Die neue Welt
- Journal
- Die neue Welt
- Volume
- 9 (1935)
- Issue
- Heft 524 (24.12.1935)
- Date
- 1935-12-24
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Seite 4 die neue WELT Nr. 524 vom 24. Dezember 1Ö35 daten von jüdischen Wählern unterstützt werden sollten, die darauf eine positive Antwort erteilen würden. Leider haben die anderen zionistischen Parteien aus Parteilüeksichten diesen unseren Vorschlag zurückgewiesen: die Poale-Zion wollte nur die Kandidaten der Labour Party unterstützen, die Allgemeinen Zionisten die liberalen Kandidaten der Gruppe Janner usw. Deswegen hat unsere dortige Partei beschlossen, die Aktion auf eigene Faust durchzuführen. In den von unserem PartMkemiteo versandten Briefen wird der Kandidat darüber befragt, „ob er dem zustimmt, daß in Palästina ein Judenstaat in seinen historischen HEATER Dm KOMIKER'-"""*-* Drei Stunden stürmisches Tel. M6-P-57 Gelächter Grenzen, gestutzt auf eine jüdische Bevölkerungsmehrheit, geschaffen werde". Und hier sind einige der erhaltenen Antworten: Fred Watkins (Labour Party): „Ich danke Ihnen für Ihre Anfrage vom 4. d. bezüglich meln:r Stellung zur Schaffun-r eines Judenstaates in Palästina. Ich kann Sie versichern, daß ich diese Angelegenheit n'cht nur als »in Recht, sondern als eine Pflicht gegenüber den Juden erachte, und falls ich die Gelegenheit haben sollte, etwas für die Schaffung eines Juder.staates in Paliistina zu tun, so mögen Sie versichert sein. da3 ich e? auch wirklich tun werde." — Mr. Lockwood (konservativ): „Ich unterstütze aufrichtig die in Ihrem Briefe bezeichnete jüdische Politik und werde diese Politik bei jeder Gelegenheit unterstützen." Die anderen Antworten waren ungefähr desselben Inhalts. Dieser politische Schritt unserer englischen Partei hat die Stärkung unserer Pcsition im Lande zur Folge gehabt. Litauen. Es werden die nötigen Vorbereitungen für die bevorstehende Landeskonferenz, die am 25. und 25. Dezember in Kaunas stattfindet, gemacht. In den vom Zentralkomitee herausgegebenen Zirkulären werden Instruktionen bezüglich der Landeskonferenz des „Ozar Hanoar" und des „M achzit Hascheckel" erteilt. Die Wahlen zur Landeskonferenz werden auf Grund der jetzt durchgeführten „Machzit-Haschekel"- Kampa^ne vorgenommen werden. Im Zusammenhang mit dieser Kampagne werden die größeren Punkte des Landes von führender. Gg. besucht. Am 15. und 16. November wurde in Panevczys eine Kreiskonferenz der umliegenden Ortsgruppen und Kenanej Barak abgehalten. Gleichzeitig fand eine Feier statt, bei der die Fahne des K e nB a r a k anläßlich des zwei jährigen Jubiläums des Ken eingeweiht wurde. Der Ken Panevzys ist einer der erst?n in der lif.^irsch-part0'' ,v^n Bewegung. der sich mit seiner Aktivität ausgezeichnet und eine Reihe von Führern der Barak-Bewegung in Litauen hervorgebracht hat. Am 12. d. wurde vom Zentralkomitee eine gemeinsame Beratung der Zentralen des Gusch Avoda, Barak, Jordania. Jehud? und der Schülerkorporation „Avivia" einberufen, um die Lage der Partei und die künftige Arbeit genau zu behandeln. Alle Anwesenden haben sich für die strengste Durchführung des „Machzit Haschekel" ausgesprochen. Die