Die neue Welt
- Journal
- Die neue Welt
- Volume
- 10 (1936)
- Issue
- Heft 549 (27.3.1936)
- Date
- 1936-03-27
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
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Seite 2 DIE NEUE WELT Nr. 549 vom 27. März 1936 WER PROBT die seit Vielen Jahrert mit Recht so beliebten, besonders Schmackhaften; Der verwöhnte Geschmack schätzt besonders die Will* ruf gttnteMende hervorragend delikate Spözlallhtt welche trotz vieler Nä b h ft h m u Auch das PefiäCHfest 1936 wird im Selchen der „Strum-Mazioth" stehen. f ,Sirum Maneth" werden nach einem besonderen Verfahren mit sp.eJüeUehutiÄiSfttÄtäjt hch geschützten Maschinen (Oefen) auf. .elektrischem Weise.unter Bedienung von nur fachmännisch geschulten jUdltlfttin-Arbeitern erzeugt, üfer gesamte Produktionsprozeß sieht Urtier ständiger Äüf^ sieht des ehrwürdigen RaBbinafs de^x.Ut«älttts4H6« KüitoWm«« Dte genaueste Einhaltung der streng orthodoxen Kaschryth- . Vorschriften wird von Sr. Ehrwürden Herrn Oberrdbbiner B*bsd überwacht Verfangen Sie daher Überall nur Merken si«a sich; Jedes Paket trägt die Stämeiglie;;M. SfrüW*'. Wir garantieren für die von faulenden allen Anderen Märken vorgezogen werden. StBUM-MAZZOTH iBunde STRUM-M AZZOTH' efl .Ii n fiff eicht Sind- TRUM MAZZOTH Oster-Sonderfahrt mit der Csern.Allg. Zeltung ..«.Polen,m Czernowitx Alffthrt: 31. MärJi Üllti 5. AWII. RüCftftbft: 19, Am AM unfoy«!* ÄttlMfifte a«|lllll«BII«0«/ c ic %h;r, iitintufMttft m k>M ...m______ 31. Mir: MAI. Anmeldun titVBVBHtt *tmi ffrische Ware* Erzeugung 1930 II! Besonders gut in linden Vom ,,S!rurrt" die und -Farvel Weiset ausländische Mazzöth zurück — verlf#*BfJ"^^ vorzü*' liehe, Österr. £»eugm* L----.....—. —.. rund enl Roten*ternejas$e11,Tfll.R.4i-8-71 Rektor der Universität, M agiles, über dSssen unheilvolles politisches Wirken schon oft berichfcet-wurde, trittnunmehr offen-für" das- Parlament ein und hat die Absicht kundgegeben, den von der palästinensischen Judenschaft proklamierten Boykot t zu brechen und mit seinen Freunden in däs Parlament zu gehen. Die Palästina-Regierung hat gedroht", im Falle der Nichtbeteilung der Juden an den Wahlen, jüdische Abgeordnete zu ernennen. Magnes und seine Freunde erklären sich nun bereit, sich ernennen zu lassen. Mit Magnes zusammen arbeiten u. a.: Das Mitglied der- Exekutive der JeWish Agency Dr. Senator, früher .deutscher Föale-Zionist,' jetzt „Nichtzionist", der Direktor der „nationalen" Landgesellschaft P. L. D. C, Dr. Thon, der Führer des Verbandes der Kolonisten, S m i I a n s k y, Und, selbstverständlich, mehrere Professoren der Universität. Die „Politische Korrespondenz" der Weltleitung der Judenstaatspartei gibt folgende Mitteilung aus: Tel-Aviv: Wir konnten bisher mit Befriedigung feststellen, daß in der Frage des Gesetzgebenden Rates für Palästina eine ablehnende Stimmung bei allen Teilen der zionistischen Bewegung zu vermerken ist. Dabei wußten wir, daß es unter den Ziöhisten Gruppen gibt, die noch vor kurzem eine glänz andere Sprache führten. Wir wollten aber die äußere jüdische Harmonie nicht dadurch stören, daß wir die in gewissen