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Die neue Welt · 1936-03-13 · Heft 545 (13.3.1936) · page 4

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Journal
Die neue Welt
Volume
10 (1936)
Issue
Heft 545 (13.3.1936)
Date
1936-03-13
Page
– (sequence 4)
Language
German
Belongs to
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Seite 4 006 NSÜfi WELt Kr. 846 vom 13. «fifz 1936 O PTIKER RUD01F HAAS & CM WIEN II, P RATE «STRASSE 32 SPEZIALIST FÜR BRILLENOPTIK ■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■•«■■■■■n die Araber bewaffnen müßten, um ihr Land zu verteidigen. Der Zeuge berichtete, daß ein Teil der Araber ihn aufmerksam gemacht habe: „Wir und die Juden sind gleichberechtigte Bürger und die Regierung wird uns schützen." Darauf habe der Scheich geantwortet: „Die Juden tun nichts mit Gewalt, wir verkaufen ihnen das Land f r e i w i 11 i g." Dann wurden die Aussagen verlesen, die von den Angeklagten vor der Polizei nach der Verhaftung gemacht worden sind. Sie erzählten, daß der Scheich ihnen berichtet habe, daß die Juden den Arabern das Vaterland wegnehmen w ollten und es daher keinen anderen Weg gäbe, als die judischen Kolonien zu Überfallen und die Juden zu töten. Insgesamt wurden in drei Tagen 45 Zeugen vernommen. Dann verkündete der britische Richter Mr. Curry den Beschluß, alle acht Angeklagten dem Gericht zu Übergeben. Die Zeugen und Beweise, die vör ihn gebracht worden seien, so erklärte der Richter, hätten ihn davon überzeugt, daß sich die Gruppe gebildet habe, um einen Teil der Bevölkerung Palästinas zu töten. Polizeistationen in jüdischen Siedlungen Aus Jerusalem: Mit Rücksicht auf die Un- Sicherheit, die in letzter Zeit in Teilen Nordpalästinas herrscht, hat der Kommandant der Palästina-Polizei, Spie er, die Siedlungen Kirjat Chajlm, Jadschur und Nahalal besucht, um dort P ol i z e i- S ta t ion en einzurichten. Der Keren Kajemeth hat in Kirjat Chajim eine Parzelle für eine solche Polizei-Station zur Verfügung gestellt. GRABSTEINE in würdiger Form aus den Werkstätten WULKAN & NEUBRUNN III, Rennweg 110 St. Marx Seit 1892 Jüdischer Wächter in Balfouria ermordet Aus Jerusalem: Der Wächter der Kolonie Balfouria M. Nadel wurde am Morgen mit Schußwunden tot aufgefunden. Bisher wurden keine Spuren der Täter entdeckt. Oster-Sonderfahrt nach Polen und Czernowitz unter Leitung der „Czernowitzer Allgemeinen Zeitung" am 22.. 31, März und 5. April. Rückfahrt am 19. April und 3. Mai. Anmeldungen und Auskünfte nur im Reisebüro „Marienbrücke", I., Rotenturmstraße 27, Tel R-24-2-86/87. 35 Jahre "Wiltra-Llköre. Auch Tee, Wein zu Pessach besorgen Sie bei „Wiltra", IX., Porzellangaase 64. E The ASHRAI BANK COOP. SOC LTD. P. 0. B. 199, Telephone 19>3'196». Cable Töl linin address: „ASHRElBANK" TELAVlV IBrHylV. Ausführung sämtlicher Bankgeschäfte Spezialabteilung für palästinensische und ausländ. Wertpapiefe/Erteilun .' von Informationen (QrNeuelnwandertr n. PAHSTINE ASHRAI BANKLTD. Hodar Hacarmal, P. O. b. 950. Telephone 344 HmICn Cable address: „ASHKA1BANK" HAIFA flUilU KotreSDondenten für Oesterreich: Creditarutalt, Wien Oestet reich Ische Verb« d* Judentfaatsxionfelen Oesterreidii Judenstaatsjugend. Sonntag, den 16. d„ 3 Uhr nachmittags, im Heim, I., Werdertorgasse 14, Generalversammlung. Sektion Prater. Sonntag, den 15. d„ 4 Uhr nachmittags, in Lustigs (früher Bayer) Restaurant, Et., Veöedigerau, große Kinder-Purimfeler unter Mitwirkung der eigenen