Wahlen zur Landeskonferenz müssen nur und ausschließlich auf Grund der verkauften Machzioth durchgeführt werden. Die Ortsgruppen, welche kein Machzioth Haschekel absetzen werden, dürfen unter keinen Umständen zur Landeskonferenz zugelassen werden. Die zweite Landeskonferenz soll das Wachstum unserer Eeweeung in Litauen klar demonstrieren. Eine sehr schöne Entwicklung hat letztens dio akademische „Jehud?." genommen. Die Sportsektion der Jehuda gewann die Fußballmeisterschaft ihrer Klasse und hofft, in eine höhere Klasss aufzusteigen. IVA akk abäer f ei ern flfe? Judensfaatspartci 1. Bezirk: Donnerstag, den 26. Dezember, halb 9 Uhr, Zentralhcim, Wien, I., Werdertorgasse 14, Festrede Doktor Salomen Wolf. Es wirken mit: Jehuda Ehrenkranz, Oberltantor Wahrmann, Ernst Friedländer, Viktor Schlesinger. Prater: M'.ttwch. den 25. Dezember, 4 Uhr nachmittags, große Kinder-Chan ukafeier der Frr u n rupne d<r Jude: staat: p -rtei „Deborah" im Heim, IL, Kleine Zufahrtsstraße 166. Programm: 1. Die lebende M.norah, 2. CVnukah Babajid, 3. Der Makkabäer^ieg. Regiebeitrurr 5J) Grosrhen. — Samstag, den 28. Dezember, halb 9 Uhr. Programm: Festrede. Max Lichtegg (Theater an der Wien), Etilen Hoffmann (Simpl), N. Lasar (Jüdisches Kulturtheater), Dolly Nachbar (Jüdische Künstlerspiele). 12, 13, 11., 15. Bezirk: Mittwoch, den 25. Dezember, 6 Uhr abends, im Judenstaatshcim, XIII., Schanzstraßo 32: Programm: Festrede Rabbiner Dr. Murmelstein, Lichterzimden Oberkantor I. Wahrmann, Klaviervertrag Lilly Halpcrn, Violine Karl Schönberg, Gesang Paul Thlcmann, anschließend Tunz. 20. B'v.ir':: «am«t:i", d«n 28. Dez«mb^r, 8 Uhr abends, Toynbec-Halle, XX., Dcnlsganse 33. Programm: Oberkantor L Müller, Prof. Zimbler, Frau Anny Gold, Kinderchor u. a, Ortsgnmpe Leoben: Sonntag, den 29. Dezember, 4 Uhr nachmittags: Festrede Ing. Robert Stricker Im Tempel Leoben, Langgasse 21. 8 Uhr abends: Geselllgkeitsab-nd im Festsaal Hotel „Zum Mohren", Homanngasse-Stn>nß"a8se. Mitwirkend: Künstler der Jüdischen Kulturstelle Wien und eine erstklassige Tanzkapelle. Von der Judenstaatspartei in der Tschechoslowakei Am 14. Dezember fand in Mähris-ch-Ostrau ein von der tschechoslowakischen Judenstaatspartei veranstalteter Vortrag statt, der einen ausgezeichneten Besuch aufwies. Der Vorsitzende, Dr. Erwin Fischet, begTÜßte die Erschienenen und erteilte als erstem Redner Herrn Doktor J. Z. Kann er (Wien) das Wort, der über das Thema „Der Weg der Judenstaatspartei" sprach. Der Redner wies auf die ungeheure Judennot hin, die beweist, daß die Lösung der Judenfrage nur durch den Zionismus bewerkstelligt werden kann' Zionismus hat aber nur einen Sinn, tafookt Bitö& «i»y-> liesiienomiineiic K ü c h e REICHHALTIGE MENÜS a S 1.00 UNO 2.C0 CHWfcC Hrflfcfr bRAL |i,Hammef PurqHall-Cai»« 3 (ntöv ca Jtoibii'ik«) Til.MM-<' wenn es Judenstaatszionismus, wie ihn Herzl geschaffen habe, sein wird. Besonderer Beifall wurde dem Redner gezollt, als er die Forderung erhob, daß unsere jüdische Jugend, besonders in Palästina, die Thora hochhalte. Fritz Richter (Wien; sprach über „Zionismus und Jugend" und rechnete vor allem mit den Verantwortlichen der Zionistischen Organisation