zionistischen Kreisen noch schlummernden defaitistischen Stimmungen öffentlich angreifen. Es schien uns ungerecht und den zionistischen Interessen widersprechend, gewisse Personen,- die sich gegenwärtig jeder defaitistischen Propaganda enthalten, nur deshalb anzugreifen, weil sie etwa früher eine positive Stellung in der Frage des Gesetzgebenden Rätes einnahmen. Wir bedauern, mitteilen zu müssen, daß sich diese Sachlage nunmehr zu ändern scheint. Am 5. d. hielt in Tel-Aviv Dr. Magh es, Kanzler der Jerusalemer Universität und Führer des „Brith Schalom" einen Vortrag vor geladenem Publikum über den Gesetzgebenden Rat. Die Presse nahm davon keine Notiz, aber es gelang uns, die notwendigen Informationen über die Ausführungen de», Herrn Magnus aus erster Quelle einzuholen. Herr Magnes ereklärte in aller Aufrichtigkeit und Klarheit, daß er sowie seine Freunde unbedingt und ohne Reserve für die Annahme des Gesetzgebenden Rates eintreten. Sie erachten letzteren als letzte Chance der Juden, mit den Arabern zu einem Einverständnis zu gelangen, denn. es. sei durchaus möglich die arabischen Ratsmitglieder durch die Argumente d«r jüdischen RatsmitglledCr zu unseren Gunsten umzustimmen. Der Ausgleich mit den Arabern sei schon deshalb für den Zionismus von Bedeutung, weil man nicht allzu lang auf englische Bajonette bauen könne. Eine eventuelle Ablehnung des Gesetzgebenden Rates (seitens der Juden würde nur dazu führen, daß wir späterhin in dem von ausschließlich arabischem Geiste erfüllten Rat werden eintreten müssen, als geschlagene Partei, ohne Einfluß im Rat. Ein sofortiger Eintritt würde aber unsere Position diesbezüglich bedeutend verbessern. Er glaube deshalb, daß sich die Zionisten im letzten Augenblick besinnen und ihren Beitritt anmelden werden. Diese Ausführungen des Herrn Magnes, die zum erstenmal mit derartiger Schärfe vorgebracht wurden, bedeuten nichts anderes als den Entschluß der Brith: Schalom-Leute, aus ihrer bisherigen Reserve hervorzutreten und die Propaganda für die An- Wir empfehlen nur: Die guten billigen: Hl!1IliE^ 11LU U tU Ö L M 8> Neudeggergosse 18 mmmt VAf M ^fl ^■M A1> Tel. S-46-5-72 und fniersdoif, H.-ö. rtährWö des GesetztefVeRden ' Rates zu erneuern. Wir hören, daß dieser Entschluß des Brith- Schalom in einen! engen Zusammenhang mit dem politischen Schwächeanfall steht, der letztens in den leitenden Kreisen der Zionistischen Exekutive bemerkbar wurde. Pjksi&t. btotm - Semto&ikf. Wir erfahren lüezu, daß die Reise Dr. W e i z* raanns nach London für den Zionismus unter Umständen gefährlich werden kann. Es stellt sich nämlich herausj daß bei Abfassung seines bekannten Briefes an Dr. Weizmann der frühere Premier Mr. R. M ft c- Donald dem Präsidenten der Zionistischen Organisation versprochen hatte, daß der Gesetzgebende Rat, falls dieser einberufen werden sollte, auf Grundlage einer paritätischen Vertretung'von Juden'-und Arftbern zusammengesetzt werden Sollte. Dr. Weizmann war seinerzeit und ist auch heuf&' mit einer gleichen Vertretung für Juden und Araber einuBUk Ä ' ' ' ^eW iii «■) Rauchende Schlote und giftige Oase Iii der letzten Zelt