Kinderschauspielertruppe. Aus dem Programm: Purim babajith, Frühling der Blumen, Esther (Purimspiel). Jedes Kind wird beschenkt. Festrede Frau Fanny Katz. Regiebeitrag S —.50. Montag, den 16. d., %d Uhr abends im Cafe" Lovrana, in., Löwengasse 38, großer Vortragsabend. Tbema: Die gegenwärtige Lage der Juden in Palästina und in der Galuth. Referenten: Oberbaurat Robert Stricker, Theodor Grubner. Sektion XIV/XV, Schanzstraße 32, Dienstag, den 17. d., Vs9 Uhr abends, Vortrag Rabb. Dr. I. Z. Kann er. Thema: Josef Trumpeldor. Mittwoch, den 18. d., %Q Uhr abends, im Zentral* heim, I., Werdertorgasse 14, Vortrag Rabb. Dr. B. Murmelstein. * Am 21. d. findet die Eröffnung des neuen Heims der. Bezirk3gruppe Prater statt. Das neue Heim berindet sieh, IL, Erlafstraße 5. * , Am 28. d„ V-j0 Uhr abends, findet im Festsaale des Hotel Continental die feierliche Eröffnung der Landeskonferenz statt. Am Sonntag, den 29. d., wird die Konferenz im Zentralhcim, L, Werdertorgasse 14, fortgesetzt. Stimmrecht haben nur jene Gg., die im Besitz eines Machzit haschekei sind. Die Werbeaktion für den Machtzith Haschekei wurde bis zum 22. d. Verlängert. Abrechnungen täglich zwischen 7 und 9 Uhr abends, und Sonntag zwischen V2II und 12 Uhr vormittags Im Sekretariat, I, Werdertorgasse 14. Zei'tungslcelte des ,Ozar Hanoar' Scfafctt der Jutfend tag. Robert Str 1 ck«f Antwortet Moäes öoldhlrsch rnit S ff.-* und ruft au Spenden auf: Dr. Leopold Ehrlich (Hlchler), XV.. Herklotagasse 17« Dozent Dr. Felix Mandl, t, Schottenrias 14, Direktor Alexander Geller. IX., Universität*- strafle 6/8, Karl Frans Bondy, IX., Alseratraße 32, Dr. Artur R e i k, I, Fran»-Josefs-Äal 13, Ing. Theodor Kremeneaky, IX.. Wasagaase 13, Frau Erna Pat&k, XVIII., Weimarerstraöe 22, Dr. Oskar K a r b a c h, I., Himmelpfortgasse 20, Ing. Richard Berger, Innsbruck, AnlchstraSe 13. Karl Löwy, Gmünd, antwortet Dr. Klug mit S 5.— und ruft zu Spenden auf: Friedrich Schwarz, Gmünd, Dr. Otto P o 11 a k, Gmünd, Dr. Emmerich Gold, Gmünd, Hermann Löwy, Schrenw, Dr. Alfred Singer, Triesch (Tschechoslowakei). Dr. Hans Kadlsch, Graz, antwortet Dr. Felix Klug mit S 10.— und ruft zu Spenden auf: Konsul Karl Z 11 z, Graz, Kommerzlalrat Max Präger, VI., Schmatzhofgasae 17, Frau Hedl Lustig. I.. Postgasse 1, Benno Kunstadt, II., Obere Donaustraße 45. Dr. S e 1 i n g e r (Firma E. & A. Pollak), XII., Meldlinger Hauptstraße 56, Dr. Karl' Braun, Graz, Dir. Fritz K a d l a c h, Johannyplatz 16. Ing. Nahum Bernstein, III., Gerlgasae 1, spendet S 2.— und ruft zu Spenden auf: Juda Trachtenberg, III., Wassergasse 19, Rudolf G e i r i n g e r, II., Praterstraße 13. Mendel Hager antwortet Herrn Kaslel Glasberg und ruft zu Spenden auf: Dr. Friedrich Deutsch, XX., Othmargaaae 14, Elvira Kraus, IX., Universitätsstraße 8, Direktor Oskar F e 1 d m a n n, IX.. Sobieskigasse 22, Moses Katz, II,, Odeongasse l/il, Dr. Adolf Silber, II., Ennsgasso 17. Doktor IT. Schächter, XX., Petraschgasse 4, Edmund Steckel, XX., Gerhardusgasse 20. EduardWeiß, Knittelfeld, antwortet Eduard Benedek, Fohnsdorf. mit S 6.— und ruft zu Spenden auf: Frau Johanna WolB, Graz, Marlahilferstraße 22, Ernst Reitmann, Murau, Oskar Rößler, Judenburg, E. Sensel, Kindberg, Max Übernahmsanzeieel Teile dem geehrten Publikum mit, daß ich das Familiencafe FÜPSf 6!t8tOf 9 Ii, Taborsfraße 2S übernommen habe und nach vollständiger Renovierung Samstag, den 14. März, 4 Uhr nachmittags eröffnen werde. Es wird mein Bestreben sein, das in meinen Vorgänger gesetzte Vertrauen zu techtfertigen. Hochachtungsvoll Leo Meixner Singer, I., Salzgricß 14, S. E 11 i n g, I., Neutorgasse 9, Friedrich Posamentler, Judenburg, Isidor Weil, I., Rudolfaplatz 7, Herbert Braun, Hermagor (Kärnten). Samuel Gelmann antwortet Dr. Sah Wolf mit S B.