Die neue Welt
- Journal
- Die neue Welt
- Volume
- 9 (1935)
- Issue
- Heft 522 (17.12.1935)
- Date
- 1935-12-17
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
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?7r. 522 vom 17. Dezember 1935 DIE NETTE WELT Seite S Taufepidemie in Deutschland Rabbiner Dr. Joachim Prinz, heute wohl die prägnanteste FUhrergestalt der Judenschaft Deutschlands, der vor kurzem von der Berliner liberalen Gemeinde wegen seine? jüdischnationalcn Einstellung — allerdings ohne jedem Erfolg ~ gemaßrcgolt wurde, nimmt in einem Leitartikel im „Berliner Isr. Famllieublatt" zur Frage der Taufbewegung Stellung und schreibt u. a.: „Der „Evangelisch« Beobachter" teilt mit, daß seit dem Jahre 1000 insgesamt 1 3.3 0 0 Juden aus Deutschland zum Protestantismus übergetreten seien. In einer Spezifizierung dieser Ziffer gibt dio gleiche Zeitung an, daß. flle Zahl der Taufen am geringsten war im Jahre 1028 (100), und daß die höchste Taufziffer das Jahr 1 933 aufzuweisen hat, nämlich 933. Das Statistische Jahrbach der Stadt Berlin verzeichnet für das Jahr 1033 1440 Juden, welche ihren Austritt aus dem Judentum erklärt haben. Wenn 1410 Juden aus dem Judentum ausgetreten sind, so sind aus der Gemeinde nach analogen Be<- reeh/iungen aus den Vorjahren ein Vielfaches dieser Za/d ausgetreten. (Anm.j In Deutschland ist, im Gegensatz zu Oesterreich, Tschechoslowakei usw. mit ihren Zwangsgemeinden, ein Austritt aus der Judengemeinde ohne formellen Au/Jtritt aus der jüdischen Glaubensgemeinschaft möglich.) Wir wissen, daß nur der Jude, der sich voll und .ganz, ungetarnt und ohne Rücksicht auf Vor- und Nachfeile seines Lebens, zu seinem Volke und zu seinem Glauben bekennt, in der Lage ist, alle Kräfte, die ihm innewohnen, fruchtbar und für alle Teile der Gesellschaft nützlich zu entfalten. Wir wissen, daß oft getaufte Juden gemeint haben, der Gesellschaft und dem Staate dadurch zu dienen, daß sio ihre eigene, nunmehr vorlasseno Gemeinschaft beschimpften und verrieten. Wir wieisen uns eins mit allen Völlcern und allen anständig Gesinnten, daß wir solchen Charakterlosen den Respekt verweigern müssen. Wir betrachten die Erscheinung des getauften Juden als einen Spuk, als ein Gespenst aus dem Bereiche jener ffJ u d e n a n g s t", von der Leo P1 n s k e r, einer der Bedeutendsten aus dem Kreise der östlichen „Zlonsfreundc" des vorigen Jahrhunderts, In seiner „Autoetminzipatlon" gesprochen hat. Um so mehr erschüttert uns die Tatsache, daß Im Jahre 1033, in einem Jahre, in welchem das JudenschIrksal in all seinen Konsequenzen auch dem Blindesten sichtbar geworden sein müßte, in einem Jahre, in welchem das Scheingebilde der Assimilation völlig zusammengebrochen war, in einem Jahre, in weichem die Flügel der jüdischen Geschichte stärker sehlugen als seit Jahrhunderten — daß gerade in diesem Jahre d i e größte Anzahl von Jadentanfcn aufzuweisen ist. Die Erschütterung muß um so größer se!n, als die Ziffern über die Austritte aus Gemeinde und Judentum uns vor die Tatsache stellen, daß im Jahre 1938, dem Jahre d»r größten Judennot, elno so große Zahl von Juden ihr Judentum oder ihre Gemeinde verlassen haben. Wir stehen in tiefer Scham und In Abscheu vor