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Die neue Welt · 1936-04-03 · Heft 551 (3.4.1936) · page 2

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Journal
Die neue Welt
Volume
10 (1936)
Issue
Heft 551 (3.4.1936)
Date
1936-04-03
Page
– (sequence 2)
Language
German
Belongs to
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Seite! 2 DIB NEUE WELT Nr. 551 vom 3. April 1938 sind die bekannten schwören viele Tausende auf STRUM-MAZZOTH so-ausgezeichnet runde Strum-Mazzoth '££<£^i Trotz vieler Nachahmungen sind STRUMS runde MAZZOTH unerreKhll T VetfotHÜm liißiA vüte* s<^:W&& die Hausfrau Ue6t tötend Umoc: det SoUh sfitidd: Ich wWL desltatfr MU STRUK-MflZZOTH unter s,t r eri g s t e r Einhaltung al|er orthodoxen •' Ka sc h tai h-Vorschriften besonders delikateschmecken! Besonders praktisch beim Kochen und Backen, sehr wohlschmeckend sind STRUM-MAZZOTH ,Cri«ß und Farvel — das vorzügliche "Österreichische. Er2e,ugnls.-r und überdies frische Ware 1936 STRUM-MAZZOTH essen, weil sie mir sehr gut munden .. und vor allem, weil sie sehr hygienisch und nur von indischen Arbeitern in Wien erzeugt werden 1 sollen auch Sie das P e s s a c h- CTQUM« feiern und beim Einkauf auf die Fes 1 1,9 3 6 nur mit den bei?rJIvl. Stampiglie „M. STRUM" achten, Allen beliebten vorzüglichen Pflft£«.WTn die jedes Paket tiägtül MÄJ^'M?^«»: H STD U M "'" besteiienSie direkt bei Backe r*e i Bio # I II V ■ 1 Telephon R-41 -8-71 Weiset ausländische Mazzoth zurück, kaufet nur STRUM-MAZZOTH — das gute österreichische Fabrikat! M«MMMM««MM«^lMM«M<^«M«MaWM^^ «MMM«%«MMI«MMM«MAMMMMi^^ straHo, der um 1451 mit unwiderstehlicher Beredsamkeit —..statt der damals nicht leicht zu bekämpfen-! den Hussiten — die Juden dem Haß ' und der Verachtung empfahl. Ich" habe, eine tiefe Verehrung für' jeden,,_der Gott dient, ihn in Wahrheit anruft und seine-1 Lehre auf Erden verkündet, namentlich für diejenigen, welche mit denselben Worten, wie wir, darum beten, daß der Na meGottes auf Erde n g e h ei lig t wef:de, daß sein Reich zu uns komme, daß Friede auf Erden und de n M e n s c h e n ein W! o hl g e f a 11 e n we rd e. Es ist ja n i c h t e i n: Wort davon, das nicht aus unseren h e b. r ä i s c.h'e n Gebeten stammt.. Eine um so g^öße^e^Ehttäuschung ist es für uns, wenn dieselben frjomjne.n Männer den.Ü n f r i e d e n auf Erden unterstützen und dem TJ n.r echt Vorschub leisten. Wenn sie, wie' der hoch würdige Pater B i c h l m. a i r, erklären, daß. die. Rassentheorie Wissenschaft 1 j"c hu n d e t h i s c h u n h a 11 b a r sei, daß Pauschalverurteilungen .jüdischen. Wesens, abzulehnen seien -—.so finden wirdies ganz im Einklang mit den bdibjiscii.en iGruhdlehren. Wenn . aber daneben hinzuge- ^gt;jwird:/,,Hftute empfinden w.i r die, Judenfrage vpr- WA HR R A 0. "CM.. kind«magenverkauf: {'Vfl? NeÜb3^assfr'21 ': XVII,' «uimgasse i*' X, LaxenburgerstraBe 82 XX, JägerstraBs 41 FahrradFabrik: VII, Burggasse 110 Bequeme Teilzahlung: . Kataloge gratis l KINDERWAGEN- P ,A .B .R. I K ■von S 33.'— nehmlich als ein nationales und völkisches Problem" — so finden wir darin 'einen; eklatanten ■• Widerspruch zu der Grundlehre der -Religion,' wonach; der' Mensch von der Seite seines Geist es.un d s eines Seelenlebens erfaßt werden muß und keinesfalls vom "biölogischen Standpunkt diskriminiert werden darf Es gebt nicht, an, daß einseitig (noch dazu in einer ''Volksversammlung, nicht' in einer Diskussion Wissenschaftlich' gebildeter "Theologen, die darauf erwidern, .könnten), die „schüldh'afte Verblendung" Israels'im Altertum als Dorna verkündet und als Gründ einer bürgerlichen Entrechtung der Juden in unseren.Tagen vorgeschoben wird." Ich habe bereits in einer früheren Rede erwähnt, daß'jeies wahrhafte religiöse Empfinde n das gleiche Gefühl be i'ander e n achten muß ttnd daß hier doch mindestens Glaube gegen Glaube,_ Religion gegen Religion steht. Wie, wenn wir