ... Mittwoch, den 22. April, besuchte er die jüdi« llu IsuuisHul der einzige jüdische Wiens ,Jbko*4JU" WMQiiltk Siß auf den Plätzen: Augarten, II, Taborstraße 68 (Tel. A-4C0-44) Häkoah, Krieau (Tel. R-42-0-13) Sdisonpreire von S SO.— bis 5 60.~ Anfängerkurse: 12 Stunden S 12 — pro Person (Platz. Traintag, Schläger und Bälle inbegriffen) i<> sehen Opfer in den. Spitälern, wo er von unseren Honoratioren begrüßt wurde. Den Tee jedoch nahm er-in.,R a W Ich,,bei ,den arabischen- Führern,, ein ... * Disizipliu. und Hilfsb»Teits<:h;i.ft, Das Gerücht hatte sich verbreitet, daß die Araber zwischeu. Tcl- Aviv und Jaffa durchgebrochen seien und sich durch die Karmelstraßc (eine Verbindungsstraße zwischen Jaffa und Tel-Aviv) der Stadt nähern. Tausende Ju<3cn strömten, indem sie unterwegs sich notdürftig mit Eisenrohren, Baulaücn u. ä. bewaffneten, zur.Karmel« Straße. Sie wurden jedoch von den Ordnern aufgehalten, die auch verhinderten, daß es zu einem Zusammenstoß zwischen: Juden und Arabern kam. Es hatten sich dort tatsächlich Araber angesammelt, die bewaffnet waren und drohten,' nach Tel-Aviv zu marschieren. Sie Wurden von der Polizei aufgehalten, die von den Arabern beschossen wurde. Im arabischen Teil der Karmelstraße wurde ein Yemenite erschlagen. Am Vormittag (Montag, den 20. ds.) kam eine Droschke mit vier Insassen in die Sch'chünath Hatikwah, um jüdischen Besitz aus den Wohnungen zu retten. Als. sie sich einem dort befindjichen Pardeß näherte, wurde auf sie geschössen und einer der Insassen getötet; ein anderer verletzt. Diese Nachrich- BSMHBWBWWIIIIWl'i|IWIII'WWIWIi!lllltii|IMIWIIWWW III «BBHBWWS«aWWWWBBg für gute, moderne Damen - Konfektion, aktuelle Seiden-, Woll- und Waschstoffe etc; & im iei Damen - Konfektion: Seidenstoffe: '.S 14 19 24- 38 49- M&'Regenmäntel lO «mgvcrschl., Dassepoil.S .Wollstoff^Paletots . ^'uXjecieiti Kleid ^Ass^'d * #;Böüc!^Mantel v>,) gäns .fcLSeiäe •ge.ttrerf(;iv«f . Tvveed^Mäntel'•;Herrenfassod, ganz gefüttert . . .S Engl, gemusterte Raglan ganz KT-S -Mongol gefüttert . . . S Englische Möde^Märjtel Herrenschneiderarbeit. Raiiis Kunst- Cr4pe de-Chine gefüttert ...... S CharmelaihefGeorgette^ Mäntel, ipartePuf äimel.ganzK.- Ci«pe-de-Ch»ne gefüttert j. ... . . 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