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Die neue Welt · 1936-03-13 · Heft 545 (13.3.1936) · page 3

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Journal
Die neue Welt
Volume
10 (1936)
Issue
Heft 545 (13.3.1936)
Date
1936-03-13
Page
– (sequence 3)
Language
German
Belongs to
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Nr. 546.vom 13. März 1936 DIE NEUE WELT Selte,3 EIN FILM HAT DIE WELT .EROBEETj ^i** FAHNEN (IBER c<if|| clarrCARI bce OPERN I m- SfAfAVU. rVOTlYPASKIX Watkeksfäfyd Sportliches Amerika 4 Seit kurser Zeit hat Amerika einen neuen Helden, einen Juden. Er ist der Favorit im amerikanischen B aß e ball. Sein Name ist Henry Greenberg, kurz Hank genannt. Die New-Yorker Gruppe der Baseball-Vereinigung erwählte Greenberg zum Meister des Jahres. Es wird hervorgehoben, daß der Stil seines Spieles und die Qualität seiner Haltung ihn zum besten amerikanischen Baseballspieler gemacht hoben. Er (Student} stammt aus einer orthodoxen Familie und besucht regelmäßig die Synagoge. New-Yorker Meldung, 1936. „lüdische Physik" :)yDev Anteil der Jud^n am Aufbau der modernen Physik ist nicht größer als auf anderen Gebieten der Wissenschaften und die Verwerfung der modernen Physik als spezifisch jüdisch nicht gerechtfertigt. Der Aufbau der exakten Physik ist keine Sache des Glaubens, er vollzieht sich in härtem Ringen um Erkenntnisse, bei dem jeder Fortschritt willkommen ist. Für den Naturwissenschaftler ist allein maßgebend, ob eine Theorie richtig oder falsch ist." Prof. Rob. Wiemann (Berlin), 1936. Rechenm aschinen m,t Sf.rfritt Fritz Igel, III, ftadetzkysiralie 7 * ffi leohon: IMSM-95 Herzls pollfische Konzeption „Die Erkenntnis der Judenfrage als einer W eltfrage, die Erkenntnis des Irrtums der Emanzipation muß heute endlich dazu}'Uhren, daß es keine „praktischen" Lösungen geben kann, deiien nicht die Erkenntnis dieser Zxtsammcnhänge zugrundeliegt . . . Wir begrüßen jeden Versuch, den Juden irgendwo freies Land zur Besiedlung zu geben. Aber wir müssen wissen, daß es morgen in jedem anderen Land dieselbe Judenfrage geben kann. Das Judenproblem ist keine Fragender Wandern ny, sondern eine Frageder E rn,ö»erun g, die nur in Palästina möglich ist " •| Rabb. Dr. J. Prinz (Berlin), 1936. Ein männliches Wort „Man soll den Juden mit Offenheit sagen, wie man über sit denkt! Andererseits aber soll man auch das Gute von ihnen lernen: Nüchternheit und Initiativkraft." Prof. Th. G. Masaryk, 1911. Eine ernste Mahnung . -'„Es wäre seitens einer judens'taatlerischen Partei leichtsinnig, zu vergessen, daß auf dem Gebiet icirtschaftlicher -Politik die Linken nicht die einzigen Gegner sind. Es gibt im Jischuw noch andere schädliche Kräfte, die sich hinter dem Mantel des „Volksganzen" verbergen, die jüdische Gemeinschaft vom geraden Weg ablenken und das Spiel der Linken nachzuahmen versuchen — d<tz Spiel des „Dominierens" und Beherrschens. Man sieht das in der Landwirtschaft und in der Industrie. Diese Kräfte stellen vorläufig eine kleinere Gefahr für den judenstaatlerischen Gedanken und für die Erziehung des Jischuws zu einem harmonischen Zusammenleben vor, weil.,sie noch schwach sind. Aber diese reaktionären Kräfte machen sich bereits bemerkbar: Arabische Arbeit, Haawära (Gesellschaft zum Transfer deutschen Vermögens und Verkaufs hitleristischer Waren), Parlament sind die ersten Anzeichen." Me'ir Großmann (Tel-Aviv). Palästinensische Erdölralfinerie „Die Pläne der Ir aq Petroleum Company (IPC), einen Teil des durch die Pipe-line von Kirkuk nacht Haifa strömenden Erdöls in Haifa selbst zu raffinieren, . haben nunmehr konkrete Formen angenommen, was durch den Ankauf eines Grundstückes für diesen Zweck an der Autostraße Haifa—Akko bei der Kischon-Brücke bestätigt wird. Diese erste Erdöl-Raffinerie der Levante wird ihrer Kapazität nach nicht 