dieser Zahl. "Wir bekennen, daß wir es nicht für möglich gehalten hätten, daß Juden in Deutschland diese letzte und nur sehr scheinbare „Mögliclikelt" einer Flucht ans dem Judentum und aus dem Judenschicksal noch benutzen würden, noch im Angesicht einer geradezu gigantischen und in der Judengeschicbte nicht gerade häufigen Krlsis ihrer jüdischen Gemeinschaft. Wir stehen fassungslos vor der Tatsache, daß das Sehicksalsjahr 198 3 ein Jahr der Judentaufen und Austritte war, und wir beginnen skeptisch zu werden gegenüber dem Prozeß, den man so großartig die „R ü c kkehr zum Judentnm" nennt." Weihaadits» n* NeujahrsvSonderlahrten nach Polen »nd Czernowitz Abfahrten: T*. und tf, »ezember 1*33, t. and «1. Jflnnar 1935 Rückfahrten: 5.J«n*cr und 1*. Fabru«r 1.34 ••FRANCSP61'\ «r*«nm, R**nw«gi t«i.u-u.«-«o S$eifii§dhff«ir*$c' es &ihessfb>i3ch iü* Oesterreich Wir erhalten folgende Zuschrift: Wieder ist ein „Deutsch-Arisches Adreßbuch für Oesterreich" erschienen. Im vorigen Jahr hatten Sie die Freundlichkeit, zur Bekämpfung dieser Gefahr Ihre publizistische Hilfe zu gewähren, und ich glaube, es war ein großer Erfolg zu verzeichnen. Heuer ist unter der Redaktion des Herrn Albert Neugebor n, Wien, I., Elisabethstraße 20, von Herrn K ö r n e r in Graz ein Adreßbuch als „Ratgeber und Führer durch die bodenständige Geschäftswelt" herausgegeben. Da dem Vorwort zu entnehmen ist, daß die im Verznichnis enthaltenen Firmen und Geschäftsleute den Besuch jüdischer Kunden nicht wünschen, führe ich in der unterstehenden Liste die in Betracht kommenden Namen für Ihre Leser an: Funke. & Loos, I., III., VII., XIV., XVI., XXI., Arbeltskleirior. — Steinberger <fe Mellitzer, Martahilferstraße, Damenhüte. — Getzner, Mutter & Co., Spinnerei in Bludenz. — Hanns Scholswohl, Kinderkleider. — Harburger & Rhorabe.rg, Spinnerei in Dornblrn. — Schücktanz A. I., Wasche. — Konrad Pitsch, Büchbinderei. — Victorin- Werke, VII., Oefen. — Hugo Hintze, IV., Eisenwaren, Gartcngor&te. — Albert Curjel, I., Fahrräder. — Alte Knödelhütte. — Thunache Porzollanhandlung, I. — Württembergische Metallwarenfabrik. — Peter Tcsars Söhne, Glaa — Sommer & Weniger, Grabsteine. — Ed. A. Richter & Sohn, I., Handarbeiten. — Oborwalder & Co., I., Damenhüte. — Stephan Ladatätter, VI., Damenhütc. — Gustav Stingl, IV., Klaviere. — J. Nemetschke, XIII., Klaviere. — Zabransky & Fuchs, VI., Damenkonfektion. — Ed. Schopps Söhne, VI., Damenkonfektion. — Gerstl-WürzU Lederwaren. — Franz Karl Timmel, I., Liköre. — Josef Pfennigberger Söhne, Linoleum. — Steiner, A. Frank & Sohn, I., Schirme.— Josef Felbers Erben, VH., Technische Artikel. -— Carl Kuhn & Co. A. G., IV., Schreibfedern. — „Bellezza", I., Trattnerhof, Schönheitssalon. — ,,Humanic", Schuhgeschäfte. — Schuhhaus „Vindobona", IX. — Marie Stöger & Sohn, VI., Schürzen. — Rudolf Kolroaer, L, Seide und Samte. — Albert Spitzhüttl, I., Seide und Samte. — Johann Beran, VII., Silberwaren. — J. Z. Dworak, VII., Spediteur. •— Wilhelm Pohl, VI., Spielwaren. — Rudolf Straninitzor, I., Sportwaren. — „Zum Henrnhuter", I., Neuer Markt, Wäsche. — Eduard Hauser, LX., Spltalgaase, Steinmetz. — Indanthren-Haus, VI., Mariahilferstraße. — Pietsch & Co., I., Graben, Tuche. — Tuchhaua