Muten sich bei uns die Versuche, die jUdiftehe, Bevölkerung moralisch zu.diskre* ditteren, üm ih^ .Atissehftltuiig aus dem Wirtschafts* leben als begründet erscheinen zu lassen. Die philosophisch-religiösen Erörterungen über den Wert; der jüdischen — Rasse waren ttUr, der Ürtterbau für die antijüdische Agitation, die sich, wie überall, nicht mit' einer Diffamierung : begnügt, sondern .p? tische Resultate^ d, i. die Vernichtung jüdischer Existenzen, anstrebt/ Daß hiebe! die Mittel nicht gerade ausgesucht sind, braucht nicht im besonderen dargelegt zu werden. Das wirtschaftliche Blütmärchen des. Wiener Vizebürgermeisters Dr. Kresse, der sich'def Beweise fü? den Urriständ rühmt, „daß die jüdischen Kreise einen Boykott gegen arische Geschäftsleute durchführen", ist Wöhl ein genügend krasses Beispiel für die Methode, die man Anwendet, um den Juden als Schädling des chfistlich-dexitechen Oesterreich hinzustellen. Ganz besonders schärf haben es die Faktoren, denen der Schutz der gewerblichen Interessen anvertraut ist, auf die zugereisten, nicht bodenständigen Juden. Von ihnen wird immer wieder behauptet,.daß,sie mit ihren unreellen und unproduktiven. .Manipulationen das heimische, anständige, christliche. Geschäft ruinieren, um so :mehr, als >bei ihnen ausschließlich der Schachergeist die. Triebfeder, ihrer..Tätigkeit sei. Solche Aeußerungen, die wie gif tige; Gase das Hirn der Bevölkerung zu benebeln vermögen, treiben Tag um Tag ihr Unwesen. . , Das „Wiener . Moiitagb.iatt", das die Interessen jener Kreise vertritt, die sich der besonder ren Fürsorge des Vizebürgermeisters Dr. Kresse erfreuen, berichtet mit satanischer Wollust von „jüdischen Schädlingen aus dem Osten", von. deren.,.unsauberen Geschäftspraktiken", die vom braven Qester.- reichertiyn. entschieden abgelehnt werden. Giftige Gase! ■ Am 23: März weiß das Blatt;etwas zu melden, HERR MAX^ RECHTSCHAFEN hat die Geschäftsführung des | tömm* C&fe-Jtestmuaut fetzet okdetScUwedeakueke übernommen verstanden, und wäre bereit, auf dieser Grundlage in den Gesetzgebenden Rat zu gehen. Der High Commissioner Sir A. W a u c h ö p e erklärte aber in einer Unterredung mit Weizmann, er wisse nichts von einer angeblichen Versprechung , R.. MaoDoaalds, die Juden in gleicher Zahl mit den Arabern am Gesetzgebenden Rat zu beteiligen. Dies ist es,. was Dr. Weizmann bewogen hatte, nach London zu gehen. Er soll dort die Regierung wegen des Bruches ihrer vorerwähnten Versprechung zur Rede stellen und sie wiederum auf die Bereitschaft der Jewish Agency aufmerksam machen, den Gesetzgebenden Rat auf Grundlage jüdischarabischer Gleichheit zu beschicken. Und da der Begriff „Gleichheit", wie sich Dr. Weizmann am 17. Kongreß ausdrückte, nicht gerade 50 :50 sein müßte, sondern Billige IRUT-Relsen nach POLEN U.CZE R NO WITZ über KRAKAU-LEMBERG REISEBÜRO mit Kollekfivpaß am 29. März und 5. April Rückfahrt 21. ApriM936 „ I R U T", KARL S'P 1 AT I 1 Ref. Rosenkranz — Telephon U-44-5-79 unter Umstnäden 40:60 sein könnte, so scheint sich gegenwärtig eine sehr ernstliche Aenderung der polltischen Linie der Agency vorzubereiten. Dies alles zwingt