~ und ruft zu Spenden auf: Frau Hilde Kohn, II., Klein« Stadtgutgasse 12. Dr. Abraham Groß, VI., Kaplstrangasse 8, Dr. Adolf Engel, I., Passauerplatz 7, David Wolf, It., Förstergasse 7, David Birnbaum, I., Lazzenhof 3, Gugllelmo N e g r i n i, IX., Mariannengasse. Arnold Kiesel, Judenburg, antwortet Dr. Felix Klug mit S 5.-*- und ruft zu Spenden auf: Universltätsprotessor Landesrabbiner Dr. Herzog, Graz, Sinai & Kohn, L, Gonzagagasse 6, Rottenberg & Fanta, I., Rudolfsplatz 2, N. K a n f e r, I., Franz-Josefs-Kai 45, Mor. N e u m a n n, I., Börsegasse 9, Max Schlesinger, I., Rotenturmstraße 11, Mährischl & Klauber, I., Salzgries 10. AUS ALLER WELT Vom Philharmonischen Orchester in Palast na Palcor meldet aus Jerusalem: Die Philharmonische Orchester-Gesellschaft für Palastina, die von Bronislav Huberman gegründet wurde, hat bereits ihre Tätigkeit aufgenommen und ihr Büro in Tel-Aviv eröffnet. Gleichzeitig mit den Bemühungen Bronislav Hubermans in Amerika, die finanzielle Grundlage der palästinensischen Orchester-Gesellschaft zu stärken, werden im Lande selbst alle organisatorischen Vorbereitungen für die Organisierung dieser Gesellschaft gemacht. In Kürze werden Zweigstellen der Gesellschaft in Tel-Äviv, Jerusalem, Haifa und an den übrigen Punkten des Landes eröffnet werden. Von der nächsten Musiksaison 1936/37 an werden alle bedeutsamen Orchester Palästinas in den Besitz der neuen Gesellschaft Hubermans übergehen. Zum Generalsekretär der Gesellschaft wurde Schlomo Lewartow ernannt, der zwölf Jahre lang bis zur nationalsozialistischen Revolution in Deutschland an der Spitze der internationalen Gesellschaft für moderne Musik in Köln gestanden hat und der Gründer-des westdeutschen Kammerorchesters war. Herr T#w1irtbw"hat ferner eine Reihe von Arbeiten über Musik veröffentlicht, darunter ein Heft über jüdische Musikpflege. Die neue Orchestergesellschaft hat in der palästinensischen Gesellschaft ein starkes Echo gefunden. Die Henlein »Partei Aus Prag: Vor dem Pressesenat in Prag fand die zweite Verhandlung in der Ehrenbeleidigungstyage statt,, die Konrad Heinlein im eigenen Namen und'im Namen der Sudetendeutschen Partei gegen den Redakteur der Regierungszeitung „Prager Presse" Arne. Laurin eingereicht hatte. Gegenstand der Klage bilden insbesondere,die Aeußerungen: „Henlein beherrsche die Hakenkreuzklaviatur, die SdP. sei eine Ersatzpartei für die aufgelöste NÖDAP." Der Anwalt des Chefredakteurs Laurin, Dr. Vaclav Bouöek, bot den Wahrheitsbeweis an und überreichte dem Gericht einen Schriftsatz, der neben, zahlreichen anderen Beweisanprägen folgenden enthält: Die SdP. ist nach dem Führerprinzip organisiert, die Abgeordneten und Senatoren der Partei müssen einen Treue- und Gehorsamsschwur in die Hand ihrers Führers ablegen; >aus Geheimbefehlen der Standarte 134 der SA. in Plauen gehe hervor, daß die Henleln-Partel eine Ersatzpartei für die aufgelöste NSDAP, ist. Der Abgeordnete der SdP. Dr. Neu Wir th, der 'übrigens den Kläger Henlein im Prozeß Vertritt, hat im Juli 1933 in Berlin vom. Ullstein-Verlag die Entlassung des Prager Berichterstatters Wilhelm Neumann mit der Begründung verlangt, . daß