Vindobona, I., Tuchlauben- — Waltor Kienast, VT., Uhren und Süberwaren. — Josef Ungar, I., Teinfaltstraße, Vorhänge. — Riedl & Beutel, I., III. — Adalbert Ripka, VI., Mariahilferstraße, Wäsche. — Alexander & Co., VII., Neubaugasae, Wäsche. — A. Pichlers Witwe & Sohn, I., Tegetthoffstraße. Nach Polen uud Czernowitz fahren Sie zu Weihnachten und Neujahr bequem und billig mit Francopol, III., Rennweg 1, Tel. U-16-4-90. Jüdisches Kulturtheater, Wien 1, Fran^losefs^Kai 3 Rezfdaf Ions - Abend JEHUDA EHRENKRANZ Oonnerstae:, 19. Dezember, pünktlich fA8 Uhr .Jüdische Profile der Gegenwart' Karten von S — 50 bis S i 50 erhältlich in der .Jüdischer Ku du stelle", Wl^a I, Frans-Joseis-Kat 3» Telephon R-28-2-36 Aus aller Welt Anläßlich des 50. Geburtstages des hebräischen Schriftstellers J. D. B er ko witsch fand unter dem Vorsitz von Dr. Saul Tschernichowski ein vom hebräischen Pen-Klub Palästinas veranstaltetes Bankett statt, bei dem Dr. S. Ginsburg, N. Grünblatt, Prof. N. Sloush und andere Redner die literarische Bedeutung des Jubilars und seine Tätigkeit als Erzieher einer neuen Generation hebräischer Schriftsteller würdigten. Berkowitsch hat die Werke seines Schwiegervaters Scholem Alec h e m vom Jiddischen ins Hebräische übertragen. * Am 9, Dezember wurde der Grundstein zu einer von der Alliance Israelite Universelle in der Haifaer Gartenstadt Hadar-hakarmel gestifteten Schule gelegt, die den Namen des kürzlich verstorbenen Präsidenten der Alliance, Prof. Sylvain Levi, tragen wird. Die Schule wird 1000 Schülern Platz bieten, die Kosten sind auf 12.000 Pfund veranschlagt. * Wie aus Kattowitz telegraphiert wird, wurde dort das Mitglied des Hecluüuz Jizchak Turteltaub von nationaldemokratischen Huligans durch Dolchstiche getötet. — Der J. T. A. wird amtlich mitgeteilt, daß im Znsammenhang mit den Bombenanschlägen gegen die Synagoge und jüdische Geschäfte In Kattowitz und Umgebung SO Verhaftungen vorgenommen wurden. — In Wilna haben Huligans durch Werfen von Sprengkörpern in der Glashandlung Szapiro großen Sachschaden angeriohtet. In das jüdisch» Caf6 Dorman wurden mehrere Stinkbomben geschleudert. * Dem Inspektor des Sanitätsdienstes der königlich niederländischen Landstreitkräfte Generalmajor S. W. P r a a g wurde in Anerkennung seiner Verdienste als Organisator der Expedition des Niederländischen Roten Kreuzes nach Abessinien von der Präsidentin des Holländischen Roten Kreuzes, Kronprinzessin Juliana, das Verdienstkreuz der Vereinigung feierlich überreicht. Generalmajor Praag, der auch das Amt eines zweiten Vizepräsidenten des Holländischen Roten Kreuzes bekleidet, Ist Jude. An der Expedition nimmt auch der bekannte Amsterdamer jüdische Chirurg Dr. A. Colaco Belmonte teil. Hier verlautet, daß sich die. Kreise der Jftwish Agency mit dem Plan befassen, die jahrzehntelang In Warschau unter Nahum Sokolows Redaktion erschienene hebräische Tageszeitung „Hazefirah" als offizielles Organ der Jewish Agency, und zwar wieder unter der Redaktion Sokolows, tu erneuern. Die jetzt in London unter der Redaktion von Mosche Kleinmann erscheinende Wochensrchrlf t der Z. O.. „Haolam" soll nach Jerusalem Übertragen werden und die Form eines offiziellen Bulletins erhalten. * Die