der Üeberzeugung wären, daß eine schuldhafte Verblendung bei unseren Gegnern bestehe? Wenn wir für uns in' Anspruch nehmen würden; daß wir den hebräischen 'Urtext unserer prophetischen Schriften doch etwas'genauer kennen als andere, ünd die Stellen, auf welche'.gewisse Dogmen gestützt werden, sowohl nach unserer-;heüigen. Tradition wie nach" unserer wissenschaftlichen Kenntnis anders aufzufassen wären? Wehn wir uns nach. unserer Üeberzeugung des Verbrechens der'Lüge und einer Gotteslästerung schuldig machen: würden, indem wir Dogmen' folgten, die mit unserem heiligen Glauben nicht vereinbar sind? Wird uns der Vorwurf einer Apostaäie gemacht, so prüfen-wir-uns gewissenhaft und fragen uns: Haben wir wirklich Gott verlassen, die wir unser.Leben seiner Verehrung widmen und die wir Wahrheit und Recht auf Erden zu fördern bemüht sind, 'oder ist nicht vielmehr ein Irrtum — oder eine unzulässige Verbeugung vor den der Menge liebgewordenen Götzeri- Wfr err»DfeHlRn r>W". §^W#*äüt ca billifreif: #filf IMB i* i* E h Aut0' u^atorradschulen nrUULvlUI H m8.Heüdesgergassel8 taM V llM M MMll Tel. ß-46-5-72 «nd Ime.rtprf, N.-Ü, bildern — auf Seiten derer, welche die religiöse Weltanschauung nicht in ihrer vollen Konsequenz bewähren? W i r schließen alle anderen Menschen, welchen Glaubens immer, in tinster tägliches Gebet ein und erflehen für sie die Gnade, daß ihre Augen erleuchtet werden, damit sie.vom Irrtum zur Wahrheit gelängen und gleich uns'nach der alten prophetischen Lehre vor dem einzigen Gott allein das Knie beugen. Wir sind nicht so überheblich, diese uns erfüllende religiöse Erkenntnis, für die -wir durch Jahrtausende Martyrien erduldet haben, aus dem stillen und geweihten Räume unseres Bethauses in Volksversammlungen zu tragen und anderen als Dogmen aufzudrängen. Wir wissen, auch andere haben in ihrer Religionsgeschichte Märtyrer, auf die sie stolz sind. Sie würden es mit Recht als Impertinenz erachten, wenn es jemand wagen würde, die Leiden, denen ihre Kirche in vielen Jahrhunderten einst ausgesetzt war und gegenwärtig noch ausgesetzt ist, als Strafe von Gott für ihre Unwürdigkeit darzustellen. Ebensowenig fühlen w i r uns betroffen, wenn unsere Leidensgeschichte, in der unsere Edelsten und Besten unter V.erschraähung der Güter dieser Welt ihre Treue zu. Gott und seiner Lehre besiegelt haben, von anderen,, und gerade von denen, die diese Leiden, in unedler, Weise vermehren, als Strafe für irgendeine Versündigung gedeutet wird. Wir. würden es, nicht wagen, andere als „überempfindlich" zu bezeichnen, wenn sie sich gegen Pauschalverdächtigungen und eine allgemeine Verurteilung ihres Stammes oder ihres Bekenntnisses wehren. Als die Christen im Römischen Reiche noch eine Minorität waren, war gerade dies ihre berechtigte, Beschwerde. Athenagoras richtete namens der Christen an den: Kaiser Marc Aurel eine Bitt- Treffpunkt mMer am- 6. und 7. April, unter. Leitung de» bekannten Oberkantors Herrn im -\v- - Restaurant W. SPRITZER II, Hammer*Purgstall«Oasse 7 (t Minute vom 0 i a n a b a d) Zur. Verabreichung gelangen erstklassige Oster-Spezlalltäten. Ausschank von, original Palästina-Weinen zu zeitgemäßen Preisen. Tischbestellungen erbeten unter : A-45-S-42 schrift: „Kann uns jemand eines großen oder kleinen Verbrechens überweisen, so flehen wir nicht um Nachsicht der Strafe. Es möge dann die härteste und schärfste über uns verhängt werden. Wenn aber die Anklage auf dem bloßen Namen haftet'— denji was man gegen uns ausstreut,- ist junüberiegtes Geschwätz — so ist es- Eure Sache; das Unrecht abzuwehren." Gerade diese Gerechtigkeit verlangen auch wir und glauben, sie um so sicherer von seilen derer erwartenzu können, die sich auf Gott und die heiligen Schriften, berufen. , Wir vertrauen auf das Wort unseres Propheten; (Jes. 54, 17): „Jede Waffe, die gegen dich geschmiedet wird, wird versagen, und jede Zunge, die aufreizend