scharf ab, die unser kostbarstes Gut, die jüdische Jugend, den Lockungen dea Kommunismus verfallen läßt und so den Begriff „Zionismus" verfälscht. Oberbaurat Ing. Robert Stricker hielt ein großangelegtes Referat, in dem er eindringlich auf die Gefahr eines Ghettos in Asien hinwies, welches entstehen muß, wenn die Kraftanstrengung des jüdischen Volkes nicht auf den Judenstaat gerichtet wird. Der derzeitige Zustand stellt aber keine Nationalbewegung dar, sondern eine Ablegerschaft fremder Ideen und Partelen. An Hand praktischer Beispiele aus Palästina weist der Redner nach, daß sich große Teile der jüdischen Jugend bereits dem Kommunismus nähern. Die gemeinsame Streikfront mit arabischen Arbeitern, die Sympathie des linken Flügels der Hlstadruth für einen Legislative Council, sind ebenso als „nationaler Hochverrat" zu werten wie die Schande des Transfers deutscher Waren. In leidenschaftlicher Form wendet sich Ing. Stricker gegen diesen unwürdigen Zustand. Ungeheuren Beifall findet der Redner, als er Protest erhebt, daß mit dem Geld deutscher Juden — ohne daß denselben wirksame Hilfe zuteil werden kann — die Zionistische Organisation Geschäfte mache. Die Rede Ing. Strickers hinterließ nachhaltigsten Eindruck. — Am 15. Dezember hielt der tschechoslowakische Parteirat eine Sitzung ab, in der Oberbaurat Ing. Stricker und Fritz Richter (Wien) Über die kommende Arbeit sprachen. Es wurde ein Arbeltsplan festgelegt und alle Vorbereitungen getroffen, die dreimonatliche Propagandareise Dr. J. Z. Kanners zu erfolgreichen Resultaten zu bringen. Ferner wurde eine scharfe Protestresolution gegen die Teilnahme von Mitgliedern des Hagibor und anderer jüdischer Sportler an der Olympiade in Berlin beschlossen. Praktische Naaheit n Sporthemd mit Reserve-Kragen aus feinstem Seiden Poplin in allen Modefarben sowie alle Artikel in Wäsche u. Wirkwaren billigst bei BERGMANN. I.. Rabensteig 3, Tel. U-20-709 Himmelpfortg.5,Tel.R-25-8-84 - Köllnerhofg. 1, Tel. R-26-8-99 Deutsduarisdies Adreßbuch für Oesterreich Wir erhalten mit Bezug auf unsere unter „Tribüne" am 17. Dezember veröffentlichte Zuschrift aus dem Leserkreis folgende Berichtigungen: Eduard Schopps Söhne, Wien, VII., Mariahüferstraße 54. Gemäß § 23, Preßgesetz, fordern wir Sie auf, nachstehende Entgegnung zu veröffentlichen: „Sie schreiben in der Zeitung „Die Neue Welt" vom Dienstag, den 17. Dezember 1935, Nr. 522, Jahrgang Nr. 9, auf Seite 3, unter dem Titel „T r i b U n e" und dem Untertitel .Deutscharisches Adreßbuch für Oesterreich', daß dem Vorwort dieses Adreßbuches zu entnehmen ist, daß die im Verzeichnis enthaltene Firma Ed. Schopps Söhne, Wien, VI., Damenkonfektion, den Besuch jüdischer Kunden nicht wünscht. Diese Behauptung ist unwahr. Wahr ist vielmehr, daß dem Vorwort nicht zu entnehmen Ist, daß die im Verzeichnis enthaltene Firma Ed. Schopps Söhne, VI., Damenkonfektion, den Besuch jüdischer Kunden nicht wünscht. Hochachtungsvoll Eduard Schopps Söhne," Walter Kienast, Wien, VI., Mariahilferstraße 1 d. „Gemäß § 23, Preßgeaetz, fordere ich 8ie auf, nachstehende Entgegnung zu veröffentlichen: „Sie schreiben in der Zeitung .Neue Welt' vom