Palästina-Regierung hat dem chassidischen Rabbi von Gora Kaivaria, Rabbi Alter, der als „Gerer Rebbe" bekannt ist, die Erlaubnis zu ständiger Niederlassung lu Palästina erteilt. Vor einiger Zelt stand der Gerer Rebbe im Mittelpunkt eines Zwischenfalls an der Höhle Machpela, die er in Unkenntnis der bestehenden Vorschriften ohn* spezielle Erlaubnis des Obersten Moslemitiachen Rates betreten wollte. An diesen Vorfall knüpfte sich eine heftige Kampague extremistiacha rabischer Kreise gegen die angeblichen Aspirationen der Juden auf mohammedanische heilige Stätten. , MSTTAOi.,.l Der sroßc Ausschank bei Zeilinger hat begonnen — Kino Analem tler feinsten nn*! e<lel?ten Werne steht für dl<* J-Vsttap-e h>-reit. - Mit Liebe imben wir .Irrten Tropfen gepflegt. — Sie (Hirf'ii von nllen fV.rfen eine crlle Reife — em «•h."h«p. Bu': «:U und eine seltener Feinheit erwarten. — In einer Kroßen, inteiesr.an!-n Auwald finden .Sie - die herrlichste« Wein« uns»!«» Land«* ~ thinebon edle gfldtlvoter Spcwalitntcn und von weiflirr '«.'«kommen kostbare .alte Dessertweine feinster Provenlenv/:«. - Ali«* e'offnnt und geschmackvoll nusgestatlei Schenke» Sie edle Weine — f>i*i Iv.iUlio-en damit In feiner *onn einem puten.;;1 en Brauch. - Hnus Ze i ti n ere r J fstw^ine l\Voer. den un.^hiitzbareii Vorzug, daß Sie damit überall Ehr» einleer-,). ... Wir sind Ihnen gerne r-ei der Wahl Ihres Weines bchiiril. il -• kommen Sie unverbindlich in eines unserer Jiustet- Wrinhüu.sri und veikosten Sie .alle diese n.u>er.*»»rnen Weine. Fe«tvein-Verzeichnisse, liegrcn In allen netnehen nuf. Veif.'ind von go.«<;h'..rte!. vollen Gcschcnkkis?t«ln (Ibe.-alllnu. I I I LIN Q I R I.:»ndntr. Haupt dr. 17 Jlarlitollfnrsilrtel 27 tTid>i.*1raUe :>9 WincVfdmannstr.?.l Wallensieinstr. 4« IJefitnllbürt.: Tt>l. B-3;»-0-l»> Knj{ros-A!it(ihii»s: XIX.. Heiligen«tädtei«=tr»ße 3^. Tel. Vt-U-WJ luüemtsiatspautei ©e§feriddi§ Veranatulrungskalendpr Sektion X I V/X V, Schanzstraße 32. Dienstag, detx .17. ds., halb n Uhr abends, Vortrag Moses Lutzky: Alijah, Gepctz unrl Praxis. Sektion Briglttenau. Dienstag, den 17. ds., hath 0 Uhr abends, im provisorischen Heirn, II.. Untere Augartenstraße 38, Ausschußsitaung. Sektion VI/V II. Mittwoch, den 18. ds., halb 9 Uhr abends, im Saale der Restauration Andreashof, VII., Andreasgasse, Vortrag Dr. Salomon Wolf: Das Heute und Morgeu der zionistischen Politik. Sektion P r a t c r, II., Kleine Zufahrtsstraße 166. Donnerstag, den 10. ds„ halb 9 Uhr abends, Mitgliederversammlung. Sektion Leopoldstadt, H., Taborstr. 21a. Donnerstag, den 19. ds., halb 9 Uhr abends, Vortrag Professor A. Schwertfinger: Der Irrtum der Emanzipation und die Tragödie der Assimilation. Die Judenstaatspartei und Judenstaatsjugend gratulieren ihrem Mitglied Herrn Josef Feuer zu seiner Verlobung mit Frl. Chanah Schränzel aufs herzlichste. Die iinölst-m^lsdien Unruhen in Polen dauern an Aus War seh au: An der Warschauer Universität kam es erneut zu üeborfälleu natlonaldeniokratischer auü jüdische Studenten. In einem d«r Vorlesungssälu stürzten sich die Nationaldemokraten auf ihre jüdischen Kollege«, die sich weigerten, die „Ghetto-Bfinke" einzunehmen, und drängten sie hinaus. Einige jüdische Studenten