uns, unser Augenmerk der innerzionistischen Entwicklung erneut zuzuwenden und dafür. Sorge zu tragen, daß die zionistische Oeffentlichkett von den Ereignissen nicht überrascht wird. # Die „Politische Korrespondenz" hat recht. Größte Aufmerksamkeit und energische Zusammenfassung aller in der Richtung des Judenstaates arbeitenden Kräfte tun not. Sonst kann der Zionismus in Palästina verlieren, was er in London gewonnen hat, . Herr Max Rechtschafen, früher Besitzer des Theater- Cafe, H., Praterstraße, hat die Geschäftsführung des bekannten Cafe-Restaurants Fetzer, II., Praterstraße 8, übernommen,: Herr Rechtschafen, als langjähriger Fachmann bekannt, erfreut; sich, überall größter Beliebtheit. Jüdische Familieuanhänglichkeit ist bekannt. Zu Pessach besucht man gerne Beine Verwandten und Bekannten in Polen, verbringt die Feiertage, angenehm und billig bei seinen Angehörigen. Wer einen Söder in Polen besuchen will, wendet mh an Dr. S. T o c k e r, Wien, IX., Liechtensteinstraße 2, Telephon A-M-504, „In die Welt". das die-Herzen aller braven Oesterreicher höher schlagen läßt; Unter dem optimistischen Fanfarentitel .„Rauchende S c h 1 ö t e i n W i e n e r N.e us t a d-t". bringt es die .Mitteilung von. der Errichtung eines neuen Fäbriksunternehmens im Wiener, Neu.- Städter'Industriebezirk, das eine Hoffnung; für. eine Bevölkerüngsschichte bedeute; von der es unter .6000 Arbeitern nur 700 beschäftigte gibt. „Es ist",! schreibt das Blatt, „e i n schöner Plan de s n e u em Unterneh mens,' auf dem großen Gelände der Werke ein Kindererholungsheim zu eröffnen. 5s. soll .den Namen ,Stockinger-Hei.m" führen und ist;dazu aus.ersehen, sonnige Ferienstunden bedürftigen Kindern zu bereiten. D i e F ab, r ik wird mit vollkommen neuen Masbhinen eingerichtet und ein. Musterunternehmen für den gesamten europäischen Kontinent darstellen." Ein Musterunternehmen, das vielen... hundert christlichdeutschen Arbeitern Brot geben wird... Und weiters schreibt das Blatt: „Es handelt sich um die Gründung einer T e xtilfabrik unter der Firma Makospinnerei und -Zwirnerei P i c k in Wiener Neustadt ..." Firma Pick und niöhts weiter! Wer ist nun diese brave Firma Pick, das Musterunternehmen, das Musterbeispiel für soziale Fürsorge? Keine andere als eine Tochtergründung des Herrn Dr. Otto Pick von der Firma E. G. Pick in Oberleutensdorf bei Brüx in C. S. R., also eine jüdische Firma, und e i n e zugereiste auch noch ... Ist das kein Skandal? Nein. D6hn die „Wiener Montagspost" und die Herreh, welöhe die Interessen Oesterreichs so warm zu pflegen vorgeben, werden Sich hüten, zu erzählen, das ein Jude es ist, der produktive Arbeit leistet. Giftige Gase gegen die Zugereisten, wenn einer von ihnen sich gegen Gesetz und Sitte vergeht!!Aber wenn es sich um rauchende Sc hl 0 t e handelt, dann ist's ein anonymer Pick, dem sie zu Ver'; danken sind. . ■, 0. r'. Zum Pessach-Feste nD^ i^ „Rollt"*Wein der Beste! Die edeliten Weiriaiorten lagernd., Von S 1.60 pei Liter aufwärts frei Ins Haus gestellt. Versuchen Sie unseren vofiafj» liehen Sfibowitz 1 Weinhandlung Roth, Wien II, Nickelgasse Nr. v Telephoa A-49-8-97