7iur Palästina, sondern auch die Nacthlfßrländem mit Erdölderivaten versorgen können, .Brennstoff-Wirtschaft" (Wien), 1936. In-u« ausländische Hausbesitzer verwalten ihre 1AHVNI7D vwlEraEflt durch behördlich konz. Realitätenkanzlei § Dr. MAIR RAIS ig W|en I, Frcini Josef» Kai 1, Tel. R>81»5«30 m Erstklassige Referenzen! Denunzianten I Wir erhalten von einem uns bekannten Leser folgende Zuschrift: Ich berichte Ihnen nachstehend über einen Vorfall, dessen Zeuge ich war. Beim Appell der Vaterländischen Front in Mariahilf am 13. Februar d. J. im Gasthof Schorn, VI., Kopernikusgasse, waren zirka 250 Mitglieder anwesend, darunter nur 8 oder4 Juden. Nach dem politischen Referat des Landesleiters Herrn Dr. Kiep meldete sich als erster ein Herr jüdischen Aussehens, den ich nicht kannte, zu Wort. Er gab seiner Verwunderung Ausdruck, daß der Referent kein Wort Uber die Judenfrage gesagt habe. Er möchte die Aufmerksamkeit der Vaterländischen Front und aller p a t r io t i s c l(e n Oesterreicher auf die unerhörten Vorgänge in der Jüdischen Kultusgemein d e lenken. Dort hat sich ein Klüngel von Juden, die gar keine Einstellung zu Oesterreich haben, der Herrschaft bemächtigt. Es sitzen dort Herren als Vertreter der Wiener Judenschaft, die weder religiös noch vatcrlandstreu sind. Ihr Vaterland erblicken sie in Palästina und nur aus praktischen Gründen . tragen sie das rot-welß-rote Band, im Herzen sind sie blau-weiß. Sie sitzen auf zwei Sesseln. Er begreife nicht, wie die Regierung so etwas dulden könne und beispielsweise eine Judcnstaatspartci dulde, wo doch in Oesterreich alle Parteien aufgelöst worden sind. Das sind Zustände, welche patriotischgesinnte österreichische Juden nicht weiter ertragen können und mit welchen sich auch die christlichen Bürger in diesem Staate unbedingt beschäftigen müssen. Sie müssen endlich in der „S e i t e n s t e 11 e n g a s s c" Ordnung machen. Nach der Rede dieses Herrn konnte ich feststellen, daß er Jude ist, Karl P o 11 ak heißt, und VI., Thcobaldgässe, wohnt. Der Landesleiter Dr. Kiep erwiderte, daß es der Vaterländischen Front nicht einfalle, sich, in die innere n. A n g e j e g e nji fii t. c n der J Ii d e n einzumengen, wie es die Vaterländische Front nicht wünscht, daß sich die Juden mit inneren Vorgängen der K a tho-' 1 i k e n befassen, wie dies früher manchmal der Fall war. Sollte Herr Karl Pollak der Ansicht sein, daß in der Kultusgemeinde staatsfeindliche Handlungen begangen werden, so habs er die Pflicht die Anzeige bei den Behörden zu erstatten. Dann meldete sich der anwesende Kultusvorsteher Herr Dr. S. Beer, zu Wort und wies die ungeheuerlichen Verleumdungen des Herrn Karl Pollak energisch zurück. Daß die Regierung die patriotische Haltung der Zionisten nicht in Zweifel zieht, hat die Entsendung zweier Zionisten in den Staatsrat und in den Wiener Gemeinderat bewiesen. Die zionistische Bewegung ist vom Völkerbund und von der österreichischen Regierung anerkannt, welche weiß, daß diese sich sehr wohl mit gutem Oesterreichertum verträgt. Die Zionisten sind österreichische Patrioten und treue Söhne des jüdischen Volkes, wie die nichtjüdischen Oesterreicher gute Patrioten und treue Söhne des deutschen Volkes sind. Damit fand dieser unsäglich beschämende Vorfall seinen Abschluß. * Es ist überflüssig, über diesen Vorfall, der einen ungeahnten Grad von Verkommenheit anzeigt, noch Worte zu verlieren, oder gar Uber diesen Karl Pollak. Nur eine Frage soll erörtert sein. Wie kommt es, daß jüdische Denunziation so frech und frei einhergeht? Denunziation gibt es überall, aber sie schleicht im Dunkeln und arbeitet anonym, mit verstellter Stimme und Schrift. Wie kommt es, daß sich hier die Schmach frei brüstet? Die Schuld tragen Männer, die sich rühmen dürfen, führende Rollen in der jüdischen Gesellschaft zu bekleiden. Im