wurden verletzt. Die Vorlesung mußte aus/allen. In der Lutomierska-Straße überfielen Demonstranten den 70jährigen Juden Melr Turteltaub und brachten Ihm so schwere Verletztuigcn bei, daß der Greis In hoffnungslosem Zustand ins Spital gebracht wurd^. Die Lage in Kattowitz und Umgegend verschlimmert sich, die jüdische Bevölkerung lebt in Panik. Eine Abordnung angesehener jüdischer Bürger begab slcü nach Warschau, um von äfir Regierung Schutzmaßnahmen zu fordern. Außer gegen die K a 11 o w i t /. e r Synagoge und das jüdische Gemolndehaus wurden Bombenanschläge auch gogen mehrere jüdische Häuser verübt. In Hroboczow wurde der jüdische Kaufmann LauD durch eine in sein Gescliäft geschleuderte Petarde schwer verletzt, sein Laden wurde völlig zerstört. Auch de* Lagerraum des Kaufmanns Stelnitz wurde durch Sprengkörper vernichtet. In Lipiny wurde das Haus des jüdischen Kaufmanns Schell durch eine Bombe teilweise zerstört; eine In das Haus des Juden Fleischer geschleuderte Bomb« konnte rechtzeitig unschädlich gemacht werden. In den Stiidtchen der Umgebung von Radom leb^n die Juden in solcher Panik, daß sio Ihren Geschäften nicht nachgehen können. Die Abhaltung von Märkten wurde verboten. Die Not steigt ins Ungeheuerliche. Erschwerung de§ »afSsKln^nsisdieii Orangencxporfs nadi Engtand Aus Jerusalem wird gemeldet: Da die Orangenprels« in England auf 7,3 Schiniug per Kiste gefallen sind (8,6 Schilling beträgt der Zoll allein), haben die Pflanzer und Exporteure mit ziemlichen Schwierigkeiten tn kämpfen. Es wird energisch die Forderung erhoben, daß England den Zoll auf Palästina- Orangen abschaffe oder mindestens herabsetze. Die Lage wird dadurch noch verschärft, daß In Kanada der Zoll auf amerikanische Orangen um 50 Prozent herabgesetzt wurdet während der Zoll auf Palästina-Orangen unverändert blieb. (J. T. A.) PaIästfoa»Orani)en für die Tsdiedhoslowake? Aus Prag: Funktionäre der Früchte-Sektion de« Verbände« tschechoslowalUscher Importeure und Exporteure gaben heute Pressevertretern Aufklärungen über die durch die Sanktionen gegen Italien geschaffen« Situation auf dem SüdfrÜchtc-Injportmarkc. Palästina — so wurde erklärt — ist heute das Land, aus dem der größte Südfrüchte-Import, und iwar der prachtvollen Jaffa-Orange und der in dor Tschechoslowakei noch sehr wenig bekannten Grape Fruit, zu erwarten ist. Diese Flüchte sind von derart guter Qualität, daß sie mit jeder anderen ausländischen Frucht der gleichen Art konkurrieren können. (J. T. A.) Schwere Straten für indische Wächter Aus Haifa: Vor dem Halfaer Oerlobt uuter dem Vorsitz des Richter» Sherwell fand der Prozeß gegen die vier Wächter de« Bodens der Meshek Company, die der Ermordung des Beduinen Mohammed el Alyan und des Mordversuches an vier anderen Beduinen am 19. August auf dem Kuskus-Taboun-Geblet beschuldigt waren, statt, Der Beduine Saleh Kaasam sagte aus, er und vier andere Beduinen woUteu zwoi jüdische Traktorcnlenker am Pflügen hindern, es kam zu einem Zusammenstoß, wobei dio vier jüdischen Wächter feuerten. Das Gericht verurteilte den Wächter Jizchak Hankin zu 10 Jahren schweren Kerkers, die Wächter Mordechal Misrachi, Josef Domai und Arje Abrahamson zu je zwei Jahren Get. Jfämjnis. (J.T.A.)