gegen dich sprechen -wird, wird im Unrecht bleiben." Denn Gottes Wahrheit ist ein sicherer Schutz für alle,, die sich zu ihr bekennen. Wahlaus§dii» eibung Gemäß § 1, Abs. 2, des Statuts der Israelitischen Kultusgemeinde Wien wurde vom Kultusvorstande als Tag der Neuwahl von 86 Mitgliedern des Kultusvorstandes und von 120 Vertrauensmännern der Kultusgemeindo Sonntag, der 8. November 193 6, festgesetzt. Der Tag der Wahlausschreibung ist der 2. April 1936. Die naeh der Wahlordnung zu verjautbarenden Kundmachungen werden fristgerecht erfolgen. Wien, am %. April 1936. — Der Vorstand der Israelitischen Kultusgemeinde Wien. Zur allgemeinen Dienstpflicht in Oe§terreich Wer die Mentalität des Oester'reichert versteht, wird auch verstehen*, daß die vom Bundestag einstimmig angenommene Bundesdienstpflicht, das heißt, allgemeine Wehrpflicht mit freudiger Genugtuung aufgenommen wurde. Alle Oesterf eicher, vom erreichten 18. bis züftt 42. Lebensjahr, alle ohne Unterschied des Standes, de« Glaubens, der Volkszugehörigkeit, alle österreichischen Rfehon le Zion nur dieser Name bürgt für Echtheit und Güte beim Einkauf von PalästinaffWein VEREINIGTE GROSSKELLEREIEN RISHON LE Z1ÖN y " "' Staatsbürger sollen zum Dienst herangezogen -werden; Aber das neue Gesetz ist nicht als ein ausschließlich neues Wehrgesetz anzusehen; es zieht auch Verwendungen in volkswirtschaftlicher, staatspolitischer und sozial* erzieherischer Hinsicht in Betracht. Dieser Umstand' Ist um so bedeutungsvoller, als nunmehr Gelegenheit gegeben, ist, die bisher von aggressiven Parteiprogrammen bedrohte Jügend in einem'-,Kähmen züi"sammeln, der ein« ausschließlich ' vaterländische,' ausschließlich patriotisch« Erziehung gewährleistet. ,; .; c .. ■ -Dietf-U-äi-» ch-ent, St«at«totirge.r vOeejerjcsiclwß. W jähen freudig den'- tii -dem1heuen :Gesetz- 'ausgesprochene» Wehr- und Erziehuh'gsgedanken;'sie erblicken gletcH .altjöli ihren Mitbürgern in dieser. Tat den Ausdruck des.;Verßmswu tUtsteitt - Smmmf mmammmmmmmmammmmmmmmmmmutmmmmmmnmmmt^m^mmmmmmm trauens auf die opferbereiten Kräfte des Staates, gewillt* sich in eine Rechtsordnung einzüfügeri; die alle ihre Fälligkeiten, zutage, treten lassen , kann. .; Der junge Jude, der -dort, wo man ihn seine, Bfe«! gabung und seinen Charakter entfalten läßt, sein Bestes hergibt, wird — wie einst in der Habsburger-Monarchie — sich restlos in den Dienst des Vaterlandes stellen. Er; w|ll erkennen, daß seine staatsbürgerlichen Rechte durchöi« Aufnahme in das Heer ihn zum Träger staatsbürgerli6her •Pflichten machen, deren restlöse Erfüllung er äis oberstes Gebot ansieht. Das Oesterreich, das sich die neuen Grundlagen seines staatlichen Daseins ' unter schweren allgemeinen Opfern geschaffen hat, wird Gelegenheit haben zu bezeugen, daß es die in Angriff genommene Erziehung zu einer*' österreichischen "Gfemeih-- schaft auchauf die jüdischen Staatsbürger ausdehnen will. .- ' ' Palestlne«$hlpplng So. / Haifa ' Zur Levante - Messe mit Luxusdampfer « 20% RABATT Auskunft uaü MUNsyEi|$$AL" '* KÄRNT*E^R,r*G 3 Anmeldung: uud in allen Roiseburos Ein drittes jüdisches Todesopfer des Pogroms von Przy tik Aus Warschau: im Warschauer ' jüdischen Hospital verstarb der 40jährige Schneider Zisel Mandelbaum an den Folgen ^der Wunden, die er beim Pogrom in Przytik erhalten hat. Er hinterläßt eine Frau und zwei' kleine Kinder. Während des Pogroms wurden ihm' die Rippen gebrochen und die Lunge verletzt. Er wurde zuerst ins Radomer, dann' ins Warschauer Hospital ge«' bracht. Hier wie dort war ärztliche Hilfe vergebens. ■ CJ. T \A.) . Innsbruck. Am' Sonntag, dem 5. April,' findet im Innsbrucker Zentralkino um 10.30 Uhr vorm. eine Sondervorführung des Palästina-Tonfilms „Land.de r; V e'rh e i ß u n g" statt. Den Einführungsvortrag hält Herr' Landesrabbiner für Tirol und Vorarlberg Dr.: E.~ S; R im alt.

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