Neumann jüdischen Verkehr habe. Henlein seibat hat alle döütfiöh-bUrgerllchen. Parteien in der Tschechoslowakei nach Reichenberg geladen und ihnen mitgeteilt, er verfüge;. Über unbeschränkte Geldmittel, aus denen er die Schühlen aller Partelen und ihrer Zeitungen deeken wollte, die sich seiner Führung unterstellen. Die Beamten der Schicht-Werke in Aussig wurden von Henleln- Leuten mit gesellschaftlichem Boykott bedroht, wenn sie bei Juden einkaufen. In Tetschen organisieren die der SdP. angehörenden Aerzte unter der Leitung des Primarius Dr. Pilz einen Boykott der jüdischen und linksgerichteten Aerzte. Für alle diese Beweisanträge wurden Akten zur Verfügung gestellt und eine große Reihe Zeugen angeführt, die zu vernehmen seien. Das Gericht beschloß, alle Beweisanträge zuzulassen und vertagte den Prozeß auf unbestimmte Zeit. Wir empfehlen nur: Mte iutefybilliaen: if&lfllEP lillllUEÜu R«fualmordpropaganda in Litauen Aus Kaunas (J. T. A.): Die von Agitatoren immer -heftiger, betriebene antisemitische Hetze hat die Bevölkerung für die Ritualmordlegende empfänglicher gemacht, was häufig zu gefährlichen Spannungen führt. In Novo Myesto, Distrikt Poniewiez, verschwand ein litauisches Dienstmädchen. Es Verbreitete sich das Gerücht, daß es das Opfer, eines jüdischen Ritualmordes geworden ist, woraufhin die Bevölkerung die jüdischen Familien des Ortes, die christliche Dienstmädchen halten, zwang, diese zu entlassen. In der nun herrschenden Pogrom-Atmosphäre wurden die Juden auf den Straßen angegriffen. Die Polizei verhaftete mehrere der Angreifer. Später stellte sich heraus, daß das vermißte Mädchen von professionellen Zuhältern der Prostitution zugeführt wurde. In Poniewiez selbst wird im Zusammenhang mit dem Verschwinden eines Bauernjungen eine ungeheure Ritualmordpropaganda betrieben. Die litauische Bevölkerung ist furchtbar erregt. Die Juden befürchten Ausschreitungen.' Der gemat forte Icsuftenpäter Aus Prag (J. T. A.) Katholische Zeitungen in der Tschechoslowakei zitieren folgenden in der in Holland in deutscher Sprache erscheinenden katholischen Zeitschrift „Der-deutsche Weg" unter dem Titel „Kein Greuelmärchen" abgedruckten Tatsachenbericht über die Leiden des katholische^ Kanzelredners S p i e 1 e r im Konzentrationslager Esterwegen: „Der Augenzeuge aus dem Konzentrationslager Esterwegen berichtet, daß P. Spieler bereits dort war, als er (der Augenzeuge) hinkam. Man konnte to Ihm wirklich keinen Pater erkennen. Er hatte Unmenschliches erleben müssen. Das Gesicht war rot- und blaugeschlagen und beide Hände hatte er verbunden. Man wollte ihn zwingen, einen erschossenen, Jud^h mit kirchlichen Zeremonien zu beerdigenk was P. Spieler natürlioh ablehnte. So zwang man. ihn, dem toten Juden das Grab zu schaufeln und den Leichnam hineinzuwerfen. Dann stieß man P. Spieler in die Grube auf den Leichnam, zog ihn wieder heraus und ließ ihn das Grab zuschaufeln." Dia Juden Wiens und der Provinz ekd zur Ueberzeugung gelangt daß die Sensation des PESSACHFESTES die weltberühmten der PES^ER israelitischen KULTUSGEMEINDE NAZZOTH sind Unerreicht an Qualität und Geschmack! Naoh einem Versuch kauft jeder die pte Peftter Qualit&tsmaziQth, dünne und (runde) dicke, sowie Mazzo-Grieß, Farve! und Mazze-Mehl In allen einschlägigen Geschäften erhältlich ALLEINVERTRETUNG FÜR ÖSTERREICH: 10NAZ FROST, Lebensmittelhandlung, II, Haidgasse 9, Tel. A-49-3-84

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