Die neue Welt
- Journal
- Die neue Welt
- Volume
- 10 (1936)
- Issue
- Heft 541 (28.2.1936)
- Date
- 1936-02-28
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/2711613-2712150-2712166--5639-2719283- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
- Haifa 3× ep/1047930
- Kfar Saba 1× ep/1047977
- Lod 1× ep/1045074
- Safed 1× ep/1046078
- Tiberias 1× ep/1048138
OCR text
Nr. 541 vom 28. F«bruar 1036 DOS NEUE WEL1 Seite $ / IQMöe Juden... eimi So verschieden die Ansichten und Ueberzeugungen der Wiener Judenheit in allen religiösen und wiitschäftlichen Fragen auch sein mögen, in e i n e m Punkte gibt es bei vielen Zehntausenden nur e i n e Ueberzeugung: Oi^slm^cdi^^^^dscUciülUU, ob reich oder arm ... auf den Pessach-Tisch des Kenners und Fein-' sc hm eckers kommen seit mehr als 40 Jahren nur die bei allen beliebten, s-' von allen bevorzugten Besonders delikat ist die Speilalmarke „N, B." - Mazzoth, Grieß und Farvel, welche Sie in allen besseren Qeschäften bekommen. 4 ZENTRALE: N. B ROD ETZK Y II, LGopoldsgaise 43, A-40-0-90, A-60-2-63, A-48-4-48 jäuid mß WQw**wW Humctk Achten Sie im eigenen Interesse bei Einkauf von Mazioth'GrieO besonders auf die Marke „SCHMIDL" 375*000 Juden m Palästina Zunahme. — Wirtschaftliche Gliederung Die Statistische Abteilung der Jewish Agency in Jerusalem berechnet die Zahl der Juden Palastinas am 1. Jänner 1936 mit 3 7 5.000 Seelen, die 29,8 Prozent der gesamten Bevölkerung bilden. Am Anfang des Jahres 1935 betrug die jüdische Bevölkerung Palästinas 300.000 Seelen. Im Jahre 1935 sind, einschließlich der Touristen, die die Erlaubnis erhielten, legal im Lande zu bleiben, 61.8 5 4 jüdische Einwanderer nach Palästina gekommen; daneben sind 5366 jüdische Touristen im Lande verblieben. Der natürliche Zuwachs der jüdischen Bevölkerung betrug im Jahre 1935 6400 Seelen (die Differenz zwischen 9200 Geburten und 2800 Todesfällen). Die Zunahme der jüdischen Bevölkerung Palästinas wird für das letzte Jahr auf 7 5.0 0 0 Seelen geschätzt. Die Zahl der Juden beträgt also 375.000 Seelen. Die gesamte Bevölkerung Palästinas, einschließlich der Juden, wird auf 1,2 6 0.0 0 0 Seelen geschätzt. Nach den Berechnungen der Statistischen Abteilung der Jewish Agency betrug die jüdische Bevölkerung-Anfang 1936: in T.e,l-Aviy 135.000 Seelen (im November 1931, bei der allgemeinen Volkszählung, betrug sie 46,300); in Haifa 50.000 Seelen (im November 1931 16.000); in Jerusalem und Umgebung 71.000 Seelen (November 1931 53.800); in Tiberias 7000 Seelen (November 1931 5400); in Safed 2000 (November 1931 2500); in den übrigen Städten 1000 Seelen (November 1931 700). Somit beträgt die Zahl der Juden in den Städten 284.000 oder 7 5,6 Prozent der gesamten jüdischen Bevölkerung. Die Zahl der auf dem Lande wohnenden Juden wird auf 91.000 geschätzt oder 24,4 Prozent der gesamten jüdischen Bevölkerung des Landes. Die ländliche jüdische Bevölkerung verteilt sich in folgender Weise: Petach- Tikwah 18.300 Seelen (im November 1931 8000); Rechobot 8400 (November 1931 3150); Chedera 6000 (November 1931 2480); Rischon-le-Zion 5000 (November 1931 2130); Herzlia 4000 (November 1931 1220); Ramat-Gan 3000 (November 1931 1000); Kfar Saba 3000 (November 1931 1400); Eraek Chefer 2000 (November 1931 30); in den übrigen landwirtschaftlichen Siedlungspunkten, darunter Kwuzot und die Moschwe-Owdim, 41.500 (November 1931 22.790). In den vier Jahren seit der letzten allgemeinen Volkszählung, die von der Palästina-Regierung im November 1931 veranstaltet wurde und eine jüdische Volksziffer Einteilung Palästinas in Kantone Ein ominöser Vorschlag In der einflußreichen Londoner Wochenschrift „S p e c t a t o r" stellt der frühere stellvertretende Sekretär der Palästina-Regierung, Lionel G, Archer C u s t, den bereits wiederholt aufgetauchten Plan der Schaffung nationaler „Kanton e" in Palästina