Dienstag, den 17. Dezember 1935, Nr. 522, Jahrgang 9, auf Seite 3, unter dem Titel .Tribüne' und dem Untertitel .Deutacharisches Adreßbuch für Oesterreich', daß dem Vorwort dieses Adreßbuches zu entnehmen ist, daß die im Verzeichnis enthaltene Firma Walter Kienast, VI., Uhren und Juwelenwaren, den Besuch jüdischer Kunden nicht wünscht. Diese Behauptung ist unwahr. Wahr ist vielmehr, daß dem Vorwort nicht zu entnehmen Ist, daß die im Verzeichnis enthaltene Firma Walter Kienast, VI., Uhren und Juwelenwaren, den Besuch jüdischer Kunden nicht wünscht. Walter Kienast." Zabransky & Fuchs, VI., Mariahilferstraße Nr. 67. Gemäß § 23, Preßgesetz, fordern wir Sie auf, nachstehende Entgegnung zu veröffentlichen: „Sie schreiben in der Zeitung .Die Neue Welt' vom Dienstag, den 17. Dezember 1935. Nr. 522. Jahrgang 9, auf Seite 3, unter dem Titel .Tribüne4 und dem Untertitel .Deutscharisches Adreßbuch für Oesterreich', daß dem Vorwort dieses Adreßbuches zu entnehmen Ist, daß die Im Verzeichnis enthaltene Firma Zabransky & Fuchs, VI., Damenkonfektion, den Besuch jüdischer Kunden nicht wünscht. Diese Behauptung ist unwahr. Wahr ist vielmehr, daß dem Vorwort nicht zu entnehmen ist, daß die im Verzeichnis enthaltene Firma Zabransky & Fuchs, VI., Damenkonfektion, den Besuch jüdischer Kunden nicht wünscht. Zabransky & Fuchs." Wir erhielten ferner folgende Zuschrift: „Iu Ihrem Blatte, Jahrgang 9, Nr. 522, vom 17. Dezember 1935, machen Sie Mitteilung, daß unsere Firma, welche im .Arischen Wegweiser' aufscheint, auf jüdische Kunden keinen Wert zu legen scheint. Wir bitten Sie um die Feststellung, daß unsere Firma seit vielen Jahrzehnten in gleicher Weise bestrebt ist, den Wünschen ihrer Israelitischen und arischen Kundschaft gerecht zu werden. Wir zeichnen mit vorzüglicher Hochachtung: Riedel & Beutel, I., Stephansplatz 9. THEATER-KUNST* LITERATUR Ifidisdus Kuliurtheafer Am Jüdischen Kulturtheater gelangt nach den Weihnachtsfeiertagen „Lopez* Erbschaft", Komödie in drei Akten von A. Slonimski in deutscher Sprache zur Uraufführung. Ein neues Herzl-Buch. Im Brandusch-Verlag (Berlin) ist ein handliches, reizend ausgestattetes Büchlein, ,,Herzl-Brlef e", erschienen. Der Autor dieser Schriit irt Manfred Georg, der sich jereits durch das Werk „Theodor Herzl, Sein Leben und sein Vermächtnis" einen Platz Im Bereich der Herzl-Literatur erworben hat. Die neue Schrift enthält eine Auswahl der Korrespondenz Theodor Herzls mit literarischen und persönlichen Freunden, u. a. mit Kana, Schnitzlcr und Teweles. Man erfährt aus diesen Briefen Neues Uber die Tendenz des Schauspiele „.Das neue Ghetto" und über die ersten Anfänge der Herzischen Stellung zur Judenfrage. Gewichtig sind die Briefe Herzl3 an Baron Hirsch, Baron Rothschild und Bismarck. Freunde der Herzl-Literatur werden das stilvolle Büchlein mit viel Vergnügen lesen. Jo. Fr. Scala, Nach längerer Pause tritt Leopoldine Konstantin in dem Stück eines Amerikaners S. N. Behrmann vor das Wiener Publikum. Sie will — mangels einer anderen Beschäftigung — ihre Biographie schreiben, die, nach ihren Erlebnissen zu schließen, ziemlich abwechslungsreich ausfallen wird. Da melden sich aber