Kampfe zwischen Assimilation und Zionismus im Wiener Kultusvorstande haben es die österreichischen Unionisten nicht verschmäht, ihre zionistischen Mitbürger vor den Behörden politisch zu verdächtigen. Sie haben es über sich ' gebracht, *' mit aus dem radauantisemitischen Arsenal geborgten Waffen zu kämpfen, weil ihre jüdischen Waffen versagten. Wenn ein Präsident der „Union", der Herr, Regierüngsrat Dr. Oppenheim, wenn ein wohlbestaiter Rechtsanwalt und Vizepräsident der Judengemeinde, Herr Dr. Josef Ticho, es Uber sich bringen, Eingaben an die staatlichen Behörden zu richten, in welchen die, V a t e r T a 'nüstreue ihrer politischjüdischen Gegner und ."'der Majorität der österreichischen Judenschaft in Zweifel gezögen wird, dann braucht man sich nicht über einen Karl Pollak zu wundern und zu entrüsten. Er ist nur gelehriger Schüler der Herren FTOsrr? *sm der. „Union". Wie lange noch werden sich anständige jüdische Menschen, und derer gibt es im hichtzionistischen Lager viele, diesen Weg führen lassen? Aus Jerusalem wird uns berichtet: Am 29. Februar begann in dem arabischen Städtchen Jenin die öffentlicihe Untersuchung gegen die acht verhafteten Mitglieder der arabischen Bande, die sich gebildet hat, um M o r d e a n Juden zu begehen, und den zeigt sich die Qualität. Elastisch, rasch und sicher gleitet die jüdischen Polizeisergeanten Mosche R o s e nf e 1 d 1 bei Ejn-Charod getötet hat. Die Verhaftung der Angeklagten erfolgte nach dem blutigen Zusammenstoß, mit der Polizei bei Jenin, bei dem fünf Mitglieder der Bande getötet wurden, darunter ihr Führer, der Scheich Asa-din- Kassam. Die Angeklagten werden beschuldigt, eine Bande gebildet zu haben, um J;u;d;e;n zu töten. Vier von ihnen werden beschubldigt, den Polizeisergeanten Mosche Rosenfeld getötet zu haben; sechs von ihnen werden des Mordes an dem britischen Polizisiten R. S. F. Mott bei dem Zusammenstoß beschuldigt. Die öffentliche Untersuchung wird durch den britischen Richter Mr. Curry geführt. Die Angeklagten verteidigen aobt arabische Advokaten. Als erster Zeuge der Anklage wuvde der arabische Polizeioffizier Achmed Naif aus Haifa vernommen, Ich kennq aU« Angeklagten, erklärt der z^yge, weiß, daß sie länger als ein Jahr mit dem Scheich Asa-din- Kassam in Verbindung waren. Ich habe dem Scheich schon früher nachgestellt und'weiß, daß er durch de Dörfer in der Gegend von Nazareth zu fahren und zu Unruhen ge gen J u d e n z u h e t z e n p f I e g t c. Er. hatte auch einen großen Vorrät von Waffen in seinem Besitz. Dsv Zeuge überreichte dem Gericht ferner die Erklärungen, die drei der Angeklagten vor ihm abgaben. In diesen protokollarischen Aussagen gestanden sie ein, zu der. Gruppe Scheich Asa-din-Kassams zu gehören, deren Zweck es war, Juden zu töten. Ein zweiter Zeuge, der arabische Polizeioffizier Achme d D sch aun u, ■ berichtete, daß, als er in der Wohnung Scheich Asa-din-Kassams eine Untersuchung anstellte, er dort unter anderem eine große Anzahl von B.ildern" des Tempelplatzes mit hebräischen Texten und der arabischen Bemerkung gefunden habe: „So werden alle euren heiligen Plätze aussehen, wenn die Juden sie besetzen werden." Es würde noch'eine ganze Anzahl von Arabern, Bewohnern verschiedener Dörfer, verhört, die mit dem Führer der Bande, .Scheich Asa-din-Kassam, zu tun hatten. Die meisten waren eingeschüchtert und natten Angst, den Mund aufzumachen. Selbst die Aussagen, die sie bereits früher der Polizei gemacht hatten, fürchteten sie, zu wiederholen; Einer der Zeugen berichtete von den Predigten, die Scheich Asa-din-Kassam in den .Moscheen der Dörfer sähalten pflegte» Er habe regelmäßig; erzählt, daß , dje Ju d en säm tIi c h b e waf f n e t.seien, militärisch« J Uete5Dgen. veranstalteten md sich mfolgedesw» auot

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