neuerlich zur Diskussion. Der Verfasser schlägt vor, daß das Gesamtgebiet von Transjordanien und Palästina unter Auflassung der bisherigen Jordangrenze in einen jüdischen und einen arabischen Kanton geteilt werde. Cust beurteilt die Aussichten des geplanten Legislative Council ungünstig und meint* daß als einzige Lösung eben die Kantonisierung mit einer unter der Kontrolle der Mandatarmacht stehenden Bundesregierung in Frage käme. Jerusalem, Bethlehem und das Hafen- und Oelleitungsgebiet von Haifa sollen aus den Kantonen herausgenommen und der unmittelbaren Verwaltung durch die Mandatarmacht unterstellt werden. Der arabisch« Kanton soll aus dem gegenwärtigen Bmirat Transjqrdanien, auf das die „zionistischen Bestimmungen" des Mandats keine Anwendung finden, und aus den Gebirgsgegenden von .Galiläa, Samaria | Palästinas von 174.600 ergab, ist die jüdische Bevölkerung also um 2 0 0.0 0 0 Seelen gestiegen. Nach den Berechnungen der Statistischen Abteilung derder Jewish Agency verteilt sich die jüdische Bevölkerung nach ihrer Wirtschaftsstruktur in folgender Weise: Von der Landwirtschaft leben 46.000 Seelen oder 14 Prozent der gesamten jüdischen Bevölkerung (bei der Volkszählung des Jahres 1931 betrug die Zahl der Juden, die von der Landwirtschaft lebten, 27.010 oder 18 Prozent 3*$ttftelag'ift ebenfa l)ä#ltd) h>ic gefätytlid). ©er mifefatuige 3<rf)nt>etag, nadj unb nadj ben 8a§n* fdjmefy angreift, fann auf bie einfaßte 2lrt entfernt toerben. Morgens als Erstes bießäfjne gtünblidj mit &f>Iorobont jmfcen. (Stilorobont, bie fjerrlidj erfrifdjenbe Pfefferminz 3af)nbafie, mac&t butd) t|re ftarfe, aber unfcfiäbföge SRelmaunaSfraft bie 2fityai Meitbehb roetfe unb baburc& [ebed &ntlifc anfpredjenb unb fttjön. Abends als Letztes not bem (fd)tafengehen unbebingt bie @peiferefte au3 ben ßaljnätoifäenräumen butd) nochmalige grünblictje Reinigung mit (^)foiobont*3a§nW* entfernen. <£{|Iorobont, fcfiaumenb ober mcfjtfdjäutrtenb, beibe Qualitäten finb gleid) gut. %vht S —.90. Defterretdjifcfieä (SrjeugniS. 8 Spritzer Chlorodont-Mundwasser in das Mundspülglas erhöhen die erfrischende Wirkung der regelmäßigen Zahn' und Mundpflege mit Chlorodont, der jüdischen Bevölkerung); von der Industrie und vom Handwerk leben 77.000 Juden, d. h. 23,4 Prozent der gesamten jüdischen Bevölkerung (im Jahre 1931 waren es 37.190 oder 24,7 Prozent); vom Transport- und Verkehrswesen leben 20.000 Juden, d. h. 6,1 Prozent der jüdischen Bevölkerung (1931 waren es 9630 oder 6,4 Prozent); vom Bauwesen leben 42.000 Juden oder 12,7 Prozent der jüdischen Bevölkerung (1931 13.250 oder 8,8 Prozent);, vom Handel leben 66.000 Juden, d. h. 20 Prozent der jüdischen Bevölkerung (1931 28.660 oder 19,1 Prozent); Angestellte und Beamte (einschließlich ihrer Fa^ milien) sind 8000 Juden, d. h. 2,4 Prozent der jüdischen Bevölkerung (1931 3410 oder 2,2 Prozent); freien Benifen gehören an 41.000 Juden oder 12,4 Prozent (1931 17.490 oder ,11,6 Prozent); Personen mit fixem Einkommen gibt es 20Ö0 oder 6 Prozent der jüdischen Bevölkerung (1931 8550 oder 5,7 Prozent). (Palcor.) und Judäa bestehen. Zu dem jüdischen Kanton, dem „Jüdischen Nationalhelm", sollen die. vier Ebenen Scharon, Emek (Esdreakm), Akko und Huleh sowie ein mit dem übrigen Komplex nicht zusammenhängendes Gebiet im Süden, das bis in die Gegend des arabischen Gaza reichen soll, gehören. Dadurch wird ein „arabischer Korridor" als Zugang zum Meer bei Jaffa über die im wesentlichen arabischen Gebiete von Rahleh und Lydda geschaffen. Hauptstadt des arabischen Kan- Wien-Haifa $ 180 Hlfrw Reisebüro .