eine Unzahl Männer, die durch die Herausgabe einer solchen Biographie nach langen Jahren aufs unliebsamste kompromittiert würden. Frau Konstantin gibt die Frau mit der lebhaften Vergangenheit auf ihre geistreich-polntlerto Art, die das Zuhören und Zusehen zu einem reinen Vergnügen macht. Franz Schafheitlin ist ihr ausgezeichneter Partner. Theater a. d. Wien. „Dschainah", Musik von Paul Abraham, Text von Beda und Grünwald. Operette, Oper und Revue; Abraham will sein Publikum bei allen Schwächen packen, und es gelingt ihm. Exotische Melodien. Schauplatz: Indochina, Paris nebenher. Abraham zieht reizvolle Klangwirkungen aus dem Orchester. Für die Rolle des Tanzmädchens hat man Michiko M e i n l aufgeboten, die für diese Rolle geradezu prädestiniert ist und mit ihrem hellen, klaren Sopran und einer angenehmen schauspielerischen Leistung das Publikum für sich gewann. Artur Cavara kommt von der Oper und ist noch ein wenig steif und unbeholfen, sein Tenor läßt aber nichts zu wünschen übrig. Das Buffopaar der Operette ist Rcsy Barszony und Fritz Steiner: beide überschäumend temperamentvoll und lustig. Die Ausstattung von Maler Alfred Kunz, ist von verschwenderischem Luxus und vollendetem Raffinement. Viel Beifall und Hervorrufen bezeugten den großen Erfolg. e. 1er. Deutsches Volkstheater: „Liebe — nichtgenügend." Eine wunderbare Aufführung, ein ausgezeichnetes Stück. Es geht um ein verfehltes Leben. Die Wünsche dreier Mädchen gehen in Erfüllung, aber um welchen Preis! Um den Preis des wahren Glückes, denn in der Liebe sind sie durchgefallen. Der Autor, Bus-Fekete, weiß, daß man dem Publikum die Wahrheit nicht in ihrer ganzen Unerbittlichkeit bringen darf, und würzt sein Stück mit einer Reihe hervorragender Pointen. Ausgezeichnet das Spiel Gustl Hubers als häßliches, schlechtbehandeltes Mädchen. Köstlich, wie immer, Friedl Czepa. Ganz in diesen Rahmen passend die Leistungen aller übrigen, insbesondere Paula Pfluger, Oskar Karlweis und Hans Thimig. Josef-Kamen-Abend. Nach einer überaus erfolgreichen Auslandstournee ist Josef Kamen, der ausgezeichnete Schauspieler und Rezitator, in Wien eingetroffen. Er wird am 26. Dezember, 8 Uhr absnds, im Offenbach-Saal, IV., Treitelgasse 3, einen Rezitationsabend geben und hiebei aus Werken von Scholem Alechem, Asch, Nadir, Hasek u. a. lesen. Karten bei Lanyi, I., Kärntnerstraße 44, und Buchhandlung Rath, IL, Taborstraße 28 b. Schullm Podzamcze, der erste Direktor der Jüdischen Bühne in Wien, hat Anspruch darauf, daß man seine Leistung als Theaterleiter anerkenne. Denn er hat tatsächlich die Existenz einer jüdischen (jiddischen) Bühne in Wien jahrzehntelang möglich gemacht. Gelegentlich seiner Goldenen Hochzeit waren der heute 76jUhrige Mann und seine 72jährige Gattin Rosa Gegenstand besonderer Aufmerksamkeit seitens der jüdischen Schauspieler, auch fand im Polnischen Tempel eine Feier statt. Dem Erhalter der jüdischen Bühne Wiens wünschen seine zahlreichen Freunde, noch viele Jahre in der bisherigen Rüstigkeit und Rührigkeit zu verbringen. ENSIONS-VEREM Versicherung»- A.- G. WIEN lv SCHEUIN6G. 1 Telephon R-22-1-10 Invalidifäts-, Alfersu. Hinterbliebenen- Renten