«Central", I, Stubenring 2, R«27-2<»22 tons soll Nablus, Hauptstadt des jüdischen Kantons Tel-Aviv sein. Besondere Vereinbarungen würden für den Distrikt Ber Schewa zu treffen sein, dessen Zukunft von den Ereignissen der Wasserbohrungeh abhängt. ,: Der jüdische und der arabische Kanton sollen weiteste Autonomie genießen in der Art, wie heute Transjqrdanien. Landesverteidigung, Zoll- und Verkehrswesen unterstehen, ebenso wie die Aufsicht über Rechts- und Finansswesen, der englischen Zentralregierung. Pie Kantonalverwaltungen entsenden gewählte Vertreter in elnito ' Bundesrat* dessen. .Vorsitzender der High C o m m U- Ilönef wird und dem die englischen Kommissäre von Jerusalem und Haifa sowie di« hauptsächlichsten amtlichen Ratgeber angehören. Die gegenwärtig für Tränsjordanien geltenden Verfassungsbestimmungen werden auf den gesamten arabischen Kanton ausgedehnt, für den jüdischen wird eine analoge Verfassung geschaffen. Der Präsident des jüdischen Kantons erhält das gleiche Maß von Unabhängigkeit wie der Emir von Trans- Jordanien. Auf diese Weise, meint der Verfasser, könnte bei voller Wahrung der englischen Interessen die bisherige direkte Verwaltung durch ein System der Inspektion und Üebsrwachung ersetzt und der Landesbevölkerung die von" ihr angestrebte verantwortliche Amtsführung gewährt .werden., . . Die Bewaffnung der Araber , Aus Jerusalem: Im arabischen DorfeAl-Lawan, bei Sichern, brach zwischen zwei arabischen Familien eine blutige Schlägerei aus. Die Schlägerei verwandelte sich bald in eine wirkliche Schlacht zwischen den beiden Familien. Die Kämpfenden benutzten Gewehre, Revo 1 v e r und Messer. Dabei würden vier Araber getötet und eine große Anzahl verwundet. Der Polizei gelang es erst nach großer Mühe, der Schlägerei ein Ende zu machen. Bei der von der Polizei in einer Reihe von Häusern im Dorfe durchgeführten Untersuchung wurde eine große Anzahl von Gewehren und viel Munition konfisziert. * Die Presse meldet, daß in den Polizeimagazinen Jerusalems ein systematischer Waffendiebstahl aufgedeckt wurde. Die gestohlenen Waffen stammen von dem Waffen transportin Zementfässern, die vor einiger Zeit im Jaffaer Hafen konfisziert wurden. Der ganze Transport wurde nach Jerusalem gebracht, wo er sich unter Aufsicht eines englischen Sergeanten in den Polizeimagazinen befand. Jeden Morgen pflegten Häftlinge unter Aufsicht eines arabischen Polizisten zu kommen und die Waffen zu reinigen. Die Untersuchung zeigte, daß dieser arabische Polizist systematisch zu stehlen pflegte. Es fehlen bereits viele Dutzend Gewehre. Der Polizist, bei dem man gestohlene Waffen fand, wurde zu 3 Monaten Gefängnis verurteilt. (Palcor.) f*\ Bücher sä fek Schwedenbrücke! nflM BUCHHANDLUNG SCHNEIDER & CO., WIEN IfllfllMpBgl I, Franz-Josefs-Kai 7 BlSHm« Reichsie Auswahl neuer Bücher bester Autoren zu billigsten Preisen! Kataloe gratis Zum Vorfall in der <*eburtskirdie Aus Jerusalem wird gemeldet: Trotz, des Urteils in dem bekannten Prozeß wegen des Vorfalls, der sich am Weihnachtsabend in der Geburtskirche in Bethlehem abgespielt hat, wird Juden der Zutritt in die Geburtskirche in Bethlehem verweigert. Bekanntlich waren einige junge Juden angeklagt, sich in der Geburtskirche ungebührlich benommen zu haben. Sie wurden freigesprochen, da das Beweisverfahren nichts Belastendes gegen die Beschuldigten ergab,, vielmehr festgestellt wurde, daß der arabische Wächter die jüdischen Besucher provoziert habe. . Ein ausgewiesenes jüdisches Mädchen nimmt Gift Aus Jerusalem (J. T. A.): Ein löjähriges jüdisches Mädchen, das vom Einwanderungsamt verständigt wurde, daß es das Land verlassen muß, hat aus Verzweiflung Gift genommen. Es wurde in sehr ernstem Zustande ina. Krankenhaus gebracht. Ikt Mtk wmfye SaKkia^-AufßkeukQe* Das Land der Verheißung Sonntag/ 1« Marz/ II Uhr vormittags im IMPERIAL.KINO ehhbbb Rotenturmstraße anoRBH Im Beiprogramm: Der Luxerner Zionistcnkongreß Karten bei: Jüd. Kultur st eile, I, Franz-Josefs- Käi 3, Tel. R-28-2-36, Bücherstube Löwit, I, Wollzeile 6, Tel. R-25-4-53, Buchhandlung Lanyi, I, Kärntnerstraße 44, Tel. B-26-3-33 und an der Kinokasse, Tel U-22-1-12